31 Dezember 2010

Silvesterlauf

Ein bisschen hatte ich ja die Panik vor dem Lauf, was den Untergrund betrifft. Denn schon am Sonntag hatte ich genug damit zu kämpfen. Aber so schlimm war es dann gar nicht. Die Helfer vom Team Klinikum haben wirklich ganze Arbeit geleistet, um eine tollen Silvesterlauf zu gewährleisten. Ein herzlicher Dankeschön dafür an dieser Stelle.
Ohne Ambitionen bin ich los. Aus dem Jahr rauslaufen, Spaß haben und nicht verletzen. Das war es was ich wollte. Und das gab mir eine Lockerheit, wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Außerdem lief es sich erstaunlich gut auf dem Schnee. Ich konnte zwar nicht konstant laufen, aber egal. So brauchte ich für den Kilometer je nach Bodenbeschaffenheit zwischen 5 und 6:30 Minuten. Wobei selbst die schnellen Kilometer mich nicht anstrengten. Nach 52 Minuten war ich schon wieder im Ziel. Glücklich und zufrieden.
Jetzt wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf eine verletzungsfreie Zeit und gemeinsame Läufe. Keep on running in 2011!

30 Dezember 2010

Rück- und Ausblick

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende.
Ein Jahr mit Höhen und Tiefen.
Ein Jahr mit vielen neuen Erfahrungen.
Sportlich war es wohl das emotionalste Laufjahr.

Ich bin zwar nicht so viele Wettkämpfe wie 2009 gelaufen, dafür aber längere. Die Bestzeiten des letzten Jahres habe ich zwar nie erreicht, aber immer bin ich annähernd hingekommen. es waren also doch keine Eintagsfliegen.

Meinen Traum, einmal 50 Km zu laufen, habe ich 2010 gleich mehrere Male in die Tat umgesetzt. Das erste Mal in Rodgau. Bei der Harzquerung und in Schwäbisch Gmünd kamen zu der Länge auch noch jede Menge Höhenmeter dazu.
Bei zwei Marathons, in Würzburg und Karlsruhe, bin ich beide Male knapp über 4h geblieben. Die 25 Km von Berlin und der Halbmarathon beim Stadtlauf in Nürnberg komplettieren schon meine Wettkämpfe. Und eventuell noch der Silvesterlauf.


Der Höhepunkt meines Laufjahres war aber unbestritten der Mauerwegslauf. Noch heute spreche und lese ich darüber mit Gänsehaut und Tränen in den Augen. Er ist nach wie vor unbeschreiblich. Aber ich denke, das geht allen so, die dabei waren. Ich habe bei diesem Lauf viele neue Freunde gefunden. Und die Erfahrung gemacht, was es heißt Nachts zu laufen, über 100 Km und über 26 Stunden zu laufen.


Mein Jahresziel, die 3055 km des Vorjahres zu überbieten, habe ich nicht geschafft. Aber über 2800 Km waren es dann auch wieder. Es ist das erste Mal, dass ich die Vorjahreskilometer nicht übertreffe. Allerdings hat mich eine OP und damit eine vierwöchige Trainingspause "ausgebremst". Als ich endlich wieder laufen durfte, ging es sich wirklich schwer an und als es endlich wieder lief, war diese unglaubliche Hitzewelle, die lange Läufe gar nicht zuließ.


Neben dem Laufen war ich noch Mountainbiken und habe auf dem Rad auch noch über 2000 km zurückgelegt. Ein Wettkampf beim Kitzalpbike und der Rennsteig haben mich hier besonders beeindruckt.



Was wird das nächste Jahr bringen?


Ganz ehrlich: Ich weiß es noch nicht.

Fest gebucht habe ich den 6h-Lauf am Welt Down Syndrom Tag. Den werde ich einmal mehr mit meinen Freunden vom Laufclub 21 laufen. Auch den Supermarathon am Rennsteig habe ich gemeldet. Außerdem habe ich für die 100 Km von Biel schon die Unterlagen zu hause. Der Termin passt gut, alle schwärmen davon und wie heißt es immer: "Einmal musst du nach Biel!"
Jünger werde ich auch nicht, also warum nicht 2011.

Mehr habe ich noch nicht geplant. Aber mit diesen drei (langen) Läufen ist das erste halbe Jahr schon verplant. Den einen oder anderen Lauf in der Umgebung werde ich bestimmt noch spontan als Vorbereitung melden.
Die Planung für den Herbst steht noch nicht. Der Stadtlauf Nürnberg ist obligatorisch. Schwäbisch Gmünd zum Zweiten wär was. Dann wäre ich mit dem Rennsteig und Biel auch in der Europacupwertung.
Aber es gibt ja so viele Läufe ... und so viele die ich noch nicht gelaufen bin ...

Silvesterlauf?!

Nach zwei Tagen Laufpause, habe ich gestern einen ruhigen 10 Km Lauf gemacht. Mehr war nicht drin, denn meine Rücken will nicht so, wie ich es will. So lasse ich das Jahr ganz ruhig ausklingen.
Morgen laufe ich dann noch beim Silvesterlauf in Nürnberg, soweit er denn stattfindet. Die Strecke ist voll Schnee - das habe ich ja am Sonntag schon festgestellt - und es ist noch unklar, ob er stattfindet. Ich lass mich überraschen. Findet er statt, so laufe ich ganz locker, mehr macht der Rücken nicht mit. Fällt er aus, so werde ich zu Hause meinen privaten Silvesterlauf machen.
Mittlerweile ist das schon der 8. Silvesterlauf vom Team Klinikum. Gemeldet hatte ich bei allen, zu einem bin ich nicht gefahren wegen Blitzeis. Beim Allerersten, habe ich nachgemeldet, da waren es gerade mal 243 Starter. Die letzten Jahre waren es immer um die 1000 !!

27 Dezember 2010

Alle Jahre wieder ...

... findet in Nürnberg am zweiten Weihnachtsfeiertag der Gänsebraten-Vernichtungslauf statt. Die letzten beide Jahre war ich dabei und auch dieses Jahr konnte mich nicht einmal das Wetter davon abhalten. Die letzten beiden Jahre war es immer lausig kalt, dieses Jahr kam zur Kälte auch noch Schnee dazu. Die letzten beiden Jahre habe ich beim Trainingsmarathon so um die 38 km in 4 h geschafft.
Aber diese Jahr war alles anders.
Wie heißt es immer: Nicht jeder Lauf ist gleich. Nicht immer läuft alles so, wie man es sich wünscht.
Diese Erfahrung habe ich diese Jahr auch gemacht. Die Strecke war schneebedeckt und uneben. Es hat mich an Rodgau im Januar erinnert. Auch diese Jahr wollte ich wenigstens 30 Km laufen. Aber der Untergrund machte mir zu schaffen. Es lief sich schwer. Und wieder einmal hatte ich auch keinen so guten Tag erwischt. Auf dem 1522 m langen Rundkurs hatte ich schon nach 5 Runden Probleme. Aber 10 Runden bzw. 15 Km sollten es schon werden. Wo ein Wille ist ... kämpfen kann ich. Nach 10 Runden erhöhte ich auf 14 Runden, wenigsten einen Halbmarathon. Wobei mir nach 15 Km schon der Rücken weh tat. Nach 2:21 h endlich der Halbmarathon, naja noch eine Runde ... die Schmerzen waren jetzt auch in der Hüfte ... noch eine Runde auslaufen. 24,4 Km in 2:44 h. Ein bisschen was habe ich ja doch geschafft. Ich weiß, eigentlich läuft man nicht mit Schmerzen, aber dann dürfte ich nie laufen.
Heute werde ich nicht laufen, denn schon das gehen ist eine Qual. Die Beine spüre ich trotz des schweren Untergrunds nicht, aber mein Rücken ... und gehen geht gar nicht ... zum Glück sitze ich am Schreibtisch.
Der Silvesterlauf findet auf der gleiche Strecke statt. An eine gute Zeit ist bei den Gegebenheiten nicht zu denken. So werde ich dort ganz gemütlich aus dem Jahr rauslaufen.
Aber nächstes Jahr, wenn es wieder heißt "alle Jahre wieder ..." bin ich wieder mit dabei. Wetter egal, Untergrund egal, Verfassung egal. Ganz nach dem olympischen Motto: Dabeisein ist alles!

24 Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch zur Weihnachtszeit
Erinnerungen aus der Kinderzeit.

Strahlende Augen und Glanz im Herzen,
einen Weihnachtsbaum geschmückt mit Kerzen.

Geschenke, eher bescheiden und klein,
es muss nicht immer Gold und Silber sein.

Dass andere Menschen an euch denken,
die Wärme und Liebe schenken.

Ich wünsche euch ein Stück vom Glück
und den Weihnachtszauber von früher zurück.

Eine eisig kalte Weihnachtsnacht,
die von weißem Schnee winterlich gemacht.

Ich wünsche euch zur Weihnachtszeit
Frieden, Freude und Zufriedenheit.

Und für das neue Jahr
Gesundheit, Glück und Erfolg.

18 Dezember 2010

traumhaftes Winterwetter

Die ganze Woche habe ich herrliche Läufe durch die verschneite Landschaft gemacht. Wunderschön, wenngleich das Laufen auf schneebedeckten Wegen manchmal ganz schön anstrengend ist. Und bergauf erst. So sind meine Läufe meist sehr langsam. Aber wie heißt es immer: Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht. Naja, zum Sieg wird es wohl nie langen. Aber es macht Spaß und das ist das Wichtigste. Seit Neuestem habe ich am Samstag das Laufen vor dem Frühstück für mich entdeckt. Aufstehen, Katzenwäsche, rein in die Laufschuhe und raus. Je nach Lust und Laune laufe ich zwischen 30 und 45 Minuten. Sonntagvormittag steht dann wieder eine normale Laufeinheit an. Ich glaube jeder stellt im Moment Winterbilder in seinem Blog ein. Irgendwie auch ganz logisch, wir haben jetzt einfach tollen Schnee und können tolle Bilder beim Laufen machen. Ich sehe davon ab, denn ich denke Landschaft und Schnee habe auch ich schon genug eingestellt. Aber den Mega-Eiszapfen an der Lampe über der Haustür wollte ich euch dann doch dich vorenthalten:

12 Dezember 2010

Laufclub 21 - eine andere Weihnachtsfeier

Ich komme gerade von der Weihnachtsfeier des Laufclub 21. Eine etwas andere Weihnachtsfeier, nicht das übliche Gefresse.
Um 9 Uhr ging's los. Vor dem Vergnügen hieß es erst einmal 2:10 h zu laufen. Ein Rundkurs, ca. 1,2 Km lang. Gutes Training, Nüchternlauf, zwei Stunden mal wieder mit Gleichgesinnten laufen. Wunderschön. Es lief gut heute morgen und so habe ich gemütlich 20 Km runtergespult. Nach der Anstrengung dann doch Vergnügen. Leckeres Sportleressen und gemütliches Beisammensein mit den Marathonis und ihren Familien. Natürlich gab es auch eine kleine Siegerehrung für den Lauf. Die Marathonis und Kinder waren ganz heiß auf einen Pokal. Auch das Revue passieren der gemeinsamen Läufe des Jahres 2010 wurde nicht ausgelassen. klar, dass der Mauerwegslauf als Highlight aller, nicht zu kurz kommen durfte. Aber auch die Wettkampfplanung für 2011 lässt keine Wünsche offen und ich werde den einen oder andere Marathon mit meinen Freunden des Laufclubs laufen. Das wird ein tolles Jahr. Plane ich doch meine ganz persönlichen Hightlights mit dem Supermarathon am Rennsteig und den 100 km von Biel. Diese beiden Läufe stehen fest, ebenso der Welt Down Syndromtag Marathon. Weitere Läufe werde ich je nach Lust, Laune und Zeit melden. Ach ja, auch ich habe einen Pokal erhalten, in der Frauenwertung wurde ich Erste. Bericht und Bilder gibt es hier.

10 Dezember 2010

Ohne Laufen fehlt mir was

Gestern habe ich wieder einmal gemerkt, wie sehr ich das Laufen brauche. Von Montag bis Mittwoch hat es bei uns geschüttet wie aus Kübeln. Gut, das ist nicht wirklich ein Grund, nicht zu laufen.
Am Montag hat die Vernunft gesiegt, der Fuß hat wehgetan. Und im nachhinein eine richtige Entscheidung, denn ich bin wieder völlig schmerzfrei. Sichtlich nur eine Überlastung beim Laufen auf Schnee. Am Dienstag habe ich mir einen schönen Nachmittag beim Shoppen gemacht und am Mittwoch ... Da wollte ich eigentlich schon laufen, aber ... Ich war auf einer Beerdigung, es hat geschüttet. eigentlich hätte mir danach das Laufen gutgetan, aber ich war so durchgefroren, dass ich statt in die Laufschuhe zu steigen, die heiße Badewanne vorgezogen habe. Allerdings habe ich schon gemerkt, dass mir das Laufen fehlt. Ich fühle mich dann so unausgeglichen.
Umso mehr habe ich dann den Lauf gestern genossen. Obwohl ich nicht viel Zeit hatte, der Lauf war toll. Es hatte wieder geschneit und alle Wege waren leicht mit Schnee bedeckt, wunderschön zu laufen. Heute habe ich dann mal wieder einen längeren Lauf gemacht. Normalerweise laufe ich mit Musik, aber heute habe ich nach 5 Km festgestellt, dass ich den MP3-Player zwar dabei habe, aber nicht an. Mir war aber auch gar nicht nach Musik, nur nach laufen.

05 Dezember 2010

weiterhin Winter

Auch wenn das Laufen im Moment sehr anstrengend ist, Spaß macht es. Der Schnee auf den Wegen zwingt zum langsamen laufen, teilweise rutscht man bei jedem Schritt. Dennoch bedeutet für mich jeder gelaufene Meter Genuss. Genuss an der Bewegung, Genuss an der Luft. Gerade jetzt finde ich die Luft besonders schön. Und durch den Schnee ist alles ruhiger geworden. So fällt auch der Stress der Arbeit bei jedem Lauf schneller ab.
Im Moment habe ich leichte Schmerzen im Fuß. Ich weiß nicht, woher die kommen. Vielleicht einfach nur vom schweren Laufen im Schnee. Heute morgen fiel mir das Laufen sehr schwer und doch war ich hinterher froh, 90 Minuten unterwegs gewesen zu sein. Langsam, aber gelaufen. Die Vernunft sagt: Pause machen. Auch der Körper.
Aber heute Abend hat es wieder zu schneien begonnen und wenn morgen alles frisch verschneit ist, weiß ich nicht, ob ich zu Hause bleiben kann. Ich bin manschmal so unruhig, wenn ich nicht laufen gehe. Mittlerweile glaube ich, dass ich einfach täglich eine Portion frische Luft brauche. Spazieren gehen würde da auch langen. Aber welcher Läufer macht das?

30 November 2010

Winterläufe



Gestern hat es den ganzen Tag geschneit. Ich war dennoch laufen. Wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Eigentlich wollte ich 16 km an der Pegnitz entlang laufen, aber der Weg war total verschneit. Nur ein paar Spuren waren zu sehen (linkes Bild).






So verkürzte ich den Lauf. Im tiefen Schnee war das Laufen doch sehr anstrengend. Nach 11 Kilometern, davon ca. 5 Km im "Tiefschnee" (rechtes Bild), habe ich mich gefühlt als wäre ich einen Marathon gelaufen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Oberschenkel Magdalena Neuner Konkurrenz machen.


Heute war ich dann etwas schlauer und habe mir eine wenig befahrene Straße gesucht, denn in den Traktorspuren auf den Feld-
wegen ist es einfach nicht schön zu laufen. Morgen plane ich einen Ruhetag. Allerdings wird schönes Wetter gemeldet und so wie ich mich kenne, werde ich dann die Laufschuhe nicht im Regal stehen lassen können.

24 November 2010

Schnee!!

Sonntag vor einer Woche war es noch so wie auf dem Bild rechts. Man konnte durchs Laub laufen und es hat geraschelt. Es war angenehm und wie es so schön heißt: "Für die Jahreszeit zu warm." Wenn man bedenkt, dass wir letztes Jahr am 15. Oktober schon den ersten Schnee hatten, so waren wir doch bis gestern Wettertechnisch wirklich verwöhnt.

Über Nacht ist es bei uns jetzt Winter geworden. Aber das Bild täuscht. Denn der Schnee ist nass. Auf den Wegen bleibt er nicht liegen und verwandelt das Laub in schwarzen, glitschigen Matsch. Nicht schön zu laufen. Wobei das alles für mich kein Grund ist, nicht zu laufen. Am Montag war es ein Lauf im Nieselregen, heute war zwischendrin Schnee dabei. Die Temperaturen sind um den Gefrierpunkt, im Wald ist es still, kein Vogelgezwitscher, manchmal ist es schon fast unheimlich. Und gegen 16:15 Uhr dämmert es langsam. Da kann ich es mir nicht mehr erlauben, hier und da eine Schleife dranzuhängen. Mehr als 15 Km pro Laufeinheit geht nur noch am Wochenende. Dabei wäre ich gerade am Montag so gerne noch ein bisschen weiter gelaufen. Aber das Wochenende ist in Sicht, der Schneefall soll aufhören und es bleibt kalt. Ideale Winterlaufbedingungen.

17 November 2010

Novemberwetter

War das ein Wetter am Wochenende! Ich habe es auch gleich voll ausgenutzt. Am Samstag war es zwar noch nicht so sonnig, aber angenehm warm. Ich habe einen langen Lauf unternommen. Leider hatte ich keine Kamera dabei, denn ich habe doch wieder einiges gesehen. Am Sonntag kam dann auch bei uns die Sonne durch. Schon vormittags bin ich mit dem Rad los. 52 Km rund um Hollfeld, durchs Wacholdertal nach Sanspareil und ins Paradiestal. Das Paradiestal ist wirklich ein Paradies.
Am Montag und heute war ich laufen. Vorgestern habe ich eine etwas flachere Strecke gewählt, dafür aber aufs Tempo gedrückt. Heute bin ich bei leichtem Niesel im Wald gelaufen, leicht hügelig. Eigentlich wäre ich gerne noch länger gelaufen, weil es sich so schön laufen ließ. Durch den Hochnebel war es im Wald aber düster und gegen 16 Uhr wurde es dann noch dunkler, so dass ich nach hause laufen musste.
Langsam kommt wohl doch der Winter. Heute war so richtiges Novemberwetter. Konnte ich am Montag noch in 3/4 Hose laufen, so musste ich heute die lange Hose raussuchen. Außerdem war es so frisch, dass ich mit Mütze gelaufen bin. Und ein untrügliches Winterzeichen habe ich auch schon gesehen. Die Straßenmeisterei hat die Schneestangen aufgestellt. Ich hoffe aber, dass der Schnee noch auf sich warten lässt.

11 November 2010

Wichtige Erkenntnis

Der lange Lauf am Samstag hat nicht nur Spaß gemacht, ich habe dabei endlich einen Schuh gefunden, in dem ich keine schmerzenden Füße und blaue Zehen bekomme: den Adidas Kanadia Trail.
Ich habe ihn dort zum ersten Mal bei einem langen Lauf angehabt und nach 30 Km keine schmerzende Füße gehabt. Während der letzten Marathons und Ultraläufe hatte ich nämlich das Problem, dass ich ab Km 30 solche Fußschmerzen hatte, das jeder Schritt zur Qual wurde. Auch hatte ich bei den letzten Läufen immer wieder blaue Zehen. Dies war am Samstag nicht so. Immer wieder habe ich zu meinen Füßen "gehorcht", was der Schmerz macht, aber es war ein gutes Gefühl, wenn man feststellt, dass alles in Ordnung ist.
Wobei mich der Schuh nicht nur deswegen überzeugt. Nein, ich fand ihn von Anfang an toll, denn er ist, im Gegensatz zu meinem anderen Trailschuh, sehr leicht, biete aber gleichzeitig einen gute Halt. Und da er mich jetzt beim Laufen auch überzeugt hat, werde ich mir wohl gleich noch ein zweites Paar zulegen.

08 November 2010

AULA 2010 - das war's


Zurück von einem tollen Lauf. Ein schöner Saisonausklang ohne Wettkampfcharakter. Auch das Wetter war auf unserer Seite. Erst als alle geduscht waren kam der angekündigte Regen.

Los ging's mit dem Segen des Pfarrers, schließlich wird der AULA von den Läufern der Pfarrei St. Michael in Amberg organisiert. Der Segen war aber schon das Einzige, das mit der Kirche zu tun hatte. Na, vielleicht noch der göttliche Beistand beim Wetter und das alles ohne Verletzung abging.

Für mich war bei diesem Lauf nicht die Distanz das Problem, sondern das Lauftempo. Konstant einen 6 min/km Schnitt zu laufen fiel mir extrem schwer. Ich hatte keinen optimalen Lauftag. Da aber die Gruppe zusammen bleiben sollte, entschloss ich mich bei Km 43 ins Begleitfahrzeug der Feuerwehr einzusteigen. Ich wollte wenigstens den Ultra laufen, als kam ein Zurückfahren zum Ziel bei Km 43 gar nicht in Frage. Die einstündige Erholung tat mir gut. Bei Km 53 konnte ich wieder in den Lauf einsteigen und problemlos den Lauf beenden.

Nicht nur die tolle Organisation spricht für den Lauf, sondern
eben auch, das man überall und den Lauf ein- bzw. aussteigen kann, immer zum Start/Ziel zurückkommt. So muss sich keiner übernehmen. Den ein sechser Schnitt auf 63 k ist ganz schön schnell. In meinem Tempo hätte ich sicherlich die volle Distanz geschafft. Da aber der Weg nicht beschildert ist, ging das nicht.

Ich habe den Lauf, auch wenn er mir teilweise schwer fiel, sehr genossen. Durch die herbstliche Landschaft mit Lauffreunden zu laufen macht einfach Spaß. Und es war ganz sicher nicht mein letzter Amberger Ultralauf.
Die Entscheidung 10 Km nicht zu laufen, war vollkommen richtig, schließlich muss ich mir und niemandem etwas beweisen. Es war der Saisonabschluss, da muss ich nichts mehr überreißen.
Vielleicht laufe ich noch einen Nikolauslauf, aber das entscheide ich spontan, nach Wohlbefinden. Nur der Jahresabschluss ist fest. Der Silvesterlauf in Nürnberg. Der muss einfach sein.
Die Bilder vom Veranstalter findet ihr hier.

04 November 2010

... und ich kann's nicht lassen



Post-Nummer 395, über 10000 Zugriffe. Sichtlich kann man meinen Blog lesen, danke.






Und dabei wäre ich in der Schule beinahe wegen Deutsch sitzengeblieben, denn meine Deutschlehrerin hat immer gesagt, ich könne nicht schreiben. Nun gut, Erlebnisaufsätze konnte ich nicht einfach so erfinden, ich musste sie erlebt haben, dann konnte ich sie auch schreiben.

So ist es im Blog auch. Ich schreibe was ich erlebt habe. Oder ich schreibe, was ich demnächst erleben will. Dann geht das auch. Auch wenn das manchmal schwerer fällt.

... ich kann's nicht lassen ... wieder steht so ein Lauf an, den ich in den letzten Jahren immer wieder ausfallen lassen musste, weil ich anderweitig unterwegs war. New York oder Nizza zieht einfach mehr als ein Lauf im Nachbarlandkreis. Aber ähnlich wie bei Schwäbisch Gmünd, diese Jahr kam keine großer Lauf dazwischen.
So fahre ich am Samstag zum
Aula. Aula steht für den Amberger Ultra Lauf. Der Lauf geht einmal um Amberg, 63 Km. Kein Wettkampf, ein Lauf "Just for Fun". Eigentlich wollte ich ja den Rest des Laufjahres ausklingen lassen mit "einfach nur für mich laufen", aber dieser Lauf reizt mich einfach schon zu lange. Es sind 14° gemeldet, echtes Kerstin-Laufwetter, die Teilnehmerliste verspricht, viele Lauffreunde zu treffen. Und 63 Km sollten mittlerweile auch kein Problem mehr sein.
Ich kann's also mal wieder nicht lassen, stehe am Samstag früh auf, fahre zig Kilometer, nur um zu laufen.


Diese Woche bin ich deshalb nur einmal, am Montag, gelaufen. Jetzt fühle ich mich auch nicht mehr so müde, wie noch zu Wochenbeginn. Ich denke, es wird ein herrlicher Herbstlauf. Ich werde die Kamera mitnehmen und viele Bilder machen. Der Erlebnisbericht folgt dann nach dem Lauf.

01 November 2010

Mühsam (Teil 2)

Gerade komme ich von meinem Lauf zurück. Um es gleich zu sagen, es lief wie ich mich fühlte. Schrecklich. Es war, als hätte mir jemand über Nacht die Kraft aus dem Körper gesaugt. Aber jetzt bin ich froh, dass ich mich aufgerafft habe. Leider habe ich meine Kamera nicht mit dabei gehabt. Im Wald, auf dem Laub, die Sonne spitz durch die Bäume, tolle Bilder. Aber leider nur in meinem Kopf. Im Wald habe ich meine Musik ausgemacht, denn ich wollte die Stille bzw. das Rascheln, wenn ich durchs Laub laufe, genießen. Das war wieder so ein Augenblick, wo ich mir sage: deswegen laufe ich. Wegen der Stille im Wald, wegen der Geräusche der Natur, die Sonne genießen oder auch mal den Regen. Seit ich laufe nehme ich die Natur, vor allem auch die Jahreszeiten, wieder viel bewusster wahr. Kaum zu glauben, wie viele Raupen und Käfer immer noch unterwegs sind. So hatte ich, obwohl mir der Lauf wirklich schwergefallen ist, Freude am Laufen. Und jetzt habe ich auch wieder mehr Elan für den Rest des Tages. Immerhin haben wir ja Feiertag.

Mühsam ...

... so beschreibt es Marco. Ja, so könnte ich es auch beschreiben. Liegt es an der Jahreszeit? Aber es ist doch herrliches Laufwetter. Und trotzdem fällt es mir schwer, zu laufen.Oder liegt es daran, dass ich mir nach dem Alb Marathon nur zwei Ruhetag gegönnt habe?
Ich bin körperlich und mental total ausgepowert. Radfahren und laufen fällt schwer, selbst das morgendliche Aufstehen ist eine Qual. Und zu wissen, dass es ab jetzt abends eher dunkel ist, wirkt sich nicht unbedingt förderlich aus. Da kann ich bei meinen Läufen nicht "mal schnell" hier und da noch eine Schleife einbauen.
Drei Läufe waren es letzte Woche, einer davon über 20 Km. Und einmal Radfahren. Auch heute kann ich mich nicht so recht aufraffen. Aber so war es schon am Samstag. Erst hatte ich keine Lust, als ich dann unterwegs war, hat es doch gut getan. Wie so oft geht es nur um's Loslaufen. Draußen scheint die Sonne und ich habe fest vor, gegen Mittag loszulaufen. Langsam und wenn's nicht läuft, dann nur kurz. Aber wie ich mich kenne, wenn ich mal unterwegs bin, wird es auch kein kurzer Lauf.
Immer wieder lese ich über Streakrunning, gerne bei Ramona, und überlege, ob das auch was für mich wäre. Jeden Tag laufen, manchmal halt nicht so lang. Aber so recht kann ich mich dazu nicht aufraffen. Manchmal bin ich ganz froh, nichts zu machen oder eben auch mal eine längere Tour mit dem MTB zu machen. Und an so Tagen wie heute, an denen der Schweinehund so gar nicht mag, habe ich eben nicht das Muss zu laufen. Und gerade deswegen gehe ich jetzt laufen!

24 Oktober 2010

Der Alb Marathon: ein Muss im Läuferleben

Zurück vom Alb Marathon weiß ich noch gar nicht recht, was ich schreiben soll. Ich habe so viele neue Eindrücke mitgebracht, dass ich gar nicht weiß, wie ich sie "zu Papier" bringen soll. Aber vorneweg: Es war anstrengend, aber toll.
Ein Lauf, den man mal gemacht haben muss. Ich fahre bestimmt wieder hin. Ein bisschen hat es mich an die Harzquerung erinnert, nicht nur der tollen Landschaft und Strecke wegen. Nein, auch hier empfand ich es, obwohl viel größer als im Harz, als sehr familiär.
Keine Hektik bei der Startnummernaus- und Gepäckabgabe. Man kennt sich, man trifft sich, der Ultra hat die Ruhe weg. So auch beim Start. Ich bin gerademal zwei Minuten im Startblock, schnell noch das obligatorische Startbild, dann geht's auch schon los.
Raus aus der Stadt. Die ersten 10 Km erinnern mich an meine Heimlaufstrecken, leicht wellig, nichts Schlimmes. Auch zwischen den Bergen ist nichts Dramatisches. Die drei Aufstiege, insgesamt fast 1100 Hhm) und auch teilweise die Abstiege haben es allerdings in sich. Mittlerweile weiß ich auch, dass Gehen bei diesen Anforderungen keine Schande ist. Und es tut gut, so kann ich ein paar Körner sparen. Zwischendrin glaubte ich nicht, dass Km 25 jemals kommt. Der Weg dorthin ist mehr als steil und runterwärts auch noch glatt. Vorsicht ist geboten. Aber der Ausblick ist immer wunderschön. Immer wieder halte ich an, um Bilder zu machen und am Ende habe ich über 100 Bilder.
Ein Nachteil der schönen Aussicht war aber, dass man oft gesehen hat wo die Läufer vor einem sind. Und zu wissen, was noch auf einen zukommt, war manchmal nicht schön. Ab Km 43 wird man dann endlich belohnt. Es geht leicht abschüssig nach Schwäbisch Gmünd zurück. Da kann man sogar nochmal richtig Tempo machen.

Ich hatte kein Zeitziel, die Stecke war schwer. Aber schon lange nicht mehr ist mir ein Lauf so leicht gefallen. Km 10 kam schnell, obwohl ich doch langsam unterwegs war. Km 25 kam gefühlt nie. Und dann war er doch da. Km 40 kam viel schneller als erwartet und ab dem Marathon lief es dann eh von alleine.
Es war so ein Lauf bei dem einfach alles Spaß gemacht hat. Zu keiner Zeit habe ich mich gefragt, was ich hier mache, gesagt, dass ich so was nie wieder mache. Ich hatte viel Spaß unterwegs mit den verschiedensten Mitläufern. Ich bin stolz auf mich, denn ich habe dieses Lauf ganz alleine bestritten, bis auf kurze Abschnitte, in denen ich mit Unbekannten zusammen lief. Ich habe mich stark und gut gefühlt und bin zufrieden im Ziel angekommen.

Die Veranstaltung war gut organisiert, alles hat prima geklappt. Selbst der Zielschluss wurde kurzerhand verlängert, weil zwei Läufer unterwegs waren, kurz vor dem Ziel. Auch auf die wurde gewartet. Ich habe noch keine Veranstaltung erlebt, wo das vorgekommen ist.

Hier habe ich euch meine Eindrücke "mitgebracht".

20 Oktober 2010

Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd

Am Samstag ist es endlich soweit. Ich starte beim Alb Marathon in Schwäbisch Gmünd. Ein lang gehegtes Vorhaben kann ich endlich in die Tat umsetzen. Schon 2008 habe ich damit geliebäugelt, die 50 km dort zu laufen, aber dann startete ich beim Nizzamarathon. Für 2009 hatte ich es mir dann ganz fest vorgenommen. Aber eine Startkarte für New York wog dann doch mehr.
Dieses Jahr kann mich eigentlich nur eine Erkältung stoppen, die ich mir letzte Woche zugezogen habe.
Letzte Woche konnte ich nochmal gut trainieren. Ein langer, langsamer Lauf am Montag. Am Mittwoch ein Lauf über 100 Minuten in mittlerem Tempo. Am Freitag ein langer Lauf in Halbmarathontempo und am Samstag ein 11 Km-Tempolauf. Wobei die beiden letzten Läufe so schnell eigentlich nicht geplant waren.
Ich habe mir einige Tage Wellness in Bad Füssing gegönnt. Neben Schwimmen im Thermalwasser und wohltuenden Massagen bin ich eben auch zweimal gelaufen. Dort ist es "brettleben". Wenn man, wie ich, im Veldensteiner Forst trainiert, so stehen Hügel auf der Tagesordnung. Und wenn's dann eben ist, läuft man schneller. Das es so schnell war, habe ich mal wieder gar nicht wahrgenommen. Es lief gut, die Landschaft bzw. Strecke war einfach wunderschön. Ich konnte die Gedanken schweifen lassen und habe einfach nur genossen.
Gestern bin ich dann nochmal flotte 12 Km gelaufen und wenn ich mich morgen gut fühle laufe ich nochmal ein paar Kilometer. Die Erkältung behindert mich gar nicht, ich fühle mich nicht schlapp.
So kann ich meinem ersten Europacuprennen mit gutem Gefühl entgegen sehen. Klingt toll, oder? Europacuprennen ... Naja, vorne werde ich wohl nicht mitlaufen, aber Spaß werde ich haben. Ich habe ja schon Rodgau und die Harzquerung "überlebt". Ich weiß also was auf mich zukommt.
Außerdem freue ich mich auf einige Bekannte, die dort gemeldet haben. Und ich hoffe, dass ich Jörg kennenlerne. Sein Blog heißt auch "laufen und mehr".
Das Wetter soll auch ganz ordentlich werden, Kerstin-Laufwetter halt. Sonne und um die 12°, vor allem kein Regen, das ist wichtig. Alles andere wird sich ergeben.

13 Oktober 2010

Was für eine Leistung

Tagtäglich wird über Leistungen, ob gut oder schlecht, von Profisportlern berichtet. Ab und an liest man auch über den ein oder anderen Breitensportler einen Bericht. Ich möchte hier von Christian Hirsch berichten, der als erster deutscher Sportler mit Down-Syndrom einen Marathon gefinisht hat.


Menschen mit Down-Syndrom haben einen anderen Stoffwechsel und gelten als nicht so belastbar und ausdauernd.

Schon in Karlsruhe lief Christian 30 Km. Und mit der Unterstützung seiner Freunde und Coaches des Laufclub 21 lief er gerade mal drei Wochen später den Marathon. Hier ist der Bericht.
Ich konnte leider in München nicht dabei sein, aber den ganzen Tag habe ich fest an Chrstian gedacht, ihm die Daumen gedrückt. Und als ich abends per Telefon erfuhr, dass er den Marathon geschafft hatte ... ich habe mich so für ihn gefreut.

Wieder einmal mehr haben Menschen mit Down-Syndrom bewiesen, dass sie nicht am Rande der Gesellschaft stehen, nein, sie sind Sportler, Läufer, so wie du und ich. Getreu ihrem Motto "Ich kann laufen so wie du und ich laufe auf dich zu." Ich bin stolz, mit ihnen laufen zu dürfen.

11 Oktober 2010

Ein Herbstlauf










Heute war so tolles Laufwetter, dass ich gleich nach der Arbeit los bin, um mal wieder ein
bisschen länger zu laufen. Diesmal habe ich auch die Kamera nicht vergessen. So bin ich ganz langsam über 20 Km gelaufen, war über 2 Stunden unterwegs. Mittlerweile sind alle Felder abgeerntet, die Wiesen ein letztes Mal gemäht und die Bäume färben sich langsam.










05 Oktober 2010

Stadtlauf Nürnberg

Am Sonntag war es wiedermal so weit: Der Stadtlauf Nürnberg, traditionell am 3. Oktober. Traditionell will ich dort nicht starten, traditionell melde ich mich in fast allerletzter Sekunde, traditionell komme ich begeistert davon zurück. So auch diesmal wieder. Warum ich dort nicht starten will? Weil jeder Lauf, den ich in Nürnberg mache und den Wöhrder See geht. Und weil ich die Strecke des Stadtlaufs nicht mag, besonders den Berg beim "Waschtrog Friedrich" - Kopfsteinpflaster!
Warum ich dann doch starte? Weil der Lauf praktisch vor der Haustür ist. Da ist Starten ja fast schon Pflicht. Dieses Mal noch mehr, denn auch der Laufclub 21 lief dort und auch ich trug das Vereinsshirt.
Warum ich begeistert zurück komme? Weil in den letzten Jahren eigentlich immer irgendetwas "passiert" ist, über das ich mich freue.



Dieses Jahr fing es damit an, dass ich vor dem Start Nils Schumann traf, Olympiasieger über 800 m in Sydney. Bereitwillig ließ er sich mit mir fotografieren, nicht nur für die Galerie des Laufclub 21.





Außerdem wollte ich den Halbmarathon ganz entspannt laufen. Ein Trainingslauf auf dem Weg nach Schwäbisch Gmünd. Ohne Druck laufen, einfach so, wie es halt geht. Sich nicht über die Zeit ärgern. Ich wollte im Wohlfühltempo bis Km 19 laufen, mich dort mit der Marathonstaffel treffen und dann mit ihnen gemeinsam ins Ziel laufen. Die Frage war, ob ich das kann. Gemütlich, ohne Druck und wenn es eine gute Zeit wird, dann nicht doch durchlaufen, sondern auf die Zeit pfeifen und mit den Marathonis einlaufen? Kann ich das, ehrgeizig wie ich bin!


Es ging. Wieder einmal habe ich eine Seite an mir entdeckt, die ich bis dahin nicht kannte. Locker und leicht, oder soll ich sagen gemütlich, bin ich mit Armin und Betty vom Laufclub 21 einen 5:30 min/Km Schnitt gelaufen. Bei Kilometer 19 standen dann schon alle und haben auf uns gewartet. Es hat riesig Spaß gemacht, mit allen ins Ziel zu laufen. Diesmal fielen wir so richtig auf, denn wir waren die Einzigen im weißen Laufshirt. Alle anderen trugen ein Orangenes.
Anita hat auch schon ihren Bericht mit Bildern online gestellt. Lest und schaut hier.

Am Montag war dann Ruhetag. Nicht ganz, ich war ein bisschen Radfahren, locker radeln, sozusagen. Wobei mir das bei dem tollen Wetter wirklich schwer gefallen ist. Es war echtes Kerstin-Laufwetter.

Heute war ich dann wieder in Laufschuhen unterwegs. Ich lief 7,6 km, meist leicht bergab, in flottem Tempo und hatte vor, die gleiche Strecke wieder zurück zu laufen. Auch wenn dies bedeutete, hauptsächlich bergauf zu laufen. Eigentlich hatte ich gar nicht vor auf Tempo zu laufen, aber wie so oft, wenn man sich nichts vornimmt, es wurde ein Tempolauf der besonderen Art. Denn rückwärts, also immer leicht bergauf, war ich noch schneller als bergab. Wie das gegangen ist weiß ich nicht, es lief einfach. So habe ich für den Rückweg 2 Minuten weniger gebraucht als bergab. Ich habe mich zu keiner Zeit müde gefühlt.
Sichtlich hat der Trainingshalbmarathon in Nürnberg gut getan.


29 September 2010

Läufergedanken

Als ich heute meine Runde drehte, wieder einmal langsam aber mit Genuss, ging mir viel durch den Kopf:
Es pfeifen fast keine Vögel mehr - wie toll war das bei meinen Morgenläufen, wenn sie erwacht sind.
Die Sonne wärmt noch ein bisschen, aber die Luft ist schon kühl. Wunderschön, echtes Kerstin-Laufwetter.
Der Farn ist schon braun.
Die Laubbäume färben sich langsam.
Die Erde ist feucht, auf Laub ist es rutschig aber es läuft sich gut.
Die Ruhe im Wald ist einfach traumhaft.
Morgen muss ich unbedingt eine Kamera zum Laufen mitnehmen und den Herbst fotografieren.
Die Sonnenblumen sind einfach traumhaft.
Wie schnell war ich doch in Karlsruhe unterwegs und wie langsam bin ich jetzt.
Ich freue mich auf den Stadtlauf in Nürnberg. Es soll ein Trainingslauf sein, kein Kampf gegen die Uhr. Lasse ich sie einfach zu Hause? Kann ich das überhaupt?
Jetzt, nach dem Lauf, fühle ich mich rundum wohl und zufrieden. Genau so stelle ich mir einen Genusslauf vor.

27 September 2010

Regenerationsläufe in den Herbst

Genau einen Tag habe ich es ausgehalten, nicht zu laufen. Am Dienstag war ich schon wieder in meinen Laufschuhen. Auch wenn mir das Laufen extrem schwer gefallen ist, musste ich einfach bei dem tollen Wetter raus. Ich bin ganz langsam gelaufen, die Berge gegangen. So habe ich in der Stunde auch nur 9 Km geschafft. Aber ich war glücklich in der Natur zu sein. Ein supersonniges Plätzchen auf einer Bank habe ich auch gefunden und mir zehn Minuten Sonne, Ruhe und Pause gegönnt. Das habe ich noch nie während eines Laufs gemacht. Es hat mir aber gut getan.
Mittlerweile hat der Herbst schon Einzug gehalten. Die Sonne wärmt nicht mehr ganz so wie im Sommer. Der Wind ist teilweise ganz schön kalt. Die Felder sind abgeerntet, die Wiesen abgemäht und die Bäume werden langsam bunt. Und auf manchen Wegen liegen schon die ersten Blätter.
Endlich habe ich auch die 2000 Laufkilometer erreicht. Letztes Jahr hatte ich die schon Ende August. Aber auch im September hatte ich wieder eine Woche ohne Laufkilometer. Dafür mit 280 Radkilometern.
Am Sonntag laufe ich beim Stadtlauf in Nürnberg den Halbmarathon. Allerdings werde ich diesen Lauf als Trainingslauf in Wettkampftempo sehen. Denn 1. läuft auch dort der Laufclub 21, mit dem ich ins Ziel einlaufen will und 2. laufe ich am 23. Oktober den Alb Marathon Schwäbisch Gmünd. Ich habe vor, die erste Runde in flottem Tempo zu laufen und die zweite Runde dann gemütlich mit den Marathonis ausklingen lassen.
Morgen mache ich erstmal nach sieben Lauf- und Radtagen einen Tag Pause. Mittwoch und Donnerstag plane ich dann noch zwei lockere Läufe und am Sonntag dann den Halbmarathon.

20 September 2010

Karlsruhe-Marathon

Mit gemischten Gefühlen fuhr ich gestern mit dem Laufclub 21 nach Karlsruhe zum Marathon. Nachdem mir in den letzten Wochen das Laufen sehr schwer gefallen war, hatte ich keine Ahnung, wie der Marathon laufen würde. Dementsprechend hatte ich mir eine Zielzeit um die 4:15 h vorgenommen. Aber auch, wieder den Spaß am Laufen zu finden. Das Wetter versprach traumhaft zu werden. Sonnig, aber nicht allzu warm, so wie ich es mag.
Die Begrüßung der Marathonis, Coaches und Eltern war herzlich und die Zeit bis zum Start verging wie im Flug. Ich hatte gar keine Zeit über den Lauf nachzudenken. Schon wenige Meter nach dem Start merkte ich, dass es gut lief. Eigentlich viel zu schnell. Aber wie immer ließ ich es laufen, denn langsamer werde ich von alleine. Und zwischen Km 8 und 9 war auf einmal auch die Freude am Laufen wieder da. Ich weiß nicht, was der Auslöser war. Die Musik, die ich hörte, die Zuschauer, die Mitläufer?

Nach 1:53 h war ich beim Halbmarathon. Während einem Marathon war ich noch nie so schnell. Nach 2:45 h war ich bei Km 30. Leider konnte ich das Tempo dann nicht mehr halten. Es machte mir auch nichts aus, als ich festsellte, das ich die sub 4 h nicht schaffen würde. Ich sagte mir auch eine Zeit knapp über 4 h ist eine tolle Zeit. Und ich war zufrieden, als ich im Ziel meine Uhr bei 4:02 h stoppte. Neben einer roten Rose und der Medaille wurde ich mit Platz 81 von 233 Frauen belohnt.
Dann aber schnell zurück zu Kilometer 40. Denn dort war Treffpunkt der Down Syndrom Staffel. Wie schon in Würzburg wollte wir alle gemeinsam ins Ziel einlaufen. Das diese zwei Kilometer einmal mehr Emotionen pur waren, muss ich wohl nicht schreiben. Bilder und weitere Berichte findet ihr hier und hier.
Heute lege ich einen Ruhetag ein. So schön der Marathon war, so viel wie heute hat mir nach einem Marathon schon lange nicht mehr wehgetan. Dabei kann ich es eigentlich nicht erwarten, bei diesem tollen Wetter wieder zu laufen. Vielleicht lag ja die Laufunlust auch nur am Wetter.

14 September 2010

Der Rennsteig - Keine optimale Marathonvorbereitung

Letzte Woche habe ich teilweise damit zugebracht, den Rennsteig mit dem Mountainbike zu fahren. Keine einzigen Meter bin ich gelaufen. Dafür bin ich in 4 Tagen insgesamt 280 km geradelt und habe dabei fast 3400 Höhenmeter gemacht. Da ich mit dem Mountainbike unterwegs war, hatte ich mich entschieden, nicht den Radweg sondern den Wanderweg zu fahren. Das hieß jede Menge Wurzeltrails, die nicht immer einfach zu fahren waren. Aber es hat riesig Spaß gemacht. Mit dabei waren 5 Kg Gepäck am Rücken, die mich nicht behindert haben, wie ich das befürchtet hatte.

Der Weg ging über den Inselsberg, vorbei am Biathlonstadion in Oberhof und so war das Bild am Grenzadler ein Muss. Auch über den höchsten Berg Thüringens, den großen Beerberg, musste ich fahren. Ein herrlicher Ausblick war der Lohn dafür. Nächstes Jahr möchte ich den Rennsteiglauf mitmachen, aber nachdem ich die Strecke abgefahren bin, habe ich gehörigen Respekt davor. Da werde ich vorher ordentlich trainieren müssen, um einigermaßen gut durchzukommen.
Am Sonntag laufe ich den Karlsruhe-Marathon. Ich hoffe, dass ich einigermaßen gut durchkomme, denn meine Laufbilanz sieht im Moment nicht so toll aus. Aber ich wird das Beste daraus machen. Spaß haben und Ankommen lautet mein Ziel. Und vielleicht war das Radfahren ja doch die richtige, alternative Marathonvorbereitung.

03 September 2010

Eine verfrühte Jahresbilanz

Eigentlich ist ja Montag Lauftag, immer. Aber diesen Montag war gar nicht daran zu denken. Es hat in Strömen geregnet, dass sogar ich zu Hause geblieben bin. Am Dienstag habe ich dann einen weiteren Ruhetag eingelegt. Ich hatte nachmittags einen Termin und wollte danach noch laufen. Doch als ich endlich Zeit hatte, hat es wieder zu regnen angefangen.

Am Mittwoch hat dann endlich alles gepasst. Zeit und Kerstin-Laufwetter. Da hat mich nichts gehalten. Ich bin einen Teil des fränkischen Gebirgsweg gelaufen. Und wie so oft kommen einem ja da die „dümmsten“ Gedanken.
Den
Mauerweg rund um West-Berlin bin ich gelaufen. 38 km des Frankenwegs auch schon. Ultramicha ist am Wochenende am alten Kanal von Beilngries nach Fürth gelaufen. Warum nicht mal ein längeres Stück auf dem fränkischen Gebirgsweg laufen? Ich befürchte, dass mich dieser Gedanke nicht mehr loslässt. Ob ich das dieses Jahr noch mache, weiß ich nicht, denn jetzt fängt ja die Wettkampfsaison an. Und geplant muss das ja auch werden. Außer dem Karlsruhemarathon habe ich noch nichts gemeldet. Dort laufe ich wieder mit dem Laufclub 21. Darauf freue ich mich besonders.

Allerdings bin ich mit meinem Trainingszustand nicht zufrieden. Langsam und lang kann ich laufen, an Tempo ist im Moment aber nicht zu denken. Auch habe ich mein Jahresziel neu definiert. So wie es ausschaut, werde ich in diesem Jahr wohl mehr Radkilometer als Laufkilometer zusammenbringen. Eigentlich wollte ich die 3000 Laufkilometer vom letzten Jahr toppen, nach vier Monaten hatte ich auch 120 Km mehr als zur gleichen Zeit 2009. Mittlerweile habe ich allerdings 150 Km weniger als letztes Jahr zur gleichen Zeit. Ein bisschen deprimiert mich das schon.
Noch sind es vier Monate bis zum Jahresende. So habe ich beschlossen, Jahreskilometer Jahreskilometer sein zu lassen, Bestzeiten Bestzeiten sein zu lassen und bei jedem Training und jedem Wettkampf einfach nur Spaß haben. Ganz ohne Druck. Zeiten egal. Gut fühlen, dabei sein, dass ist wichtig. Und natürlich das „Drumrum“ wahrnehmen und genießen. Das vergesse ich manchmal bei Kilometer- und Zeitenjagd.

24 August 2010

Eine ganz normal Trainingswoche

Die Zeit vergeht und es gibt nichts Neues zu vermelden. letzte Woche war ein ganz normale Laufwoche. 62 Km gelaufen, 82 Km mit dem MTB gefahren. Allerdings bin ich nur drei- anstatt viermal gelaufen. Dafür habe ich am Mittwoch einen 30 Km Lauf gemacht. Ich glaube den letzten Trainingslauf in dieser Länge habe ich vor dem Rodgau Ultra im Januar gemacht. Diese langen Trainingsläufe mag ich einfach nicht. Aber am Mittwoch hatte ich so richtig Lust dazu. Das Wetter hat ja auch gepasst.
Gestern bin ich auch gelaufen, aber es war so schwül und es ist mir extrem schwer gefallen. Ich war froh als ich wieder daheim war. Marco berichtet ja mittlerweile aus Shanghai und schreibt von Schwüle und 35°. Bei uns waren es nur 25° aber das Laufen hat nicht wirklich Spaß gemacht. Ich beneide ihn nicht um seine Trainingsbedingungen.

16 August 2010

Unendlich Laufen

Heute war wieder mal so ein Tag. So ein Tag, an dem ich eigentlich keine Lust hatte zu laufen. Aber Montag ist Lauftag - seitdem ich laufe. So habe ich mit dem Laufen angefangen. Immer Montags, 17 Uhr, im Winter früher. Fester Tag, feste Zeit, nichts konnte mich abhalten. Und so ist es heute noch. Montag ist Lauftag, da fängt die Woche gut an. Manchmal fällt es aber auch schwer zu starten.
So wie heute. Dabei war es mein Wetter, kühl, ab und an Regen, aber der stört nicht. Aufgerafft, Schuhe an und raus. Schon auf den ersten paar Metern habe ich gemerkt, dass es heute gut läuft. Nichts hat weh getan, keine schweren Beine, so schön wie schon lange nicht mehr. Über die Strecke habe ich mir keinen Kopf gemacht, aber Straße laufen wollte ich nicht und so habe ich nahezu keinen Feldweg ausgelassen. Durchs Mountainbiken finde ich immer wieder neue Wege und heute bin ich einen davon gelaufen.
Ich habe mich so gut gefühlt, ich hätte ewig weiterlaufen können, Stundenlang, Kilometerlang. Aber ich musste nach Hause, hungrige Kinder und eine Pastaparty
haben auf mich gewartet.
Aber es war seit langem mal wieder ein wunderschöner Montagslauf und er hätte unendlich sein können.

12 August 2010

Abendläufer

Komme gerade von einem Abendlauf zurück. Die ganze Woche ist mir das Laufen schwer gefallen. Die Beine waren schwer und der Schweinehund wollte überhaupt nicht aus seiner Hütte raus. Ich glaube ich bin doch mehr ein Abendläufer. Morgens und nachmittags fällt mir das Laufen manchmal doch sehr schwer. Oder liegt es doch nur am Sommerwetter? Heute Abend war die Luft einfach herrlich und mit 17° sehr angenehm. Halt echtes Kerstin Laufwetter.
Montag und Dienstag bin ich über 90 Minuten gelaufen, gestern und heute "nur" 45 Minuten. Das war auch mal ganz schön, so "kurz" zu laufen. Dabei kam ich auf den Gedanken, ob ich nicht doch ein
Streaker werden soll. Jeden Tag laufen, mal kurz, mal lang und nicht wie jetzt viermal die Woche. Allerdings habe ich so immer drei Ruhetage, die ich beim streaken nicht mehr habe. Und mein Mountainbike will ich ja auch noch bewegen. Aber eine Überlegung ist es trotzdem wert.

10 August 2010

So langsam ...

...komme ich wieder in Schwung. Letzte Woche habe ich schon fast wieder meinen Laufumfang vor meiner Ruhepause und Laufunlust erreicht. Na gut, das Wetter lädt ja auch zum Laufen ein. Trotzdem wäre mir ein warmer Sommer lieber. Übers Wochenende war ich in der am Bodensee zum Radeln und Wandern. Am Sonntagmorgen auf den Berg gehen war anstrengend, aber sowohl die Aussucht als auch die aufgehende Sonne haben die Anstrengung wieder wett gemacht.
Gestern fiel mir das Laufen dann aber schwer. Trotzdem habe ich einen herrlichen Lauf durchs Flembachtal gemacht. Auch heute war ich wieder unterwegs, eine flachere Tour als gestern, soweit das bei uns geht. Aber auch heute lief es nicht rund. Trotzdem werde ich jetzt noch eine MTB-Tour machen. Schließlich will ich das Wetter ausnutzen, nachdem ab morgen ja schon wieder schlechteres Wetter gemeldet wird.

02 August 2010

Wenn ich so weitermache ...

... dann habe ich dieses Jahr mehr Radkilometer als Laufkilometer. Im Moment habe ich etwas über 1600 Laufkilometer und knapp 1200 Radkilometer. Die 4 Wochen Laufpause und die darauffolgende Laufunlust machen sich doch bemerkbar.
Mittlerweile bin ich wieder so richtig im Laufen drin. Meine Sommergrippe habe ich auch endlich los, die Freude am Laufen habe ich auch wieder gefunden und so habe ich ganz spontan für den
Karlsruhe-Marathon gemeldet. Besonders freue ich mich darauf, dass ich dort wieder mit meinen Lauffreunden vom Laufclub 21 gemeinsam starten werde.


In den letzten Wochen war ich nicht nur mit dem Rad und per Laufschuh unterwegs. Nein, ich habe mir die Schiessanlage Hochbrück angeschaut und auf dem Treppchen getestet, wie sich Olympiasieger, Weltmeister und Europameister fühlen, wenn sie aufs Treppchen springen.



Und im
Römer- und Bajuwarenmuseum Kipfenberg habe ich mich für kurze Zeit in einen römischen Krieger verwandelt. Alle Achtung, schon alleine das Kettenhemd wiegt 16 Kg, dazu Schwert, Messer, Helm und Schild und die ganze restliche Ausrüstung. Ich war froh, dass ich mich nicht auch noch bewegen musste.





Und endlich habe ich es auch einmal geschafft die Allianz-Arena in München zu besichtigen. Absolut beeindruckend. Wenn ich mich auch frage, wie man dort Fußball spielen kann, wenn das Betreten des Rasen verboten ist.

26 Juli 2010

Krank

Langsam komme ich wieder so richtig ins Laufen. Und jetzt erwischt mich die Sommergrippe. Husten und Schnupfen wären ja gar nicht so schlimm, aber ich bin so furchtbar schlapp. Heute war deshalb an Laufen gar nicht zu denken. Dabei herrschen im Moment ideale Laufbedingungen. Zumindest für mich. Es ist kühl, ab und an regnet es. Aber es soll die Woche über so bleiben. So hoffe ich, dass ich morgen wieder laufen kann.
Heute habe ich das Beste aus dem unfreiwilligen Ruhetag gemacht. Ich habe mich ausgeruht und mir eine Massage gegönnt. Beides hat mir wirklich gut getan.
Jetzt hoffe ich, dass es mir morgen wieder so gut geht, dass ich wenigstens eine kleine Runde laufen kann.

21 Juli 2010

Laufen, Radeln, Ruhepause

Auch diese Woche behalte ich den Morgenlauf bei. Es ist so schön kühl in der Früh. Und das Aufstehen fällt mir gar nicht schwer. Gestern und heute morgen hatte ich allerdings während des Laufens Rückenprobleme. Gestern habe ich es auf die alten Schuhe geschoben. Aber heute? Bin in mich gegangen und habe überlegt, warum der Rücken weh tut. Letzte Woche bin ich jeden Tag gelaufen, dazu drei Mal Rad gefahren. Nur am Samstag habe ich einen Ruhetag eingelegt. Vielleicht liegt es daran. Heute fühle ich mich auch schon des ganzen Tag schlapp. So als würde eine Sommergrippe im Anmarsch sein. Ich glaube, morgen lege ich mal einen Ruhetag ein. Das heißt also Ausschlafen, zumindest bis 5:30 Uhr. Zum Wochenende soll es ja kühler werden, dann kann ich auch wieder zu "normalen" Zeiten laufen.

16 Juli 2010

morgendliche Streakwoche

Jetzt bin ich diese Woche doch fast jeden Morgen gelaufen. Nur am Donnerstag hat es geregnet, da habe ich beschlossen weiter zu schlafen und erst nachmittags zu laufen. Es war gar nicht so schlimm so früh aufzustehen. Ich habe mich ja schon fast darauf gefreut, in der Morgenfrische zu laufen. Auch das Schauspiel am Himmel war jeden Morgen auf seine Weise faszinierend. Das Bild entstand übrigens auf dem Weg zur Arbeit, so gegen 6:20 Uhr am Donnerstagmorgen. So langsam hatte sich die Sonne durch die Wolken gekämpft. In Natura war es allerdings noch viel schöner als auf dem Bild. Aber dank Handy konnte ich es wenigstens fotografieren.
Trainingtechnisch bin ich fast wieder in voller Fahrt. Wobei ich bei meinen Morgenläufen nur eine Stunde unterwegs bin. Damit sind meine Einheiten kürzer als normal. Aber das ist ok. Denn diese Woche waren noch zwei Radeinheiten mit je 35 Km dabei und am Sonntag bin beim Challenge-Roth als Zuschauer. Da ich auch dort mit dem Rad unterwegs bin, werde ich wohl auch noch einmal über 30 Km zusammenbringen. Ich denke im Sommer darf man mal ein bisschen weniger laufen, ohne dass das gleich viel ausmacht.

13 Juli 2010

Wiederholungstäter

War heute morgen schon wieder unterwegs. Und wie gestern war es einfach nur wunderschön. Wobei ich heute ein bisschen länger unterwegs war.
Gestern hat es endlich mal geregnet, was aber heute Schneckenalarm bedeutet hat. Ich weiß gar nicht, wo die tausende von Nacktschnecken während der Hitze waren. Aber sie haben es (leider) überlebt.
Fühle mich so richtig gut heute.

12 Juli 2010

Morgenlauf

Jetzt habe ich es doch getan. Heute morgen um 4:15 Uhr hat der Wecker geklingelt. Ich fühlte mich gut, also raus aus dem Bett und rein in die Laufschuhe. Hätte ich mich nicht gut gefühlt, so wäre ich liegengeblieben und erst um 5:30 Uhr "ganz normal" aufgestanden.
Es hat noch gedämmert als ich los bin, aber es war ein tolles Gefühl. Kühl, ganz ruhig, keine Autos. Das erste Mal seit langem konnte ich richtig flott laufen. Ich denke, dass lag vor allem an der Kühle. 17° sind einfach mein Laufwetter. Ich bin, wie damals beim Mauerwegslauf, in den Tag hineingelaufen. Und wusste gar nicht, das ich so früh schon so schnell sein kann.
So ein Morgenlauf ist, bis auf das frühe Aufstehen, wirklich toll. Ich habe mich so richtig gut danach gefühlt. Selbst die Hektik in der Arbeit hat mir nichts ausgemacht. So ein Morgenlauf ist doch nicht schlecht im Sommer.

08 Juli 2010

Hitzetraining

Seit 1. Juli habe ich das Lauftraining wieder konsequent aufgenommen. Schnell bin ich nicht, aber die langsamen Läufe sollen ja auch ein Menge bringen. Und davon habe ich mehr als genug. Das Tempo kommt bestimmt mit der Zeit wieder. Wobei ich auch viel auf die Hitze schiebe. Obwohl ich abends laufe, hat es oft noch 28°. Aber was soll ich tun? Nachdem ich bereits um 7 Uhr zu arbeiten beginne, ist an morgens in der Kühle laufen nicht zu denken. Da ich im Schnitt 90 Minuten laufe, müsste ich, um das zu schaffen, bereits um 4 Uhr aufstehen. Nein, dann doch lieber wenn es warm ist. Oder ich laufe kürzer, aber dann jeden Tag. Aber jeden Tag gegen 4:30 Uhr aufstehen? Nein, jeden Tag laufen will ich auch nicht. Die letzten Jahre bin ich immer gut durch die Sommerhitze gekommen, so werde ich es auch dieses Jahr wieder schaffen. Es ist halt nach fast 6 Wochen Pause einfach eine gewisse Überwindung notwendig. Wenn ich dann laufe, macht es Spaß, so wie vor der Pause. Und Tempo langt im Wettkampf.

30 Juni 2010

Kitzalpbike: Eine Herausforderung am Mountainbike

Noch immer habe ich keine rechte Lust zu laufen, also warum nicht Wettkampfluft beim Mountainbiken schnuppern.
Das habe ich
letztes Jahr auch schon gemacht, beim Ironbike in Ischgl. Diesmal zog es mich nach Kirchberg zum Kitzalpbike. Die Strecke: 24 Km, 800 Höhenmeter. Ein Singletrail bergab, 3 Km lang. Nicht immer konnte ich am Rad bleiben, gerade bergab war es mir manchmal zu steil oder zu steinig. Aber ich habe es geschafft. Ohne Sturz, manchmal mit schieben. Auch durchs Wasser bin ich gekommen, ohne nass zu werden. Aber es hat Spaß gemacht und das war das Wichtigste.
Insgesamt war ich fünf Tage in Kirchberg, fünf Tage Mountainbiken: 220 Km und ca. 2000 Höhenmeter. Kraft und Ausdauer habe ich da auf jeden Fall bekommen.
Und ab morgen beginne ich auch wieder mit ernsthaftem Lauftraining. Im Juni habe ich gerade Mal 70 Laufkilometer zusammen gebracht. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so wenig gelaufen bin. Normalerweise laufe ich das in einer Woche. Wobei ich morgen bestimmt erstmal meinen Schweinehund aufscheuchen muss. Denn obwohl ich das schöne, warme Wetter genieße, Kerstin-Laufwetter ist das nicht.

20 Juni 2010

Radln durch die fränkische Schweiz

Meine Regeneration ist seit letzter Woche beendet. Aber irgendwie habe ich keine rechte Lust zu Laufen. Etwas, was ich mir Mitte Mai gar nicht vorstellen konnte. Aber ich denke das kommt wieder. Ich bin jetzt erst zweimal gelaufen. Und das ist mir sehr schwer gefallen. Im Moment macht das Radeln einfach mehr Spaß. Gibt ja auch Kraft und Kondition.

Gestern habe ich eine tolle Tour durch die fränkische Schweiz gemacht. Obwohl das Wetter nicht unbedingt hochsommerlich ist, sieht man der Natur den Sommer trotzdem an. Mohn- und Kornblumen blühen herrlich in und an den Feldern. Im Wald ist es allerdings nach dem vielen Regen der letzten Tage noch sehr matschig. Entsprechend dreckig habe ich gestern dann auch ausgeschaut. Und vom frischgeputzten Rad ist nicht mehr viel zu sehen. Aber ein Mountainbike soll ja dreckig sein.

09 Juni 2010

Zu heiß, um irgendetwas zu machen

Eigentlich wollte ich heute mein Mountainbike putzen. Damit es zumindest wieder so ähnlich ausschaut wie auf dem Bild, da war es neu. Gut, ein Mountainbike muss dreckig sein. Aber es war so verdreckt, das es einfach mal geputzt werden muss. Den groben Dreck habe ich mit dem Hochdruckreiniger entfernt, aber der Rest ist Handarbeit. Außerdem muss ich die Kette schmieren und die Bremsen quietschen auch wieder. Aber heute ist es so schwül-heiß, das mir selbst Fahrrad putzen zu anstrengend ist. Eigentlich wollte ich gegen Abend ein bisschen radeln, aber ich glaube auch das ist mir zu viel. Ans Laufen denke ich gar nicht. Dafür ist absolut nicht mein Laufwetter. Seit dem Würzburg-Marathon bin ich keinen Meter mehr gelaufen. Das Nichtstun hat mir wirklich gut getan. Aber ab nächster Woche werde ich mit dem Training wieder Anfangen. Vier Wochen Regeneration ist genug.

31 Mai 2010

150 000 Laufkilometer

Ausgeschrieben: Einhundertfünfzigtausend Laufkilometer, das ist viermal um die Erde. Verrückt, oder? Nein, der Wahnsinn.
Keine Sorge ich spreche nicht von mir. Nein, die Rede ist von Robert Wimmer (Bild: mit mir beim Mauerwegslauf)
Er will am Freitag den 24 h Weltrekord verbessern - am Laufband wohlgemerkt. Also nichts mit abwechselnder Landschaft, eher abwechselnde Zuschauer die an ihm vorbeilaufen. Der Rekord steht im Moment bei 247,3 Km. Das bedeutetet also mehr als 10 Km pro Stunde und das 24 Stunden lang. Ich drücke ihm die Daumen. Dabei sein kann ich leider nicht, denn das Ganze findet in Braunschweig statt. Lest hier mehr dazu.
150 000 Laufkilometer, da musste ich doch gleich mal schauen, wie viele ich schon in meinem Läuferleben erlaufen habe. So lang ist mein Läuferleben ja noch nicht, gerade mal 8 Jahre alt. Seit sieben Jahren notiere ich jeden Meter den ich laufe und habe in den sieben Jahren auch schon knapp 15 800 Km laufend verbracht.
Lauffreund Dieter hat im Jahr 2009 bei seinen Bergläufen einen vertikalen Halbmarathon zustande gebracht. Und beim Zusammenzählen seiner Wettkampfkilometer 3500 Km.
Die Wettkampfkilometer habe ich noch nicht ausgerechnet, kann aber noch kommen. Und wenn man solche "Bekloppten" im Bekanntenkreis hat ... wer weiß, was da noch alles auf mich zukommt.

24 Mai 2010

Atemtechnik

Letztens fragte mich ein Laufkollege, wie ich beim Laufen atme. Spontan konnte ich ihm diese Frage allerdings nicht beantworten. Atmung geht von alleine, wer achtet da schon drauf, wie man atmet. Grund genug, mich mit dem Thema auseinander zu setzen.
Bei der nachmittäglichen Trainingsrunde "beobachtete" ich meine Atmung. Das war ganz interessant. Ich atme meist durch den Mund ein und aus. Atmete ich durch die Nase, hatte ich das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen und wurde automatisch langsamer.

Und so im Nachhinein: Wenn man andere Sportler beobachtet, alle die schnell unterwegs sind haben den Mund offen. Bei meiner Recherche im Internet fand ich diesen Artikel, der meine Beobachtungen mehr oder weniger bestätigt.

16 Mai 2010

Jubiläumsmarathon in Würzburg: Ich war dabei

Im Ziel warten 4000 Liter alkoholfreies Weizen, 3 Europaletten Mineralwasser, 2 Europaletten Apfelschorle, 2400 Bananen und 5000 Laugenbrezen. Davor stehen 42,195 Km bei Kerstin-Laufwetter. Und eine Strecke, die es in sich hat. So oft bin ich noch nie am Ziel und an meinem Auto vorbeigelaufen. Ich weiß auch nicht, über wie viele Brücken ich gelaufen bin. Ich weiß nur, dass die Strecke nicht so eben war, wie angegeben.
Der Würzburg-Marathon ist kein Marathon für Bestzeiten, auch keiner für Erstläufer und trotzdem ... Eine tolle Organisation, gute Stimmung auf der Strecke, das entschädigt. Und das man sich bei 42,195 Km ab und an mal quälen muss, weiß wohl jeder der die Strecke schon einmal in Angriff genommen hat.
Nach der Harzquerung vor drei Wochen und dem BIG 25 letzten Sonntag, wollte ich beim Jubiläumsmarathon in Würzburg nur dabei sein. Denn mit am Start war auch die Marathonstaffel des Laufclub 21.
Zuerst lief ich den Marathon. Doch die Läufe der letzten Wochen steckten mir in den Knochen und so konnte ich von Anfang an nicht so locker laufen, wie ich das eigentlich wollte. Doch mit meiner Zeit von 4:06 h bin ich zufrieden.

Dann ging es zurück zu Kilometer 40, wo sich die Marathonstaffel treffen wollte. Von dort lief ich mit allen Marathonis die letzten beiden Kilometer.
Ich denke, das Bild drückt aus mit welcher Freude die Marathonis dabei sind. Aber auch mir macht es unheimlich Spaß, mit ihnen zu laufen. Der Zieleinlauf war einmal mehr Gänsehautfeeling pur.

Erste Bilder findet ihr hier und Text gibt es auch dazu.