27 August 2013

Regeneration

Heute war ich nur kurz und langsam laufen. Ich musste ein bisschen raus und mich bewegen. Es ging auch ganz gut. Am Samstag war ich ein bisschen Radfahren und am Sonntag war ich im Kletterwald Pottenstein beim Klettern. Uns hat der regen erwischt, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Manchmal musste ich mich überwinde, denn es war teilweise ganz schön hoch. Und wackelig sowieso. dazu kam der Regen, der das ganze auch noch glatt gemacht hat. Ich will aber bei besserem Wetter nochmal hin. Ist gut für die Koordination.
Ansonsten habe ich mich gut von den 100 Meilen erholt. Der Blick geht schon wieder nach vorne. Auch wenn ich mit dem Laufen langsam tue, so habe ich doch schon wieder Pläne für den Herbst. 
Mittlerweile habe ich auch mein Rundumgrinsen vor Stolz im Gesicht.

21 August 2013

Rückblick: 100 Meilen von Berlin

Der Schmerz geht, der Stolz bleibt. Bei mir ist es eher so: Der Schmerz geht, der Stolz kommt. Erst so nach und nach kann ich mich darüber freuen, dass ich die 100 Meilen von Berlin geschafft habe. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht, dass ich "nur" Angekommen bin. Im Geheimen hatte ich schon mit 24 - 26h geliebäugelt. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich überhaupt angekommen bin. Das habe ich Anton zu verdanken. Bei Km 96 haben wir uns das erste Mal verlaufen, bei Km 102 dann das zweite Mal. Das hat mich mental so runtergezogen, dass ich praktisch nicht mehr laufen konnte. Ohne Anton hätte ich mich in den Bus gesetzt und wäre zum Ziel zurückgefahren.
 
bei der Startnummernausgabe
Morgens um 5:30 Uhr war die Welt noch in Ordnung. Herrlicher Sonnenaufgang zu einem anstrengenden Tag
Erstmal wurden die Restkilometer zweistellig. Gut ging es uns die ganze Zeit - körperlich zumindest! Die Sympathie der wenigen Zuschauer hat uns getragen. Ein blinder Läufer, von einer Frau begleitet - wir waren die Sensation. Mich hat es immer wieder aufgebaut. Aber auch Anton konnte mich immer wieder motivieren.
Auch wenn man es nicht genau sieht, hier waren die Kilometer bis ins Ziel endlich einstellig! "Nur" noch 4,6 Km. Wobei die sich nochmal so richtig gezogen haben.
Endlich im Ziel: Beim Einlaufen hatte ich Tränen in den Augen. Geschafft! Zwischendrin hatte ich nicht mehr dran geglaubt! Danke Anton, du hast immer an mich, an uns geglaubt! Das Glücksgefühlt stellt sich erst langsam ein, aber es kommt!
Mit dem Abstand von drei Tage stelle ich fest, dass ich doch stolz und glücklich bin, die 100 Meilen geschafft zu haben. Mein T-Shirt trage ich mit Stolz. Während dem Laufen hatte ich so mit mir zu tun, dass ich wenig fotografiert habe. Km 80, die Hälfte, da gibt es kein Bild. Im Nachhinein ärgerlich, aber dort hatte ich genug mit mir zu tun. Die Nacht war hart, denn dort wartete viele lange Geraden auf uns. Und mit jedem Kilometer fiel das Laufen schwerer. Am Ende sind wir viel flott gegangen.
Schön war die Medaillenübergabe. Die gab es nämlich im Rahmen einer Siegerehrung und alle wurden einzeln aufgerufen. Das zog sich zwar, hatte aber was. Vor allem der donnernde Applaus, als ich Anton auf die Bühne führte, dass er seine Medaille holen konnte.Das war richtig emotional. 
Im Nachhinein bin ich froh, dass ich dort gelaufen bin:
1. Ich weiß jetzt, was es heißt, 160 Km zu laufen ...
2. Ich weiß jetzt, was damals die Helden geleistet haben. Vor allem am Teltowkanal!
3. Ich habe viele neue, nette Menschen kennengelernt und bin froh, zu dieser Ultralaufgemeinschaft zu gehören.
4. Ich bin einfach nur stolz auf mich - langsam kommt das - und freue mich über jeden, der auch auf mich stolz ist. Ich bin froh, nicht aufgegeben zu haben. Denn: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt, aber Aufgeben vergisst man nie! 
Danke Anton, dass du mich immer wieder motivieren konntest, danke Anton, dass wir das gemeinsam durchgezogen haben.

19 August 2013

Die 100 Meilen von Berlin

sind Geschichte. Und ich war ein Teil davon. Ich schwanke zwischen Stolz und Enttäuschung. Stolz, weil ich es geschafft habe. Enttäuschung, weil ich mir ein bisschen mehr vorgenommen hatte, als "nur" Ankommen.
Es war aber auch wieder ein schönes Erlebnis, mit Anton unterwegs zu sein. Wir haben viel Sympathie bekommen und einen riesen Beifall bei der Medaillenübergabe. Das war sehr ergreifend.
Bilder folgen im Laufe der Woche. Bis dahin habe ich bestimmt auch meine Gedanken und Gefühle sortiert.

15 August 2013

Vorfreude und gemischte Gefühle: die 100 Meilen von Berlin

Mehrere Tonnen Getränke und Lebensmittel werden am 17./18. August entlang des Mauerwegs auf die Läuferinnen und Läufer warten... Top-Verpflegung ist uns wichtig und sicherlich ein Qualitätsmerkmal dieser 100MeilenBerlin!
So steht es im Newsletter. Das klingt doch gut, oder? Hoffentlich läuft es auch gut. Langsam steigt meine Nervosität. Heute muss ich packen, morgen mittag geht es los.
Leider ist wirklich kein Kerstin-Laufwetter gemeldet, aber das ist jetzt halt so. Ich weiß gar nicht, was ich im Vorfeld noch schreiben soll. Der Foto ist auf jeden Fall schon bereitgelegt. Schließlich bin ich auf historischer Strecke unterwegs. Die Mauer wurde vor 52 Jahren gebaut! Und ich habe vor, auch diesmal wieder viele Fotos zu machen. Ihr werdet es nächste Woche lesen.

11 August 2013

100 Meilen

... klingt auf jeden Fall kürzer als 160 Km! Was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass das verdammt lang ist! Bis letzte Woche hatte ich ja immer noch auf eine Verletzung gehofft, dass ich dort nicht laufen muss. Aber seit gestern(!) weiß ich, dass ich dort hinfahre und ins Ziel komme! Es ist lang genug Zeit dafür. Jetzt kann mich wirklich nur noch eine Verletzung oder Durchfall stoppen. 
 
Aber mal genauer. Ich laufe nächste Woche die 100 Meilen von Berlin. Langsam steigt die Anspannung, Vorfreude, keine Ahnung. Es ist ein Gefühl, dass ich so vor einem Lauf schon lange nicht mehr hatte. Vor der Distanz habe ich schon mächtig Respekt. Alle Rechen-beispiele habe ich schon vor und zurück gerechnet. 160 Km in 30 Stunden sind machbar!
Und ich bin ja nicht alleine. Ich begleite Anton. Oder begleiteter mich? Egal, ich bin nicht alleine! Das zählt! Mit ihm war ich ja schon öfter unterwegs. Aber Anton hat das Pech, dass ich nicht so schnell bin wie er. 
Die 100 Meilen finden auf dem Mauerweg statt. Bekanntes Terrain! Bis auf 31 Km kenn ich den vom März 2010.

Trainiert habe ich - gefühlt - ganz schlecht! 
Laut Trainingetagebuch schaut es aber nicht so schlecht aus. Die Kilometer-leistung stimmt. Dazu kommen dieses Jahr ein 8 Tage-Etappenlauf und Höhenmeter beim Traillaufwochenende am Spitzingsee. Einziges was mir fehlt ist ein Wettkampf im Juli. Aber das ist jetzt so. Dafür habe ich letztes Wochenende nochmal Kraft am MTB gesammelt.
Das Einzige was mir noch Sorgen bereitet, ist das Wetter. Denn sollte es 30° bekommen ... PUH, dann weiß ich ja nicht. Dann lieber 17° und Regen. Die Wetterprognose schwankt zwischen 24°, was ok wäre, und 30°. Ändern kann ich es eh nicht, aber die Hoffnung stirbt zu letzt.

Kühl

Sonntagmorgenlauf, kühl, windig, wolkig.
Kerstin Laufwetter eben. 
Und schon kann ich auch schnell laufen. 
Im Gegensatz zu Mittwoch. 
Heiß, sonnig, 30°. 
One-Way Strecke um das Auto zu holen. 
Gut, dort hat auch ein kühles Bier auf mich gewartet. 
Trotzdem war es nicht mein Wetter und mein Lauf. 
Da war es Donnerstagmorgen um halb 6 Uhr schon wieder eher mein Laufwetter. 
Allerdings hatte es da auch schon 18°. 
Für so früh ganz schön warm!
Außerdem ist es jetzt morgens um 5 Uhr jetzt schon wieder dunkel. 
Da ich im Dunklen nicht laufe, kann ich also eine halbe Stunde länger schlafen. 
Morgens zählt jede Minute! 
Allerdings schaffe ich es dann auch nicht um 7 Uhr in die Arbeit. 
Aber egal. Gleitzeit!

05 August 2013

Radwochenende

Blick auf den Hesselberg
am Gipfelkreuz am Hesselberg
Das Laufen hält sich zur Zeit in Grenzen. Es ist mir einfach zu warm. Und zur Zeit fällt es mir auch schwer, morgens zu laufen. Dieses Wochenende war aber mal Mountainbiken angesagt. Am Samstag sind wir auf den Hesselberg gefahren. Nicht von zu Hause aus, das wäre dann doch zu weit gewesen. Wir habe in Hechlingen Quartier bezogen. Von dort aus ging es über Wassertrüdingen auf den Hesselberg. Hin und zurück fast 80 Km. Die Sonne hatte aber ein Nachsehen mit uns. Vormittags war es bedeckt, nachmittags ging ein angenehmes Lüftchen. 

Am Sonntag sind wir dann noch von Herrieden auf dem Altmühlradweg nach Rothenburg o.T. und zurück gefahren. Wieder 80 Km. Diemal aber ziemlich flach, so konnten wir ordentlich Tempo machen. Auf den letzten Kilometern vorallem um vor dem drohenden Regen am Auto zu sein.
Viel werde ich diese Woche nicht mehr laufen. Zum einen sind ja wieder nicht meine Lauftemperaturen gemeldet. Wobei ich fest vorhabe, morgen früh zu laufen. Wenigstens eine kleine Runde. Zum anderen stehen übernächstes Wochenende die 100 Meilen von Berlin an. So langsam muss ich mich damit auch mal befassen. Und ich sollte ausgeruht sein und nicht mit schweren Beinen dorthin fahren.