28 April 2014

Gedanken ...

... nicht nur zum Marathon.
Am Sonntag habe ich das erste Mal seit langem wieder an einer Marathonveranstaltung teilgenommen. Seit einiger Zeit bin ich ja mehr in der Ultralaufszene und beim Trailrunning zu finden. Und am liebsten das Ganze ohne Wettkampfstreß.
Und ganz ehrlich, stressig war das am Sonntag schon irgendwie, obwohl der Marathon gut organisiert ist.
Klar, Startunterlagen abholen, Kleiderbeutel abgeben, am Klo anstellen, auch das gibt es alles bei Ultra- und Trailrunningveranstaltungen. Aber da dort deutlich weniger Teilnehmer sind, ist das ganze entspannter. Und die Toilettenfrage stellt sich auch nicht so eklatant wie bei einem Stadtmarathon ...
Auf einmal musste ich wieder meinen Startblock suchen. Startblock ... bei Ultraveranstaltungen gibt es sowas nicht. Man stellt sich enfach beim Start auf, ich sowieso weit hinten, weil ich es vor lauter Ratschen gar nicht weiter vor schaffe. Auch das Runterzählen bis zum Startschuß verpasse ich meist. Vielleicht gibt es das auch gar nicht!?
Auch die Aufregung, die im Startblock herrschte. Hier warmhüpfen, dort Puls kontrollieren. "Welche Zeit willst du denn laufen", "Uh, ich bin so aufgreget, ich laufe doch zum ersten Mal ...". Mittlerweile ganz ungewohnt für mich. Aber auch mal wieder ganz interessant.
Auf der Strecke dann hochrote Gesichter. Obwohl es kühl war. Kein Lächeln, es soll doch aber Spaß machen. Stehenbleiben und Fotos machen? Unvorstellbar. Durchdrängeln, um ja keine Sekunde zu verlieren.
Und dann das Gegenteil mit Conny. Aufmunternden Kommentare wie "ihr schafft das" kommentiert er mit: "Na klar, schaff ich das!" Die Zielzeit ist ihm völlig egal. Er war megastolz, dass er nicht ein einziges Mal gehen musste. Und wenn uns Zuschauer angefeuert haben, hat er das in vollen Zügen genossen. So wie ich auch. Ich weiß, was ich kann und muss mir nichts mehr beweisen. Anderen Leuten schon  nicht. Ich hatte die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht. Weil mir die Veranstaltung Spaß gemacht hat. Weil das Laufen besser ging als gedacht. Weil ich den Sonntag unter Lauffreunden verbringen durfte. Weil ich laufen kann. Und weil ich den Tag mit Conny verbringen durfte. Bei ihm gibt es keinen Unterschied "behindert oder nicht".

Gelaufen: Der Würzburgmarathon

Conny und ich vor dem Start
Der Würzburgmarathon ist Geschichte. Entgegen all meiner "Was laufe ich oder auch nicht" Prognosen, kam wieder einmal alles ganz anders als geplant. Unser einzig verbleibender Marathoni Conny hatte keinen Laufcoach. Nachdem ich aber sowieso keinen Marathon laufen wollte bzw. konnte, erklärte ich mich spontan bereit Conny bei seinem Halbmarathon zu begleiten. Conny läuft konstant und langsam. Das kam mir entgegen.
So haben wir in aller Ruhe den Halbmarathon abgespult. Die ersten 9 Km in gutem 8 min/km Schnitt, den Rest mit 9 min/km. Unterwegs wurden wir vom Sieger und der Siegerin überholt, die wir begeistert anfeuerten. 
Das Wetter war zum Laufen optimal. 14° und trocken. Mit dem einsetzenden Regen waren wir auch im Ziel. Super Timing! 
Mein Bein habe ich den ganzen Lauf überhaupt nicht gespürt. Beim Nachhause fahren hat er dann schon ein bisschen gezwickt, aber heute kann ich sagen, dass mir das langsame Laufen nicht geschadet hat. Trotzdem werde ich diese Woche lauftechnisch noch langsam machen. Auch mein Körper hat mir gestern deutlich gesagt, dass er Ruhe braucht. Auf der Heimfahrt und dann auch zu Hause habe ich den Rest des verregneten Sonntags verschlafen.

27 April 2014

Würzburgmarathon

Mein Shin Splint ist noch nicht ausgeheilt, doch schon viel besser. In wenigen Minuten fahre ich mit meinem Laufclub 21 zum Würzburg Marathon. An Marathon laufen denke ich gar nicht. Ich werde mit den Marathonis 10 km walken. Alles andere wäre gesundheitlicher Wahnsinn.
Die Marathonis habe ich schon seit Wochen nicht mehr gesehen, deshalb freue ich mich auf ein Wiedersehen und werde die Zeit mit ihnen genießen.

21 April 2014

Rheinsteiglauf: eine Zusammenfassung

Viel zu schnell ist eine traumhafte, wenn auch anstrengende Woche zu Ende gegangen. Wie auch letztes Jahr hatte der Wettergott ein Einsehen mit uns. Dieses Jahr war es sogar angenehm warm. Genau richtig, um zu laufen. Wir waren eine tolle Gruppe, haben viel zusammen gelacht. Das einzige, was die Stimmung etwas trübte, war Petras Sturz. Sie hat sich dabei einen Armbruch zugezogen und musste vorzeitig abreisen. Alle anderen Wehwehchen hielten sich in Grenzen. Doch der ein oder andere musste doch mal eine Etappe auslassen. Auch an mir ging der Rheinsteig nicht ohne Verletzung vorüber. Die letzten beiden Etappen konnte ich nur unter Schmerzen laufen, aber ich wollte undbedingt laufend in Wiesbaden ankommen. Da beißt man schon mal die Zähne zusammen. 
Auch diese Jahr wurden es ein paar Kilometer mehr, als der Rheinsteig eigentlich ist. Aber wenn man schon mla in der gegend ist, sollte man auch manche Sachen gesehen haben. Und auch die verschiedenen Rathäuser liegen nicht direkt am Rheinsteig.
Letztes Jahr konnten wir der Aktion Benny und Co, für die wir laufend helfend unterwegs waren 15000 € übergeben. Dieses jahr waren es auch wieder 11000 €. Nächstes Jahr findet der Rheinsteigerlebnislauf zum zehnten Mal statt. Dafür möchten wir das Spendenergebnis noch einmal steigern. Das Geld, dass wir hier gesammelt haben geht komplett in die Forschung dieser seltenen Krankheit.
Mir wurde wieder vor Augen geführt, wie dankbar man doch sein soll, nicht krank zu sein. Was sind da schon ein paar Zipperlein die wieder vergehen gegen unheilbare, zum Tod führende Krankheiten. 

Jetzt werde ich erst ein Mal regenerieren und den Shin Splint auskurieren. Eine Auswahl meiner Eindrücke vom Rheinsteig findet ihr hier.

18 April 2014

Rheinsteiglauf: 8. Etappe ...

... und Ende des Rheinsteigs in Wiesbaden. Nur noch ein kurzer Aufgalopp von 26 km bis zum Schloss Biebrich, wo der Rheinsteig in Wiesbaden für uns endet.
Auch heute hatten wir Glück mit dem Wetter. Nachts hatte es geregnet. Aber mit dem Loslaufen kam die Sonne raus und unterwegs fielen nur ein paar Tropfen.
Das Laufen fiel mir heute besonders schwer, weil mein Schienbein über Nacht nicht besser wurde. Aber ich wollte unbedingt laufend ankommen. Jetzt habe ich ja Zeit, die Wehwehchen auszukurieren.
So anstrengend die Woche war, viel zu schnell ist sie vorbei gegangen. Viele alte Lauffreunde habe ich wieder einmal getroffen und viele neue Freunde gefunden. Eine schöne Woche ist zu Ende. Aber zehren kann ich noch lange davon.
Meine fast 700 Bilder werde ich am Wochenende durchschauen und in einem Nachbericht einige davon einstellen.

17 April 2014

Rheinsteiglauf: 7. Etappe

Von Assmannshausen nach Kiedrich: 35 km, 1200 hhm. Die Stimmung war am Andang etwas gedrückt.  Petra reist mit Armbruch ab. Astrid muss mit Shin Split heute aussetzen.  Günther hört nach 7 km auch auf, wegen Schmerzen im Fuß. Mir tut das linke Knie weh und der rechte Fuß. Ich quäle mich durch, obwohl an laufen fast nicht zu denken ist.
Am Ziel gibt es einen Sektempfang am neuen Sportplatz. Pflichtempfang, aber trotzdem kurzweilig mit gutem Sekt. In Kiedrich sind alle besonders herzlich. Da macht es richtig Spaß anzukommen.
Ich hoffe, dass die Schmerzen im Fuß bis morgen weg sind. Ich will auf jeden Fall laufend in Wiesbaden ankommen.

16 April 2014

Rheinsteiglauf: 6. Etappe

Heute von der Loreley nach Asmannshausen gelaufen. 45 km und 1500 hhm. Vom Kopf her schwer nochmal eine lange Etappe zu laufen, nachdem wir gestern eine kurze Etappe hatten. Heute war es wieder etwas wärmer und strahlender Sonnenschein. Ich dachte ja auch immer, alle Etappen wären gleich schön. Aber die heutige war landschaftlich besonders schön. Schade, dass der Lauf schon fast vorbei ist.

15 April 2014

Rheinsteiglauf: 5. Etappe

Heute sind wir von Filsen zur Loreley gelaufen. Bei 35 km hatten wir 1550 hhm. Der Wettergott hat es heute nicht gut mit uns gemeint. Es war kalt, 9°, windig, nur geregnet hat es nicht. Gott sei Dank. Nach dem Lauf war noch ein Empfang im Besucherzentrum der Loreley, mit Spendenübergabe.

14 April 2014

Rheinsteiglauf: 4. Etappe

Heute eine kürzere Etappe. Ca. 40 km und 1600 hhm zur größten Rheinschleife der Welt nach Filsen. Heute hatten wir beim Wetter bis auf Schnee wirklich alles. Aprilwetter halt. Und supergute Versorgung! Es ging auch immer am Rhein entlang. Oben natürlich. Rauf und runter! Herrliche Ausblicke! Traumhaft. Morgen geht es dann zur Loreley. Alkerdings geht es gleich mit einem steilen Anstieg los. 
Das Bild zeigt im Hintergrund die Marksburg, die wir auch auf unserem T-Shirt drauf haben.

13 April 2014

Rheinsteiglauf: 3. Etappe

Heute lief es wieder deutlich besser als gestern. Und dazu bestes Kerstin-Laufwetter. Die Strecke verlief heute viel im Wald und weit weg vom Rhein. Trotzdem wunderschön!
Kein Muskelkater! Ein Blase gelaufen und die Zehen tun weh. Egal morgen geht es weiter!

12 April 2014

Rheinsteiglauf: 2. Etappe

Heute war die Etappe etwas kürzer. Nur 43 km dafür aber 1750 hhm.
Heute kam auch mittags die Sonne raus. Traumhaft! Allerdings fiel mir das Laufen schwer. Ich hatte zwar keinen Muskelkater wie letztes Jahr, aber es lief einfach nicht. Egal, da musste ich durch!
Jetzt so frisch geduscht geht es mir wieder gut. Mal schauen was der morgige Tag bringt.

11 April 2014

Rheinsteiglauf: 1. Etappe

Nach totalem Anreisechaos wurde es dann doch noch ein schöner Abend. 
Bis auf den RE von Neuhaus nach Nürnberg hatten alle Züge Verspätung und ich bin erst 90 Minuten nach dem verabredete Zeitpunkt angekommen. Dafür kenne ich jetzt alle Zugverbindungen zwischen Frankfurt und Bonn.
Heute ging es dann von Bonn nach Unkel. Ca. 54 km mit 1600 hhm. Den Rhein haben wir heute noch nicht so oft gesehen. Trotzdem, die Landschaft hier ist wunderschön! Der letzte Trail nach Unkel runter ... absolut traumhaft!

09 April 2014

Jetzt geht's los ...

... zum Rheinsteigerlebnislauf. Den habe ich ja letztes Jahr schon gemacht, aber ich konnte es nicht lassen und habe mich wieder angemeldet. Es war letztes Jahr einfach zu schön, um ihn dieses Jahr nicht wieder zu laufen. Wenn ihr die Strecken und Höhenprofile der einzelnen Etappen noch einmal sehen möchtet, klickt einfach hier. Und hier gibt es den Nachbericht mit Bildern dazu. Natürlich werde ich wieder täglich einen Zwischenbericht, hoffentlich auch mit Bild, liefern.
Im Moment bin ich ein bißchen aufgeregt. Gepackt habe ich (hoffentlich) alles. Jetzt muss morgen nur noch in Bonn ankommen und am Freitag loslaufen. 

Ich hoffe, dass:
- das Wetter hält. Wenigstens kein Regen, wenn es kühl ist ... das hatten wir letztes Jahr ja auch.
- das mein Fuß nicht wieder wehtut.
- das ich mich nicht verletzte oder krank werde. Mein Rückfahrtticket gilt ab Wiesbaden am 18. April!

Ich werde:
- jeden Tag genießen und wenn die Etappe noch so lang ist!
- alte Lauffreunde treffen.
- neue Lauffreunde kennenlernen.
- viel Spaß haben!
- einen tollen Urlaub verbringen.

Einfach den Urlaub, den Lauf, das Leben genießen!

02 April 2014

Wie im Hochsommer

So waren gestern die Bedingungen. Klingt ja wirklich komisch, aber gestern wollte ich in der Sonne laufen, sie einfach genießen. Aber schon nach wenigen Kilometern war es mir zu warm! Als ab in den Wald, was bei mir ja kein Problem ist. Mein Lieblingstrail war total ausgetrocknet. Selbst das letzte Matschloch war weg. Alles trocken und staubig wie im Hochsommer.
Morgen in einer Woche geht es dann los: Am Rheinsteig. Ich hoffe, dass das Wetter hält. Zumindest keinen Regen, auch wenn wir den dringend nötig hätten.
Allerdings hat mir gestern mein Fuß Sorgen bereitet. Beim Gehen merke ich nichts, aber sobald ich auf eine Unebenheit komme, was bei einem Trail ja öfter vorkommt, tut er höllisch weh. Keine Ahnung was das ist. Nachdem ich aber dieses Wochenende eh auf Sightseeing unterwegs bin, wird das schon wieder werden. Und wenn nicht, muss ich halt am Rheinsteig die Zähne zusammenbeißen.