31 Dezember 2009

Ein perfektes Laufjahr geht zu Ende ...

... mit einem perfekten Silvesterlauf in Nürnberg. Wie fast jedes Jahr hatte ich überhaupt keinen Drive diesen Silvesterlauf zu laufen. Es regnete in Strömen. Aber wir rafften uns auf, fuhren los und in Nürnberg war bestes Laufwetter. Kein Regen, 8°. Ich wollte das Jahr mit diesem Lauf ganz gemütlich auslaufen. Schließlich hatte ich meine 10 Km Bestzeit erst vor vier Wochen beim Forchheimer Nikolauslauf aufgestellt. Und der Gäns-Marathon steckte mir auch noch in den Knochen.
Aber ... es lief. Die ersten beiden Kilometer lief ich in 9:33 min und ich konnte locker mit dem "just for fun" Zugläufer "49:59" mithalten. Warum also nicht. Und so stoppte ich meine Uhr im Ziel bei, für mich, unglaublichen 49:54 min. Die Glückwünsche von Ultraläufer Robert Wimmer nahm ich überglücklich in Empfang. Ein perfektes Rennen am Ende eines perfekten Laufjahres.
Und noch ein bisschen Statistik. Dieses Jahr bin ich 3055,8 Km gelaufen und habe dazu 298 Stunden und drei Minuten gebraucht. Das ist ein Tageskilometerschnitt von 8,37 Km. Und acht Kilometer am Tag ist eigentlich nicht viel.
Das Jahr ist ausgelaufen, die Silvesterfeier kann kommen und morgen wird das neue Jahr eingelaufen.
Lauft gut rüber, wir werden uns schon mal über den Weg laufen nächstes Jahr eure marathonwoman.

Kein Jahresrückblick

Auf dieses Jahr zurückblicken, ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Es war das perfekte Laufjahr für mich. Angefangen beim 6-Stunden Lauf mit fast 60 Km, Bestzeiten bei den 10 Kilometer, Halbmarathon und Marathon - endlich unter 4 Stunden. Die 26 Km Zeit beim fränkischen Schweiz Marathon verbessert und eine Traumzeit bei den 25 Km.
Nur der reine 50 Km Lauf viel dem New York Marathon zum Opfer. Denn der geplante Fünfziger war eine Woche vor New York. Und da gab es kein langes Zögern welchen Lauf ich melde.
Einzig mit dem Regensburgmarathon war ich nicht zufrieden. Vielleicht war meine Erwartung aber auch einfach zu hoch.

Im Moment habe ich noch ein kleines Motivationsproblem. Was ich jetzt gleich in Angriff nehme ist der 50 Km Lauf. Der findet schon am 30. Januar in Rodgau statt. Außerdem habe ich bereits für die 25 Km von Berlin gemeldet. Auch die Harzquerung habe ich fest eingeplant. Melden muss ich da noch, das geht jetzt noch nicht. Ansonsten ist noch nichts geplant. Mit Sicherheit werde ich wieder ein oder zwei Marathons laufen. Ansonsten halte ich es wie dieses Jahr. Spontan melden. So viele Wettkämpfe wie dieses Jahr bin ich auch noch nie gelaufen und ich haben es sogar geschafft, zwei 10 Km-Wettkämpfe zu laufen. Silvester ist dann der dritte. Als Ausgleich zum Laufen habe ich dieses Jahr das Mountainbiken für mich gefunden. Nach mehreren Stürzen habe das Fahrrad und ich uns aneinander gewöhnt und es macht riesig Spaß. Jede Fahrt, jeder Berg gibt Kraft zum Laufen. Deshalb fiel wohl auch endlich die 4-Stunden-Marke. Mittlerweile macht mir das Biken mindestens so viel Spaß wie das Laufen und es fällt mir schwer wenigstens einen Ruhetag pro Woche einzuhalten.

27 Dezember 2009

3000 Km: Ziel beim Gänse-Marathon geknackt

Beim "Lebkoung-Trainingsmarathon" bzw. "Gänsebraten-Vernichtungslauf" habe ich es geschafft. Ich habe in der fünften Runde die 3000 Laufkilometer in diesem Jahr erreicht. Es soll ja Leute geben, die nicht einmal mit dem Auto in einem Jahr so viel fahren. Ich habe es erlaufen, soweit die Füße tragen, sozusagen. Ganz nebenbei habe ich am 1. Weihnachtsfeiertag auch noch die 1800 Radkilometer erradelt. Also beide Ziele erreicht. Wobei ich beim Trainingsmarathon schon ein bisschen über die 3000 Km gekommen bin. Insgesamt bin ich gemütliche 38 Km gelaufen. So habe ich mittlerweile schon 500 Laufkilometer mehr als letztes Jahr. Und die 10 Km vom Silvesterlauf kommen auch noch dazu, vorausgesetzt es ist an Silvester nicht glatt. Und vielleicht mache ich zwischen Jahren ja auch noch ein Läufchen oder eine Radtour.

24 Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Es ist soweit: Weihnachten steht vor der Tür.
Ich habe alle Strohsterne gebügelt, die Gans aus Polen ruht auf dem eisigen Grund der Tiefkühltruhe und auch der Christbaum steht mittlerweile gerade. Ich habe zig Päckchen eingepackt - auch ein Notgeschenk für mich, falls ich nichts bekomme - und das Festmahl hergerichtet. Endlich Zeit, um die Laufschuhe zu schnüren, eine Runde zu drehen und ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Weihnachten entgegenlaufen, Kalorien verbrennen, damit der Rotwein und die Weihnachtsgans nicht ansetzt. Es wird Zeit, nicht für die Bescherung, nein, euch allen, die hier lesen, schöne Weihnachten zu wünschen.
Wir sehen uns demnächst irgendwo im Schneematsch, ob bei einer Winterlaufserie oder beim Silvesterlauf.

Fröhliche Weihnachten und keep on running eure marathonwoman

19 Dezember 2009

Eiskalt

- 12°, Schneefall, 3 cm auf der Straße, schmierig, rutschig, glatt.













Jörg schreibt: "Die Temperaturvoraussage ließ uns auf das Skifahren in den Bergen verzichten." Stimmt, so war's bei uns auch. "Bei einem Blick auf das Thermometer zweifelt ich auch, ob es wirklich eine gute Idee ist, bei -14° zu laufen."
Daran habe ich nie gezweifelt. Bei solchem Wetter hält mich nichts zu Hause. Die erste Spur in den Schnee ziehen, was ist schöner, der Lauf konnte nur gut werden.

Gesagt, getan, Strecke festgelegt, rein in die Schuhe und los. Es wurden herrliche 15 Km.
















Na, so ein bisschen habe ich dann schon wie ein Schneebär ausgesehen und die heiße Dusche hat auch gutgetan, aber ich habe keine Schneekilometer bereut. Gibt alles Kraft, Ausdauer und mentale Stärke. Die Grundlagen des Sommers werden im Winter gelegt. Ich bin mittendrin.

17 Dezember 2009

Kaltes Winterwetter

Diese Woche ist so richtig schönes Laufwetter - zumindest für mich. Kalt, sonnig, herrlich. Ein bisschen Schnee liegt auch. Da fallen die Laufeinheiten überhaupt nicht schwer. Nach zwei flacheren Einheiten am Anfang der Woche und einem Ruhetag gestern, habe ich heute seit langer Zeit mal wieder meinen "Lieblingsberg" in Angriff genommen. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor, aber wie so oft lief es sich gut, die Sonne hat geschienen und so habe ich spontan die Tour verändert. Schließlich bin ich in der Vorbereitung zum Rodgau-Ultra, da kann man schon mal eine härtere Einheit machen. Aber der Berg war heute gar nicht schlimm. Er lief sich gut hoch, auch der Schweinehund hat nicht gemeckert. An den verschneiten Wiesen vorbeizulaufen und die Sonne im Gesicht zu haben, was will man mehr. Für mich gab es heute nichts schöneres. Und so kurz vor dem Urlaub ist der Kopf halt doch frei und beflügelt beim Laufen.
Mittlerweile komme ich auch meinem Ziel "3000" näher. Es fehlen nur noch 71,7 Km bis ich die Marke geknackt habe. Und bei den Radkilometern sind es noch 18 km bis zu den 1800. Eigentlich wollte ich ja da die 2000er Marke knacken, aber ich laufe einfach lieber und so bin ich mit den 1800 Km auch zufrieden. Die 18 Kilometerchen schaff ich schon noch in den letzten paar Tagen des Jahres.

11 Dezember 2009

Rekorde und ich war dabei

Heute habe ich das neue Heft von Runnersworld bekommen. Und wie sooft gibt es heute nichts interessanteres, als das Heft auswendig zu lernen. Beim ersten Durchblättern viel mir ein Bild mit einem Polizisten auf. Bei genauerem hinsehen geht es um den New York Marathon 2009.

" ... Der New York Marathon 2009 war das größte Rennen aller Zeiten über die klassische Distanz: 43741 Läufer gingen an den Start und 99,4 % von ihnen erreichten das Ziel - fast 5000 mehr als beim bisherigen Rekord von 2007." Damals finishten 38557.

Und Berlin: 2009 war dort der zweitheißeste Marathon, 2006 der heißeste. Dies hat mir Mark Milde, der Renndirektor des Berlinmarathons, bestätigt. Getroffen habe ich ihn im November in New York bei einem Plausch mit Herbert Steffny.
Bei allen vier Marathons war ich mit dabei. Und habe dort auch noch meine ganz persönlichen Rekorde aufgestellt.
Ach ja: Das Bild habe übrigens ich gemacht.

08 Dezember 2009

Zugriffe

Heute habt ihr die 6000 Zugriffe "voll" gemacht. Herzlichen Dank für euer Interesse.

06 Dezember 2009

Nikolauslauf Forchheim

Spontan habe ich mich gestern entschlossen, doch noch den Nikolauslauf in Forchheim zu laufen. Das Wetter hat einfach dazu eingeladen. In Forchheim bin ich einmal vor Jahren gelaufen und hatte den Lauf als sehr gut organisiert in Erinnerung. Vier Runden a 2,5 Km, ein kleiner Berg, der Rest eben, Asphalt wechselt mit Schotterweg.
Von Anfang an konnte ich gut Tempo machen. Wobei ich bei 10 Kilometern immer Probleme habe, gleichmäßig zu laufen. Vielleicht ist mir das Tempo auch einfach zu schnell. Egal, Kilometerzeiten zwischen 4:50 min und 5:15 min wechselten ab. Im Ziel stoppte ich meine Uhr bei 50:47 min. Mehr als erwartet. Super zufrieden. 25ste bei den Frauen, was will ich mehr.
Ein Jahr der Bestzeiten!! Auch bei den 10 Km.

04 Dezember 2009

Gedanken ...

... die Jahreskilometer 2008 habe ich schon im Oktober erreicht. Die dreitausend Laufkilometer habe ich fest im Blick und sind absolut realisierbar.

... 1700 Kilometer am Mountainbike, ein paar werden noch dazu kommen.

... Marco freut sich richtig, dass ich mit ihm in Rodgau laufe. Muss noch ein bisschen trainieren, denn er ist viel schneller als ich. Na, aber wenn ich den ersten echten 50iger in 5 Stunden laufe bin ich zufrieden. Beim 6-Stunden-Lauf in Nürnberg habe ich ja auch nur 4:55 h dafür gebraucht.

... 2009 ein perfektes Laufjahr: in sechs Stunden fast 60 km gelaufen. Halbmarathon-, Marathon- und 26 km Zeiten deutlich verbessert. An der Zehn-Kilometer-Zeit arbeite ich noch und hoffe auf den Silvesterlauf. Wobei ich dort letztes Jahr die Zeit schon verbessert habe, da ging's eigentlich los.

... liebäugle mit der Harzquerung und überhaupt mit den längeren Distanzen.

... werde mir wieder ein Sicherheitstraining am Rad ausgeben, das bringt mir unheimlich viel. Und eine Wochenendetour will ich nächstes Jahr machen. Noch nicht so anspruchsvoll, aber schon mit kleinen Herausforderungen.

... Laufwettkampf oder Skifahren mit Bekannten, diese Wahl fällt mir schwer, denn ich mache beides gerne. Und jedesmal fällt ein toller Wettkampf auf ein tolles Skiwochenende.

26 November 2009

Laufen, Radfahren und Planen

Diese Woche sind ja wirklich herrlich Laufbedingungen. Nicht wirklich Novemberwetter eher wie im Frühjahr. Da kommt so gar keine Weihnachtstimmung bei mir auf.

So habe ich gestern auch das Lauftraining ausfallen lassen. Ja, fast unvorstellbar, aber es war so herrlich , sonnig und warm, dass es mich aufs Rad gezogen hat. Ich habe eine Tour durch das Klumpertal gemacht. Trails, Schotterwege bergauf, bergab, kurzum: mit allem was dazu gehört. Mittlerweile schaff ich es ja auch, nicht mehr vom Rad zu fallen. Und ich habe es nicht bereut, obwohl ich gestern von oben bis unten voller Dreck war.
Montag habe ich einen "One Way"- Lauf gemacht. Also nicht wie sonst, von zu Hause aus loslaufen und irgendwann dort wieder ankommen. Nein, ich bin mit Peter ein Stück mitgefahren und bin dann die 16 Km nach Hause gelaufen. War auch mal wieder schön. Und heute habe ich auch schon wieder 20 Km hinter mir, in einem 6er Schnitt. Die Grundlagen werden im Winter gelegt, heißt es ja immer.
Ein bisschen Wettkampfplanung habe ich auch schon wieder gemacht. Am 2. Weihnachts-feiertag laufe ich den "Gänsebraten-Vernichtungslauf". Da war ich letztes Jahr auch schon dabei. Zum Jahresausklang der Silvesterlauf in Nürnberg, da habe wir bis jetzt nur einen wegen Glatteis verpasst. Da ist nochmal Anstrengung vor dem Feiern angesagt.
Mittlerweile habe ich auch für den Rodgau-Ultra gemeldet. Da ich es diese Jahr nicht geschafft habe einen reinen 50 Km Lauf zu machen, war dies natürlich ein klar definiertes Ziel für 2010. Und im Blog von Marco habe ich gelesen, dass er Mitläufer sucht. Da ich ein spontaner Mensch bin ... gesagt, getan, angemeldet. Und im Netz ist es schon verkündet. Gemeldet habe ich auch schon für die 25 km in Berlin. Der Anfang ist getan, alles andere wird sich ergeben. Auch diese Jahr habe ich viele Wettkämpfe ganz spontan gemeldet und so werde ich es im nächsten Jahr wohl auch wieder machen.

20 November 2009

Achim Achilles

Ich kann nicht anders. Ich muss einfach über ihn schreiben. Schließlich kann ich ja nicht immer nur über mich und meine Läufe schreiben.
Über wen? Ach ja, über Achim Achilles. Das ist keine Fantasieperson, den gibt's wirklich. Immer wieder lese ich mit Begeisterung auf Spiegel Online die Achilles Verse. Einfach köstlich, hintersinnig, witzig. Ich bin ein wahrer Fan von Achim Achilles, klar, dass ich alle Bücher von ihm gelesen habe und natürlich auch besitze.

Im Moment beschäftigt er sich doch tatsächlich damit, ob "sich quälen" Spaß macht. Aber lest selber:

Achim-Post 14/2009:
"Liebes Läufervolk,

das Problem am Laufen ist nicht etwa das gelegentliche Training, die Knarzhüfte oder der hässliche lila Schädel, nein, das Problem wiegt schwerer: Laufen ist wie Fenchel, Sellerie oder Gurkenpüree – schrecklich gesund. Ob Depressionen oder Krebs-Therapie, fast immer hilft Laufen, zumindest ein wenig. Dabei haben wir doch gelernt, dass nur die ungesunden Sachen wirklich Spaß machen: Fahrrad ohne Helm, totes Tier vom offenen Feuer oder drei Sturzbier nach dem Training. Stimmt eben nicht: Auch unsere neuen Freunde vom Laufclub 21 beweisen: Ein bisschen Quälen macht Spaß und hilft dem Selbstwertgefühl immens, gerade im grauen November.
Und jetzt: runter vom Sofa und rein in die Schlammlöcher,

Euer Achim"

17 November 2009

Lauffaul und doch eine abwechslungsreiche Woche

Wie die Zeit vergeht. Der letzte Post ist tatsächlich schon wieder über eine Woche her. Jetzt bin ich nicht nur lauffaul sondern auch noch schreibfaul ...
Nein, meine Minikrise hab ich überstanden und hoffe einmal mehr, dass sie mich gestärkt hat. Wobei zu der Krise wohl auch die Erkältung beigetragen hat. Ich habe mich so richtig schlapp gefühlt und Montag und Dienstag keine Lust zum Laufen gehabt.

Seit Mittwoch ging es dann aber wieder aufwärts. Schon war ich wieder in den Laufschuhen und bin meine momentane Lieblingsstrecke gelaufen: ein welliger Schotterweg am Bach entlang. Am Donnerstag dann konnte ich mir so gar nicht vorstellen, eine der gewohnten Strecken zu laufen. Ein Bekannter hatte mir vor Wochen vom Hubertussteig erzählt, ein herrlicher Trail zum Mountainbiken. So habe ich beschlossen, diesen in den Laufschuhen zu erkunden. Der Untergrund war sehr glitschig und matschig, aber das Trailrunning war eine gute Alternative und hat Abwechslung in den Laufalltag gebracht. Zum Laufen ein herrlicher Trail, zum Biken .. da muss ich noch ein bisschen üben.
Freitag war dann Mountainbiketag. Auch da hat es mich in den Wald gezogen. Zwei Stunden bergauf, bergab, dreckig von oben bis unten, aber nach zwei Stunden glücklich und zufrieden.
Samstag haben wir dann einen unfreiwilligen langen Lauf gemacht. Lust hatten weder Peter noch ich, aber Samstag ist Lauftag. So wollten wir eigentlich nur eine kleine Runde drehen, aber vor lauter Reden haben wir die Abzweigung für den Rückweg verpasst. Als wir das feststellten waren wir aber schon so weit, dass sich Umdrehen nicht mehr gelohnt hat. So wurde es doch der Samstagszwanziger. Unfreiwillig, aber gut. Am Sonntag habe ich dann nur einen "kurzen" Lauf gemacht. So als Wochenabschluss noch schnell 14 Km. Gestern dann ein Ruhe-, besser ein Wellnesstag. Es hat in Strömen geregnet. Richtig graues Novemberwetter nur für "die Jahreszeit zu warm". Und heute habe ich schon wieder einen lockeren Hügellauf hinter mir. Es hat so viel Spaß gemacht, dass der Lauf wieder einmal länger wurde als geplant. Die Minikrise ist überwunden, die ersten Pläne für das Jahr 2010 habe ich auch schon. Und dafür gilt es zu trainieren.

09 November 2009

Die Luft ist raus

Ich hätte es ja nie geglaubt, wenn mir das vorher einer gesagt hätte. Aber seit dem New York City Marathon ist bei mir die Luft so richtig raus. Eigentlich wollte ich letzten Donnerstag schon wieder Laufen -Auslaufen oder Einlaufen - aber ich hatte keine Lust. Etwas, was ich gar nicht von mir kenne. Übers Wochenende hat mich dann auch noch ein Erkältung erwischt, so dass ans Laufen gar nicht zu denken ist. Aber normalerweise versuche ich dann trotzdem ein bisschen zu laufen. Aber nichts. Ich habe es richtig genossen, mal nichts zu tun. Dran gewöhnen werde ich mich da wohl nicht können, will ich auch gar nicht, aber man kann daheim alles mit mehr Ruhe machen. Jetzt werde ich mich mal auskurieren, hoffe aber gegen Ende der Woche wieder fit zu sein. Wobei mich das Rad fast mehr reizt als der Laufschuh. Und wenn ich die 3000 Km bis zum Jahresende nicht schaffe, ist das auch egal. Schließlich brauche ich für 2010 ja auch ein Ziel.

04 November 2009

New York City Marathon: nach dem Lauf

Meine Freude darüber war riesig. Ganz besonders stolz habe ich meine Medaille in Empfang genommen und habe ein Finisherbild machen lassen. Beim Abrufen der Zwischenzeiten dann ein Glänzen in den Augen, ein Grinsen im Gesicht, dass größer nicht geht. Dort stand nach 26,2 Meilen ein 4:00:00 h. Gut, wieder keine drei davor, aber immerhin, es ist ja New York. Und ich bin in der zweiten Hälfte an den Versorgungstationen gegangen, um in Ruhe zu trinken. Was wäre in Berlin möglich gewesen bei solchen Bedingungen. Was wäre in New York drin gewesen, wenn ich an den Versorgungstationen nicht „getrödelt“ hätte bzw. schon viel früher erkannt hätte, welche Zeit ich laufen könnte.
Mein Grinsen wurde allerdings noch viel größer (das ging wirklich noch) als ich am Montag die New York Times aufschlug und mein Ergebnis las. Keine 4:00:09 h, keine 4:00:00 h, nein, eine 3:59:58 h. Endlich eine drei davor … dabei kann man(n) in New York keine Bestzeit laufen, frau aber schon.

Man(n) kann in New York keine Bestzeit laufen …

Warum? Der Stadtkurs gilt als einer der schwierigsten Marathonkurse der Welt. Durch seine vielen Brücken und den welligen Central Park sind in New York 390 Höhenmeter zu bewältigen. Schon beim Start auf der Verrazano Bridge müssen 65 Höhenmeter bewältigt werden. Nachdem ich ja beim Berlinmarathon endlich meine Marathonzeit verbessert hatte, wollte ich den Lauf in New York einfach nur genießen und hatte mir als Zielzeit eine 4:15 h ausgegeben. Ein bißchen Ehrgeiz sollte dann doch mit dabei sein. Außerdem war absolutes Kerstin-Laufwetter: 12°, bedeckt, der leichte Niesel, der morgens noch war, hatte aufgehört.

Startschuss: auch unten auf der Brücke zu laufen ist toll, allein des Blickes auf Manhattan wegen. Und dann gings hinein nach Brooklyn. Da wird man als Läufer regelrecht eingesaugt. Und spätestens hier wußte ich, dass es kein Fehler war in New York zu melden. Die Stimmung ist einfach einmalig. Die Zuschauer in Dreierreihen, angeblich hundert Bands an der Strecke, zumindest permanent laute Musik und wenn auch nur von der Konserve. Gelaufen bin ich mit Gänsehaut, ganz nah an den Zuschauern, damit ich die vielen großen und kleinen, schwarzen und weißen Hände abklatschen konnte. Ich wußte, dass ich zu schnell unterwegs war, aber ich konnte nicht anders. Ich wurde getragen, das Laufen ging von alleine. Ich wußte auch, dass ich dem Tempo früher oder später Tribut zollen musste. Noch dazu, wo die zweite Hälfte des New York Marathons die schwierigere Hälfte ist. So war’s dann auch. Ab Meile 16 konnte ich meinen Anfangsschnitt nicht mehr halten, aber ich war gut unterwegs, die 4:15 h fest im Auge. Einmal mehr stellte ich fest, dass 26,2 Meilen einfacher zu laufen sind als 42,195 Km. Ich weiß, dass klingt komisch, aber es ist eine reine Kopfsache. Bei 26,2 Meilen gibt es keinen Km 35 wo „der Mann mit dem Hammer“ kommt. Und bei welcher Meile er kommt, weiß ich nicht. Und so sind es dann halt auch keine 7 Km mehr bis ins Ziel sonder nur 4 Meilen. Klingt doch viel kürzer …

So habe ich allerdings auch erst bei Meile 25 realisiert, dass die 4 h nicht nur im Machbaren, sondern im Erreichbaren liegen. Das mir da Flügel gewachsen sind, muss ich nicht schreiben, oder? Im Ziel, ich war einmal mehr nicht fähig meine Stoppuhr richtig zu bedienen und stoppte eine Zwischen- anstatt die Endzeit, zeigte meine Uhr eine 4:00:09 h – Bestzeit!!
... frau aber doch!

New York City Marathon: vor dem Lauf

Als die „Registration Card“ per Mail kam, ahnte ich schon, dass die fünfstellige Zahl wohl meine Startnummer bedeutete. Erst einmal war ich enttäuscht. Vor zwei Jahren hatte ich die tolle Nummer F 4744, diesmal die 38244. Damals durfte ich unten den besten fünftausend Frauen starten, oben auf der Verrazano Bridge. Die Diesjährige bedeutete grüner Bereich und unten auf der Brücke.
Außerdem stellte ich fest, dass der Kick „New York City Marathon“ weg war. Ich betrachtete diesen Marathon wie jeden anderen auch. Und so stellte ich mir teils auch die Frage, warum ich mir das antue, drei Stunden vor dem Start im Startbereich „rumzuhängen“. Gut in New York ist es vor dem Start schon anders als bei anderen Marathons. Frühstück, Gottesdienst, Rockband und zig verschiedene Typen, teils wild vekleidet, und Nationen.

Belustigt beobachtete ich die verschiedenen Techniken des Warm- und Trockenhaltens. Ich hatte den Eindruck noch immer bei der Halloweenparade vom Vortag zu sein. Und mit der Zeit kam dann doch das „New York City Marathon“-Feeling: Vorfreude und Aufregung. Es ist doch was anderes in New York zu starten als in Berlin. Auch Berlin hat sein eigenes Flair. Aber New York … nicht umsonst heißt es, wer Marathon läuft muss einmal in New York gelaufen sein. Allerdings muss man diese Massen auch mögen.

25 Oktober 2009

Generalprobe geglückt ...

... naja eigentlich ist eine verpatzte Generalprobe ja besser. Aber ein gelungener Lauf macht immer zufrieden. Generalprobe? Ja, für den New York City Marathon nächsten Sonntag. Noch 6 Tage, 11 Stunden und 45 Minuten, then I will be a part of the greatest weekend in running.


Der Dönüs-2h-Lauf in Nürnberg war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. 21 Km habe ich geschafft. Gut, das ist für 2 Stunden nicht so viel, allerdings ist die 1 Km Runde sehr wellig und anspruchsvoll. Dazu kommt Matsch und glitschiger Waldboden. Es war ein schöner Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen.
Morgen werde ich nochmal einen ruhigen Lauf machen und dann heißt es tapern, Koffer packen und los geht's.

21 Oktober 2009

Duathlon und Dönüs-Lauf

Seit Montag ist die Sonne zurück. Leider ist es nicht mehr so warm wie noch vor 14 Tagen, aber trocken. Da macht das Laufen gleich noch mehr Spass.

Montag und Dienstag habe ich dann Duathlon gemacht. Wer weiß wie oft ich noch radeln kann, also habe ich das gute Wetter genutzt. An beiden Tagen bin ich über 90 Minuten gelaufen. Am Montag dann noch zwei Stunden und am Dienstag eine Stunde geradelt. Wobei es am späten Nachmittag auf dem Rad dann doch frisch wird. Für Sonntag habe ich für einen kleinen, feinen Lauf, den Dönüs-Lauf, gemeldet. Zwei Stunden, die Runde ist einen Kilometer lang. Es gibt keinen Sieger, alle sind Sieger. Ich habe diesen Lauf letztes Jahr schon mitgemacht und es war toll. Und so kurz vor New York nochmal ein lockerer Trainingslauf.

15 Oktober 2009

Wintereinbruch ...


... und das am 15. Oktober!! Letzte Woche bin ich noch in kurzer Hose gelaufen und Rad gefahren und heute? Lange Hose, Mütze und Handschuhe. Wie im tiefsten Winter. Allerdings ist der Schnee auf den Wegen noch nicht liegengeblieben. Aber Schnee von oben ... es hat richtig Spaß gemacht.

Diese Bilder entstanden am 9. Oktober und hier die Bilder von heute.

12 Oktober 2009

Regenwetter: ein ungewollter Ruhetag

Obwohl es heute immer wieder regnet und stürmt, fällt es mir unheimlich schwer zu Hause zu bleiben und nicht zu laufen. Ich würde nicht weit im Trockenen kommen. So mache ich das Beste aus dem ungewollten Ruhetag und erledige ungeliebte und Pflichtaufgaben. Und trotzdem schaue ich ständig raus, was das Wetter macht. Aber es hat heute wirklich keinen Sinn.
Schon am Samstag war das Wetter sehr unbeständig und es hat mich auf den letzten 8 Kilometer ordentlich erwischt. Aber schön war es. Ich fühle mich seit einer Woche nach dem Laufen immer so "aufgeräumt". Das Gefühl ist schlecht zu erklären: zufrieden, glücklich, ruhig, einfach gut. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich mit diesem Laufjahr rundum zufrieden bin.

08 Oktober 2009

Langsam wird es Herbst ...

... jetzt kann man zuschauen, wie sich die Blätter an den Bäumen verfärben. Der Herbst kommt, aber Gott sei Dank nicht mit Schmuddelwetter. Schon seit Wochen herrscht Traumlaufwetter und mich hält fast nichts zu Hause. Wenn kein Lauftag ist, dann bin ich wenigstens mit dem Rad unterwegs. Bei optimalen Bedingungen dehne ich meine Läufe wieder aus, 15 km sind dann schon kurz.
Nach meinem Halbmarathon am Samstag bin ich mit mir und meiner Laufsaison rundum zufrieden und genieße das lockere Laufen in vollen Zügen. So viele Wettkämpfe wie dieses Jahr habe ich noch nie gemacht und bin im Moment etwas Wettkampfmüde. Ich liebäugle zwar noch mit dem ein oder anderen Laufevent, aber so recht motivieren kann ich mich dazu nicht. So werde ich einfach weiterlaufen und den Herbst genießen.

04 Oktober 2009

Mit Bestzeit um den Wöhrder See

Es ist ein toller Herbsttag: Sonne, nicht allzu warm. Fast mein Laufwetter. Ich habe ein gutes Gefühl, will mich aber nicht selbst unter Druck setzen und peile eigentlich nur an, meine seit September 2005 stehende Bestzeit im Halbmarathon von 1:54 h zu unterbieten.



Mentales Doping erhalte ich schon vor dem Start. Ultraläufer Robert Wimmer gratuliert mir zu meiner Bestzeit beim Berlinmarathon. Wenn das nicht anspornt.



Und dann geht's auch schon los. Vom Marathon vor zwei Wochen spüre ich gar nichts mehr, die Beine laufen von alleine. Ich freue mich über die vielen Zuschauer entlang der Strecke. Das ersten Mal kann ich mich auch über die Strecke freuen. Sie ist abwechslungsreich: Ungehindert durch den Frauentorgraben laufen, landschaftlich schön um den Wöhrder See und zurück durch die Nürnberger Fußgängerzone. Das Ganze zweimal zu laufen. Nach 52 Minuten hatte ich die erste Runde schon hinter mir. Die zweite Runde ist ein bisschen länger, das Tempo der ersten Runde konnte ich, wie so oft, leider nicht halten. Und trotzdem stoppte ich meine Uhr bei 1:48:51 h. Der Wahnsinn. Unter 511 Läuferinnen bin ich 75te geworden. Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich hatte mit einer Zeit um die 1:51 h geliebäugelt, aber diese Zeit. Und das vierzehn Tage nach dem Bestzeit-Marathon.

Alles was jetzt noch kommt, nehme ich nur noch mit. Ich habe dieses Jahr nicht nur meine Marathon- und Halbmarathonzeit verbessert. Auch auf die 26 km bin ich schneller geworden und beim 6-h Lauf an die 60 km herangelaufen. Den New York Marathon, bei dem Bestzeiten nicht unbedingt drin sind, werde ich nur genießen. Und mit dem Silvesterlauf das tolle Jahr auslaufen.

Das Foto zeigt uns im Ziel. Dort hat uns Lauffreund Günther Kiefhaber aus Pegnitz im Bild festgehalten.

01 Oktober 2009

Stadtlauf Nürnberg

Mittlerweile schon traditionell laufe ich am Samstag in Nürnberg beim Stadtlauf den Halbmarathon. Und wie jedes Jahr graut mir davor. Es liegt eigentlich nicht an der Strecke, aber dann eben doch wieder daran. Klingt komisch, ist aber so. Die Strecke geht, wie nahezu jeder Lauf in Nürnberg, rund um den Wöhrder See. Ob Trainingslauf, 6-h-Lauf, Silvesterlauf, der erste Marathon oder Stadtlauf, ich kenne die Strecke in- und auswendig. Es ist eine schöne Strecke, etwas anspruchsvoll, aber trotzdem schnell.
Vorgenommen habe ich mir für diesen Lauf eigentlich gar nichts. Seit Berlin bin ich etwas müde im Kopf, das Laufen fällt mir ein bisschen schwer, so dass ich eigentlich nur locker laufen will. Kein Zeitstress - WOBEI!!! Letztes Jahr bin ich knapp an meiner Bestzeit vorbeigeschrammt, obwohl da die Vorzeichen alles andere als gut waren. Also eigentlich wäre schon was drin. Das Wetter soll auch Kerstin-Laufwetter werden und der Lauf beginnt erst um 13:30 Uhr, also Kerstin-Laufzeit.
Na schau mer mal.

28 September 2009

Ein herrlicher Spätsommer ...

... Laufwetter pur. Langsam wird es Herbst. Nicht nur, dass es schon kurz nach 19 Uhr dunkel wird, langsam werden auch die Bäume bunt.










Allerdings ist der Baum bei "meiner" Bank noch nicht bunt (Bild rechts).
Auf der "Großen Koppe" hat der Herbst aber schon Einzug gehalten (Bild oben).

Letzte Woche nach dem Berlin Marathon habe ich etwas langsamer gemacht. Nur zwei Laufeinheiten und einmal geradelt. Ansonsten regeneriert, nichts gemacht, faul gewesen. Ist mir aber schon ein bisschen schwer gefallen.
Diese Woche werde ich das Wetter aber wieder ausnutzen. Heute habe ich eine herrliche Laufeinheit durch die herbstlichen Felder gemacht. Mittlerweile ist auch der letzte Mais gehäckselt, die Wiesen werden ein letztes Mal gemäht, Felder umgepflügt. Irgendwie kommt die Natur zur Ruhe. Und gerade heute hatte man eine herrliche Weitsicht. Da schweift der Blick und die Gedanken. Eine herrliche Zeit.

22 September 2009

Berlin Marathon

Eine Million Trinkbecher, 145 000 Bananen, 40 500 Schwämme, 5900 Helfer, 2780 Kilogramm Medaillen und 250 Liter Massageöl. Etwa 70 Musikgruppen am Streckenrand, 565 Einsatzkräfte verantwortlich für die medizinische Versorgung, davon 380 Physiotherapeuten, 14 Versorgungstationen und 50 000 € Preisgeld. Das sind die offiziellen Zahlen des 36. real,-Berlin-Marathon.


Noch mehr gefällig: Man spricht von fast 42 000 Läufern, 35 033 strahlenden Siegern einer Million Zuschauern und über 600 000 Fotos. Handbiker, Rollifahrer und Skater sind da aber nicht dabei. Es war der zweitheißeste Berlin Marathon, der heißeste war
2006, da war ich auch dabei.



Selbst zwei Tage nach dem Lauf stehe ich noch in dessen Bann. Wie schon vor drei Jahren muss ich sagen, es war ein tolles Erlebnis. Diese Mal war es aber wirklich mein Marathon. Aber mal von vorne:



Haile Gebrselassie wollte, wie schon die beiden Jahre zuvor, neuen Weltrekord laufen. Ich denke es ist bekannt, dass er das nicht geschafft hat. Was aber der Stimmung keinen Abbruch tat, wie man oben auf dem Bild bei der Marathonparty sieht. Ich weiß gar nicht, wie viele Läufer ich gesehen habe mit dem Schriftzug "Haile ankommen", jeder hätte es ihm gegönnt, da bin ich mir sicher.
Mein Ziel in Berlin war, wie schon so oft, endlich meine Marathonzeit zu verbessern. Es wird immer erzählt, wenn man seine Marathonzeit verbessern möchte, dann in Berlin. "Flach" und "eben" ist angeblich dort erfunden worden. Warum sollte es dann aus-
gerechnet bei mir hier nicht funktionieren.

Doch die Wettervorhersage prophezeite nicht wirklich mein Laufwetter. Vorgenommen hatte ich mir einen Schnitt von 5:40 min/Km, durchlaufen und an den Versorgungstationen nicht zu viel Zeit verlieren. Ein bisschen skeptisch war ich schon ob der Zeitvorgabe, denn die bedeutete eine Endzeit von 3:59 h. Ein bisschen hochgegriffen, aber ich wollte wenigstens die seit fünf Jahren in Stein gemeißelte Zeit von 4:15 h unterbieten.
Los ging's mit Gänsehautfeeling, das auch auf der Strecke immer wieder auftauchte. Von den Sehenswürdigkeiten ist mir fast nichts in Erinnerung geblieben. Das Rote Rathaus habe ich nicht gesehen, an den Wilden Eber kann ich mich erinnern, denn dort zu laufen ist der Wahnsinn. Und die Gedächtniskirche habe ich wahrgenommen. Allerdings nur, weil ich mir dort, bei Km 35, überlegt habe, dass mir die Hitze überhaupt nichts ausmacht. Ich war erstaunt über mich selbst und immer noch im 5:40 min/km-Schnitt unterwegs. Rufe, wie "jetzt schaffst du den Rest aber auch noch", habe ich mitbekommen und mir dabei gedacht "Mensch, du weißt ja gar nicht wie super ich unterwegs bin". Ab Km 38 bin ich dann ein bisschen langsamer geworden, aber das hat mir nichts ausgemacht. Denn mir war klar, dass ich eine tolle Zeit schaffe.

Im Ziel stoppte meine Zeit bei 4:00:55 h. Mit dieser Zeit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Auch wenn keine drei davor ist, ich bin stolz auf mich. Und für die 56 Sekunden auf die 3:59 h werde ich wohl nicht wieder fünf Jahre brauchen.
Und wieder ein paar Zahlen: das war ein Schnitt von 5:42 min/Km, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10,51 Km/h bedeutet. Ich bin im Gesamtklassement 14 749te geworden, 1503te bei den Frauen und 321te in meiner Alterklasse.

17 September 2009

20 Jahre grenzenlos laufen ...

... der 36. real,-Berlin-Marathon.

Für alle Beteiligten war es ein überwältigender Moment als am 30.9.1990 rund 25.000 Marathonläufer erstmals durch das Brandenburger Tor liefen. Vor diesem Hintergrund steht der 36. real,- Berlin-Marathon in diesem Jahr unter dem Motto „20 Jahre grenzenlos laufen“.

Am Sonntag ist es wieder soweit und das seit langem ausverkaufte Starterfeld von 40.000 Teilnehmern begibt sich in diesem Jahr eine Woche früher als gewohnt auf die traditionellen 42,195 Kilometer durch Berlin. Und wie schon 2006 bin ich wieder mit dabei.

Der letzte Trainingslauf ist absolviert, Laufschuhe und Chip liegen bereit. Es muss nur noch Samstag werden, denn da geht es los nach Berlin, Marathonluft schnuppern. Dann gibt es Nudeln und Nadeln. Laut Veranstalter werden rund 7500 Kg Nudeln bei der Marathonmesse über den Tresen gereicht und zur Befestigung der Startnummer 272.000 Sicherheitsnadeln ausgegeben.

Am Sonntag werde ich ...
... mit 40.000 anderen "Laufverrückten" erst den Regenwald retten ...
... dann durch Berlin laufen ...
... mit dem ein oder anderen fachsimpeln ...
... neue Läufer kennenlernen ...

...mit Haile Gebrselassie im gleichen Lauf sein, wie 2006 auch. Der Äthiopier will seinen Weltrekord vom letzten Jahr noch einmal steigern, hat aber Konkurrenz bekommen: Duncan Kibet aus Kenia. Und das soll dramatisch werden. Den Artikel dazu findet ihr hier.

11 September 2009

Retten Läufer den Regenwald?

Folgenden Artikel habe ich kürzlich gefunden:

Umweltschutz-Kampagne: „Pinkelt beim Duschen“

São Paulo (dpa) – Die Umweltschutzorganisation SOS Mata Atlântica fordert die Brasilianer derzeit in einer Kampagne zum „Pinkeln beim Duschen“ auf. Damit soll der Wasserverbrauch gesenkt und die Umwelt geschont werden.
„Xixi (Pipi) no Banho“ heißt die Kampagne, die mit
Comic-Videoclips und einem eigenen Internetauftritt (www.xixinobanho.org.br) wirbt.
„Die Umwelt freut sich über die gesparte Wassermenge. Jede Toilettenspülung verbraucht etwa zwölf Liter Wasser. Bei nur einer Spülung pro Tag macht das 4380 Liter im Jahr“, kalkulierte die Organisation, die für den Schutz des bedrohten atlantischen Regenwaldes (Mata Atlântica) in Brasilien kämpft. Allein in São Paulo könnten so 1500 Liter Wasser gespart werden – pro Sekunde.
Wer hygienische Bedenken hegt, den beruhigen die Organisatoren:
„Xixi besteht zu 95 Prozent aus Wasser und zu 5 Prozent aus anderen Substanzen wie Harnstoff und Salz.“ Dennoch sei es ratsam, schon bei Beginn des Duschens Wasser zu lassen.
In dem kurzen Comic-Strip werden Männer, Frauen, Kinder, Basketballspieler, Musiker, Geister und Außerirdische lustig pinkelnd hinter dem vorgezogenen Duschvorhang gezeigt. Die musikalische Botschaft der seit Mai laufenden Aktion lautet: „Pinkelt beim Duschen. Rettet den Atlantischen Regenwald.“



Warum ich das hier veröffentliche? Habt ihr euch mal überlegt, wieviel Wasser wir Läufer sparen? Nicht weil wir beim Duschen in die Wanne pinkeln, nein. Denkt mal daran, wie oft ihr beim Training, vor oder während eines Wettkampfes in die Büsche oder aufs Dixieklo geht. Oder wie auf dem Bild oben, beim Nizza-Marathon, als die Läufer einfach ins Meer gepinkelt haben. Wir Läuferinnen taten uns da etwas schwerer, dafür waren die Schlangen vor den Dixieklos männerfrei.
Da sage ich: "Auf geht's zum Regenwald retten, laufen wir los. Denn als Sportler kann man ja nicht immer einen Kasten Bier trinken um den Regenwald zu retten."

So keep on Running!

Hier noch eine kleine Dixie-Auswahl. Selbst fotografiert bei diversen Laufveranstaltungen.

07 September 2009

Fränkischen Schweiz Marathon: Gelungen

Gestern meinte es der Wettergott (fast) gut mit mir. Bewölkt, 18°. Laufwetter, wie für mich gemacht. Na nicht ganz, denn um die Mittagszeit kam dann doch die Sonne gnadenlos durch. Aber da hatte ich nur noch 5 Km vor mir.
Es ist schon komisch, wenn man seine Startzeit nicht weiß. Als zweite Läuferin der Staffel hatte ich nur eine vage Zeitangabe meiner Mitläuferin Marion: "So 1:30 h werde ich schon brauchen." Start um 9 Uhr in Forchheim, d.h. gegen 10:30 Uhr geht es dann für mich in Ebermannstadt los.
Ab 10 Uhr kommen schon die ersten Staffelläufer an, Gewühle in der Wechselzone, ich beobachte das ganze vergnügt, habe ich ja noch ca. 30 Minuten Zeit. Pünktlich um halb elf läuft Marion in die Wechselzone.
Ab jetzt läuft meine Zeit. Meine Marschtabelle lautet ein 5:24er Schnitt, Endzeit 2:20 h maximal. Ich wollte aber eher eine 2:18 auf der Uhr stehen haben, trotz der schwierigen Strecke. Von Anfang an konnte ich locker und leicht laufen und hatte nie irgendwelche Probleme. Bei Km 5, 10 und Km 15 war ich zwei Minuten unter der angestrebten Zeit, was mich sehr zuversichtlich stimmte, falls ich doch das Tempo nach hinten nicht halten kann. Den Halbmarathon habe ich in Bestzeit gelaufen und ab da war es nur noch pure Freude über das schon Erreichte.



Fünfhundert Meter vor dem Ziel wartete meine Staffelpartnerin Marion, um mich ins Ziel zu begleiten. Bei 2:18:56 h blieb meine Uhr stehen. Der Wahnsinn.

Eigentlich hatte ich ja vor dem Lauf noch überlegt, dass ich mich nächstes Jahr doch einmal an die volle Distanz beim Fränkischen Schweiz Marathon traue. Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich bei meinem vorletzten Kilometer, für mich Km 25, den Berg hochlief ... Nein, bei Km 41 will ich den nicht hochlaufen. Und auch die ganzen anderen Wellen auf der Strecke. Der FS-Marathon mag ein schöner Landschaftslauf sein, aber ich finde ihn sehr anspruchsvoll. Außerdem wohne und trainiere ich in der Fränkischen Schweiz, da muss ich dann nicht auch noch einen Marathon laufen. Da laufe ich lieber da, wo ich die Gegend nicht kenne.
Aber die kürzeren Distanzen, sei es allein oder in der Staffel, werde ich weiterhin laufen. Und wenn es, wie dieses Mal, eine reine Standortbestimmung ist, auf dem Weg zu einem (Berlin-)Marathon oder als Training unter Wettkampfbedingungen.

Und hier habe ich noch die Bildergalerie des Weissen Rings, für den ich gestartet bin. Ich habe ein tolles Team vorgefunden und war stolz darauf, hier starten zu dürfen. Von den neu geknüpften Laufkontakten ganz zu schweigen.

04 September 2009

Fränkischer Schweiz Marathon

Noch zwei Tage, dann ist es soweit. Ich starte beim Fränkischen Schweiz Marathon.
Wobei ... ganz richtig ist diese Aussage nicht. Denn nehme dort am Staffelwettbewerb teil.

Beim FS-Marathon kann man zwischen verschiedenen Strecken wählen. Diesmal werden 16 km, die Staffel mit 16 und 26 Km und der Marathon angeboten. Mittlerweile laufe ich dort zum dritten Mal. 2006, bei meinem ersten Start, bin ich die 16 Km von Ebermannstadt nach Forchheim gelaufen. 2007 gab es an Stelle der 16 Km eine 26 Km Strecke, an der ich mich erfolgreich versucht habe. Dieses Jahr wird als Einzelstrecke wieder die kurze Distanz angeboten. Aber so als Vorbereitung auf den Berlin-Marathon wollte ich doch ein bisschen was längeres laufen. Also kam nur die Staffel in Frage. Da aber auch Peter die 26 km laufen wollte, hatten wir ein Problem: Wer läuft vornweg die 16 Km?? Dank gut geknüpfter Laufkontakte beim Frankenweglauf haben wir schnell Mitläufer gefunden und starten auch noch für einen guten Zweck: den Weissen Ring.

31 August 2009

Auf zu neuen Zielen - die 2000 Km sind gelaufen


Heute habe ich die 2000 Laufkilometer "voll" gemacht. Eigentlich war das so gar nicht geplant. Ich wollte heute einen gemütlichen, nicht so langen Lauf machen und am Mittwoch dann die 2000er Marke knacken. Aber wie so oft kam es anders.
Das Wetter war gut, zwar warm, aber mit ein bisschen Wind. Kein ideales Kerstin-Laufwetter, aber die Aussicht am Sonntag bei ähnlich Wetter starten zu müssen, hat mich vorangetrieben. Die Beine waren ausgeruht, nachdem ich gestern doch mal einen Ruhetag eingelegt hatte.

Vor dem Laufen hatte ich noch nachgesehen, wieviele Kilometer mir noch auf die 2000 Km fehlen - 21,3 Km waren es. Heute 15 km und am Mittwoch 15 km, so war der Plan. Losgelaufen, Musik im Ohr, die Gedanken verselbstständigen sich, so dass ich erstaunt war, wie schnell ich die Berge hochkam und schon 10 Km gelaufen war. Ich fühlte ich mich einfach nur gut, dass ich spontan die Runde verlängerte. Es war mir klar, dass ich jetzt aber auch so weit laufe, dass ich die 2000er Marke wirklich knacke. Als ich wieder daheim war hatte ich doch tatsächlich 22,5 herrlich leichte Kilometer hinter mir.

So früh habe ich noch nie die 2000 Km-Marke erreicht. Ich weiß noch wie stolz ich war, als ich im Jahr 2004 erstmals die 2000 Km erreicht habe. Das war am 19. Dezember. Seitdem habe ich meine Umfänge kontinuierlich gesteigert. Letztes Jahr war ich schon stolz, als ich die 2500 Laufkilometer erreicht hatte.
Diese Jahr peile ich also die 3000 Km an, keine Verletzung vorrausgesetzt. Nebenbei habe ich seit Ostern auch noch 1300 Radkilometer gemacht. Dafür, dass ich das ja nur als Ausgleich zum Laufen mache, finde ich das ganz ordentlich.
Also auf zu neuen Zielen.

28 August 2009

Lauf- und Schreibversuche

Post Nr. 301; 5212 Zugriffe
Als ich im April 2006 mit diesem Blog angefangen habe, wusste ich eigentlich gar nicht so recht, was ich denn immer schreiben soll und ob es überhaupt jemanden interessiert. Aber sowohl die Postanzahl als auch die Zugriffe zeigen, dass ich doch was daraus gemacht habe und der eine oder andere es doch liest.
Beim Laufen habe ich ja immer die tollsten Ideen und Texte im Kopf, aber bis ich wieder zu hause bin und Zeit habe mich an den Computer zu setzten, ist alles weg. Ich bräuchte ein Diktiergerät für unterwegs, aber dann hätte ich ja noch mehr mit dabei.

Als kleinen Rückblick will ich das Schreiben mit dem Laufen vergleichen. Wie gesagt im April 2006 habe ich mit diesem Blog angefangen. Links seht ihr meine ersten Lauf- besser Gehversuche. Mittlerweile ist sowohl das Schreiben (die Zugriffe beweisen es, glaube ich) als auch das Laufen besser geworden, der Beweis ist auf dem Bild unten zu sehen.

Schon die ganze Woche war ich gut unterwegs. Und endlich auch mal wieder etwas flotter. Ich dachte schon ich kann gar nicht mehr schnell laufen. Habe drei herrliche hügelige Läufe unterschiedlicher Länge gemacht: 16 Km, 20 Km und heute nochmal 13 Km. Ich fühle mich gut, mein Knie spüre ich praktisch gar nicht mehr. Beim Bergablaufen ein bisschen, aber es wird jeden Tag besser. Ich bin sehr zuversichtlich, was die Staffel beim Fränkischen Schweiz Marathon angeht. Zumindest läuferisch dürfte nichts schiefgehen. Und das Wetter? Ändern kann ich es eh nicht. Habe diese Woche auch mal in der Mittagshitze und -sonne trainiert. Irgendwann muss es ja mal klappen, dass mir Hitze nichts mehr ausmacht.

25 August 2009

SightRunning in Berlin



Die Einen machen eine Spreerundfahrt um Berlin zu sehen, die Anderen eine Stadtrundfahrt mit dem Bus. Wir wollten Berlin zu Fuß kennenlernen. Durch einen Freund, den Ultraläufer
Dieter Ulbricht kamen wir auf die Idee des SightRunnings, also Berlin laufend erleben, den Lieblingssport mit kulturellen Eindrücken verbinden.
Über kontakt@mikes-sightrunning.de hatten wir schnell einen Termin mit unserem "rennenden Stadtführer" Mike ausgemacht. 90 Minuten wollten wir laufen, so um die 15 Km. Aber alles kam ganz anders.
Die Berliner Innenstadt war noch gesperrt. Am Vormittag hatte der WM-Marathon der Männer stattgefunden, Nachmittags war der "Champions Run" und zeitgleich war auch noch "Staatsbesuch", was hieß, dass alle Ministerien geöffnet waren. Die Masse an Leuten kann man sich vorstellen.
Eigentlich wollte ich zu Schloss Charlottenburg, denn das Regierungsviertel kenne ich zur Genüge. Durch die Straßensperren waren wir dann aber doch gezwungen am Reichstag und am Bundeskanzleramt vorbei zu laufen. Am Schloss Bellevue, Sitz des Bundespräsidenten, vorbei ging es dann an der Spree entlang. Alleine dafür hatte sich die Tour schon gelohnt. Nach gemütlichen 12 Km kamen wir am Schloss Charlottenburg an. Alle nötigen Information hatte Mike während des Laufens schon erzählt. Eine Runde durch den wunderschönen Schlossgarten war selbstverständlich. Und zurück ging es wieder an der
Spree entlang, durch den Tiergarten und durch das Viertel der Botschaft. Drei Stunden und 23 km später waren wir wieder am Hotel. Eine etwas andere, faszinierende Stadtführung, die ich nur empfehlen kann.

21 August 2009

Vorbei ...

... heute war mein letzter Urlaubstag. So schnell vergehen vier Wochen. Aber ich kann mich nicht beklagen. Vier herrliche Wochen mit gutem Wetter und viel Sport, ich habe mich gut erholt.
Wenn ich am Montag wieder in die Arbeit gehe, habe ich in diesen Urlaubswochen gerade mal fünf Tage keinen Sport gemacht. Und das waren die Tage, an denen wir zu einem unserer Kurztrips gestartet oder wieder Heimgefahren sind. An allen anderen Tagen bin ich entweder gelaufen oder Rad gefahren. Manchmal habe ich aber auch beides gemacht. So bin ich insgesamt auf ca. 550 Rad- und 200 Laufkilometer gekommen.

Gestern war noch ein Bericht über meinen Start beim Ironbike in der Zeitung.

16 August 2009

Verletzt!?

Kennt ihr das? Kurz vor dem bevorstehenden Marathon tut auf einmal alles weh, es zwickt und zwackt einfach überall. Und man stellt sich die Frage, ob man überhaupt starten kann. Im Moment stelle ich mir die Frage mehr denn je. Zwar sind es bis zum Berlin-Marathon noch gute fünf Wochen, also noch genug Zeit, allerdings habe ich im Moment enorme Kniebeschwerden.
Jetzt habe ich im neuen "Runnersworld" aber einen doch sehr motivierenden Artikel gefunden. In "Countdown ohne Fehlermeldung" sagte Stefano Baldini, immerhin Marathonolympiasieger in Athen, es gebe für ihn vier Grundregeln bei Beschwerden:
"1. Alle orthopädischen Beschwerden, die die unteren Extremitäten betreffen, sind grundsätzlich ernster zu nehmen als alles, was oberhalb des Becken zwickt.
2. Lediglich Beschwerden, die öfter als zweimal auftreten, verdienen eine nähere Betrachtung.
3. Schmerzen, die ausschließlich nach dem Training auftreten, aber nie währenddessen, sind nicht relevant.

4. Solange Schmerzen beim Laufen erträglich sind und den Laufstil nicht beeinträchtigen, darf man damit weitertrainieren."

Liest man das als Mediziner ist man entsetzt. Ich denke aber, wenn man seine Körper kennt, weiß man auch was man ihm zumuten kann. Ich fand diese vier Grundregeln für mich jedenfalls sehr gut:
zu 1.: Kniebeschwerden hatte ich noch nie. Sie machen mir ein bisschen Sorgen. Aber es war ja jetzt Wochenende, keine Arzt erreichbar.

zu 2.: Die Beschwerden habe ich jetzt schon ein bisschen länger ... hab sie aber ganz gut im Griff.

zu 3.: Meine Lieblingsregel! Laufen und Radfahren kann ich absolut schmerzfrei.

zu 4.: Ich darf weitertrainieren!!

Allerdings hoffe ich schon, dass die Beschwerden zügig wieder abklingen. Schmerzfrei zu sein ist einfach schöner.

13 August 2009

Reschenseelauf

Wir haben an unser anfangs geplantes Wochenende in Ischgl noch ein paar Tage angehängt.

Unter anderem sind wir einen Tag an den Reschensee gefahren.
Von Nauders aus sind wir mit dem Fahrrad über den Reschenpass an den See geradelt, einmal rundherum und wieder zurück nach Nauders. Eine kleine 30 Km-Runde, ohne extreme Steigungen. Es war schön zu fahren.
Klar, das ich den Reschensee auch zu Fuß umrunden musste.


Wir sind also mit dem Auto nach
Reschen gefahren und haben von dort aus die Runde des Reschenseelaufs gestartet. Einmal rundherum, 15,1 Km, bei idealem Kerstin-Laufwetter. Ein gelungener Tag.

Ischgl Ironbike ...


... ich war dabei.
Noch nie zuvor habe ich bei einem Mountainbikerennen mitgemacht. Warum ich für den Ischgl Ironbike gemeldet habe, weiß ich bis heute noch nicht. Wahrscheinlich lag es an dem Reiz des Neuen. Ich war aufgeregter als vor meinem allerersten Laufwettkampf. Selbst der erste Marathonstart war ruhiger. Schließlich zählt der Ironbike laut der Zeitschrift "MountainBike" zu Europas zweithärtestem Marathon.


Die Marathonstrecke, immerhin 79 Km und 3820 Hm, war nichts für mich. Ich begnügte mich mit der "kleinen" Runde: 27,5 Km, 755 Hm. Und für den Anfang hat das auch voll und ganz gereicht.
Spaß haben und Ankommen, so wie beim Laufen, war meine Devise. Allerdings musste ich bei dem 5 Km langen Anstieg schon ab und zu nach dem Spaß suchen.


Nicht nur der lange Anstieg hatte es in sich, auch eine lange Abfahrt auf Schotter und der Trail, der immer enger und steiler - bergab - wurde, verlangte mir alles ab.
Ich bin angekommen und hatte meinen Spaß. Und es ist wieder ein Erfahrung mehr, die mir niemand nehmen kann.

04 August 2009

Radfahren in Nordfriesland

Da ist frau mal für ein paar Tage weg und dann ... verpasse ich glatt denn 5000sten Besucher meiner Seite. Mittlerweile ist der Zähler schon auch 5015 gestiegen. Bin immer wieder erstaunt, wieviel Leser ich habe. Danke für euer Interesse.

Ja, ich war ein paar Tage weg. In Nordfriesland, ein Land so platt, "da sieht man schon zwei Tage vorher, wer zu Besuch kommt" (O-Ton Peter). Ein Tag Anreise, ein Tag Abreise, drei Tage Radfahren, insgesamt 200 Km. Ist schon klasse, mal keinen Berg bezwingen zu müssen. Allerdings kann man sich bei uns bergab auch mal ausruhen. Wenn's Brettleben ist muss man halt immer treten. Gibt aber alles Kraft und Ausdauer. Aber es deprimiert auch, wenn man zwanzig Kilometer vorher das Ziel sieht und es kommt und kommt nicht näher. Laufen wollte ich eigentlich auch. Mal keine Berg hochlaufen, sondern eben vor sich hinlaufen, ein bisschen Tempo machen. Aber das Wetter!!!

Am ersten Tag: 55 km Radfahren, mit Gegenwind teilweise als Sturmböen - die letzten Kilometer in strömendem Regen, der nicht mehr aufgehört hat. Einmal klatschnass werden reicht. Am zweiten Tag: 105 Km Radfahren, abends einfach zu müde. Am dritten Tag: "nur" 40 Km Radfahren bei 30 ° und Sonne pur. Da hat dann das kalte Flens doch mehr gelockt als die Laufschuhe.
Hier gibt es ein paar Bilder.
Jetzt so daheim und im nachhinein ärgert's mich doch ein bisschen. Mal so ganz ohne Berg ... muss toll sein, wenigstens ab und an.
Dafür habe ich dann gestern, wieder daheim, gleich einen 3-Stunden Lauf gemacht und heute gleich nochmal 17,5 Km nachgeschoben.

27 Juli 2009

Endlich ...


... Urlaub. Lang hat's gedauert, aber irgendwann ist er da. Vier herrliche Wochen liegen vor mir. Allerdings nicht mit Faulsein, Wellness, All Inklusive und Sonne irgendwo im Urlaubsparadies. Nein, ich bleibe zu hause. Na, nicht ganz. Ein paar Kurztrips sind schon geplant. Aber immer sind Fahrrad und Laufschuhe mit dabei. Schließlich sind es ja auch nur noch 8 Wochen bis zum Berlin Marathon, also die heiße Phase der Vorbereitung.

Die war letzte Woche ganz ordentlich. 78 Laufkilometer und 96 Radkilometer, ich bin zufrieden mit mir. Nebenbei habe ich beim Laufen die 1700 Km erreicht und immerhin auch schon 800 Km mit dem Rad. Dafür, dass ich das erst seit Ostern habe, bin ich recht zufrieden. Und diese Woche auch mal ohne Sturz. Wobei manche Strecke schon alles von mir gefordert hat. Aber langsam wird's. Übung macht den Meister.

Heute habe ich mir einen Ruhetag gegönnt. Ich bin ein bisschen müde, dass Wochenende war mit doppelten "Privat"-Duathlon anstrengend genug. Außerdem ist es mir heute einfach zu heiß. Für Morgen wird kühleres Wetter gemeldet, dann laufe ich einfach morgen ein bisschen länger.

22 Juli 2009

Der Nordic Walking Parcours

So als Läufer hat man es schon einfach. In die Schuhe rein und los geht's. Ob Gehweg, Feldweg, Radweg völlig egal. Wir können immer und überall laufen.

Da hat es ein Nordic Walker nicht so einfach. Der braucht einen Parcours!?? Nordic Walker sind keine Pfadfinder so wie unsereins, der Läufer. Nein, Nordic Walker brauchen einen Plan, wann sie wo, wie gehen müssen, wann Techniktraining angesagt ist und wann man den Puls misst.


Na gut! Allerdings habe ich mir jetzt erlaubt, mal so einen Nordic Walking Parcours zu "belaufen". In Bayreuth an der Lohengrintherme gibt es nämlich einen. Also hab ich es gewagt. War ganz einfach. So ohne Daunenjacke und Stöcke kommt man auch ziemlich flott voran. Und wenn man die längste Route, immerhin 12, 9 Km nimmt, dann stören die Walker auch nicht. Die ist ihnen dann doch definitiv zu lang. Und ich muss ehrlich sagen, es lief sich gut. Durch Golfplatz und Eremitage und als ich an die Fitnessrunde noch die Aktivrunde drangehängt hatte, war ich mit mir zufrieden. 20,6 km und von keinen Walker getroffen worden, tolle Stecken. Irgendwann werde ich mich wieder dorthin stehlen, aber nur wenn's kühl ist, damit ich wenigstens ein bisschen wie ein Walker aussehe. Und wenn's nur wegen dem wärmeren Shirt ist.