30 November 2010

Winterläufe



Gestern hat es den ganzen Tag geschneit. Ich war dennoch laufen. Wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Eigentlich wollte ich 16 km an der Pegnitz entlang laufen, aber der Weg war total verschneit. Nur ein paar Spuren waren zu sehen (linkes Bild).






So verkürzte ich den Lauf. Im tiefen Schnee war das Laufen doch sehr anstrengend. Nach 11 Kilometern, davon ca. 5 Km im "Tiefschnee" (rechtes Bild), habe ich mich gefühlt als wäre ich einen Marathon gelaufen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Oberschenkel Magdalena Neuner Konkurrenz machen.


Heute war ich dann etwas schlauer und habe mir eine wenig befahrene Straße gesucht, denn in den Traktorspuren auf den Feld-
wegen ist es einfach nicht schön zu laufen. Morgen plane ich einen Ruhetag. Allerdings wird schönes Wetter gemeldet und so wie ich mich kenne, werde ich dann die Laufschuhe nicht im Regal stehen lassen können.

24 November 2010

Schnee!!

Sonntag vor einer Woche war es noch so wie auf dem Bild rechts. Man konnte durchs Laub laufen und es hat geraschelt. Es war angenehm und wie es so schön heißt: "Für die Jahreszeit zu warm." Wenn man bedenkt, dass wir letztes Jahr am 15. Oktober schon den ersten Schnee hatten, so waren wir doch bis gestern Wettertechnisch wirklich verwöhnt.

Über Nacht ist es bei uns jetzt Winter geworden. Aber das Bild täuscht. Denn der Schnee ist nass. Auf den Wegen bleibt er nicht liegen und verwandelt das Laub in schwarzen, glitschigen Matsch. Nicht schön zu laufen. Wobei das alles für mich kein Grund ist, nicht zu laufen. Am Montag war es ein Lauf im Nieselregen, heute war zwischendrin Schnee dabei. Die Temperaturen sind um den Gefrierpunkt, im Wald ist es still, kein Vogelgezwitscher, manchmal ist es schon fast unheimlich. Und gegen 16:15 Uhr dämmert es langsam. Da kann ich es mir nicht mehr erlauben, hier und da eine Schleife dranzuhängen. Mehr als 15 Km pro Laufeinheit geht nur noch am Wochenende. Dabei wäre ich gerade am Montag so gerne noch ein bisschen weiter gelaufen. Aber das Wochenende ist in Sicht, der Schneefall soll aufhören und es bleibt kalt. Ideale Winterlaufbedingungen.

17 November 2010

Novemberwetter

War das ein Wetter am Wochenende! Ich habe es auch gleich voll ausgenutzt. Am Samstag war es zwar noch nicht so sonnig, aber angenehm warm. Ich habe einen langen Lauf unternommen. Leider hatte ich keine Kamera dabei, denn ich habe doch wieder einiges gesehen. Am Sonntag kam dann auch bei uns die Sonne durch. Schon vormittags bin ich mit dem Rad los. 52 Km rund um Hollfeld, durchs Wacholdertal nach Sanspareil und ins Paradiestal. Das Paradiestal ist wirklich ein Paradies.
Am Montag und heute war ich laufen. Vorgestern habe ich eine etwas flachere Strecke gewählt, dafür aber aufs Tempo gedrückt. Heute bin ich bei leichtem Niesel im Wald gelaufen, leicht hügelig. Eigentlich wäre ich gerne noch länger gelaufen, weil es sich so schön laufen ließ. Durch den Hochnebel war es im Wald aber düster und gegen 16 Uhr wurde es dann noch dunkler, so dass ich nach hause laufen musste.
Langsam kommt wohl doch der Winter. Heute war so richtiges Novemberwetter. Konnte ich am Montag noch in 3/4 Hose laufen, so musste ich heute die lange Hose raussuchen. Außerdem war es so frisch, dass ich mit Mütze gelaufen bin. Und ein untrügliches Winterzeichen habe ich auch schon gesehen. Die Straßenmeisterei hat die Schneestangen aufgestellt. Ich hoffe aber, dass der Schnee noch auf sich warten lässt.

11 November 2010

Wichtige Erkenntnis

Der lange Lauf am Samstag hat nicht nur Spaß gemacht, ich habe dabei endlich einen Schuh gefunden, in dem ich keine schmerzenden Füße und blaue Zehen bekomme: den Adidas Kanadia Trail.
Ich habe ihn dort zum ersten Mal bei einem langen Lauf angehabt und nach 30 Km keine schmerzende Füße gehabt. Während der letzten Marathons und Ultraläufe hatte ich nämlich das Problem, dass ich ab Km 30 solche Fußschmerzen hatte, das jeder Schritt zur Qual wurde. Auch hatte ich bei den letzten Läufen immer wieder blaue Zehen. Dies war am Samstag nicht so. Immer wieder habe ich zu meinen Füßen "gehorcht", was der Schmerz macht, aber es war ein gutes Gefühl, wenn man feststellt, dass alles in Ordnung ist.
Wobei mich der Schuh nicht nur deswegen überzeugt. Nein, ich fand ihn von Anfang an toll, denn er ist, im Gegensatz zu meinem anderen Trailschuh, sehr leicht, biete aber gleichzeitig einen gute Halt. Und da er mich jetzt beim Laufen auch überzeugt hat, werde ich mir wohl gleich noch ein zweites Paar zulegen.

08 November 2010

AULA 2010 - das war's


Zurück von einem tollen Lauf. Ein schöner Saisonausklang ohne Wettkampfcharakter. Auch das Wetter war auf unserer Seite. Erst als alle geduscht waren kam der angekündigte Regen.

Los ging's mit dem Segen des Pfarrers, schließlich wird der AULA von den Läufern der Pfarrei St. Michael in Amberg organisiert. Der Segen war aber schon das Einzige, das mit der Kirche zu tun hatte. Na, vielleicht noch der göttliche Beistand beim Wetter und das alles ohne Verletzung abging.

Für mich war bei diesem Lauf nicht die Distanz das Problem, sondern das Lauftempo. Konstant einen 6 min/km Schnitt zu laufen fiel mir extrem schwer. Ich hatte keinen optimalen Lauftag. Da aber die Gruppe zusammen bleiben sollte, entschloss ich mich bei Km 43 ins Begleitfahrzeug der Feuerwehr einzusteigen. Ich wollte wenigstens den Ultra laufen, als kam ein Zurückfahren zum Ziel bei Km 43 gar nicht in Frage. Die einstündige Erholung tat mir gut. Bei Km 53 konnte ich wieder in den Lauf einsteigen und problemlos den Lauf beenden.

Nicht nur die tolle Organisation spricht für den Lauf, sondern
eben auch, das man überall und den Lauf ein- bzw. aussteigen kann, immer zum Start/Ziel zurückkommt. So muss sich keiner übernehmen. Den ein sechser Schnitt auf 63 k ist ganz schön schnell. In meinem Tempo hätte ich sicherlich die volle Distanz geschafft. Da aber der Weg nicht beschildert ist, ging das nicht.

Ich habe den Lauf, auch wenn er mir teilweise schwer fiel, sehr genossen. Durch die herbstliche Landschaft mit Lauffreunden zu laufen macht einfach Spaß. Und es war ganz sicher nicht mein letzter Amberger Ultralauf.
Die Entscheidung 10 Km nicht zu laufen, war vollkommen richtig, schließlich muss ich mir und niemandem etwas beweisen. Es war der Saisonabschluss, da muss ich nichts mehr überreißen.
Vielleicht laufe ich noch einen Nikolauslauf, aber das entscheide ich spontan, nach Wohlbefinden. Nur der Jahresabschluss ist fest. Der Silvesterlauf in Nürnberg. Der muss einfach sein.
Die Bilder vom Veranstalter findet ihr hier.

04 November 2010

... und ich kann's nicht lassen



Post-Nummer 395, über 10000 Zugriffe. Sichtlich kann man meinen Blog lesen, danke.






Und dabei wäre ich in der Schule beinahe wegen Deutsch sitzengeblieben, denn meine Deutschlehrerin hat immer gesagt, ich könne nicht schreiben. Nun gut, Erlebnisaufsätze konnte ich nicht einfach so erfinden, ich musste sie erlebt haben, dann konnte ich sie auch schreiben.

So ist es im Blog auch. Ich schreibe was ich erlebt habe. Oder ich schreibe, was ich demnächst erleben will. Dann geht das auch. Auch wenn das manchmal schwerer fällt.

... ich kann's nicht lassen ... wieder steht so ein Lauf an, den ich in den letzten Jahren immer wieder ausfallen lassen musste, weil ich anderweitig unterwegs war. New York oder Nizza zieht einfach mehr als ein Lauf im Nachbarlandkreis. Aber ähnlich wie bei Schwäbisch Gmünd, diese Jahr kam keine großer Lauf dazwischen.
So fahre ich am Samstag zum
Aula. Aula steht für den Amberger Ultra Lauf. Der Lauf geht einmal um Amberg, 63 Km. Kein Wettkampf, ein Lauf "Just for Fun". Eigentlich wollte ich ja den Rest des Laufjahres ausklingen lassen mit "einfach nur für mich laufen", aber dieser Lauf reizt mich einfach schon zu lange. Es sind 14° gemeldet, echtes Kerstin-Laufwetter, die Teilnehmerliste verspricht, viele Lauffreunde zu treffen. Und 63 Km sollten mittlerweile auch kein Problem mehr sein.
Ich kann's also mal wieder nicht lassen, stehe am Samstag früh auf, fahre zig Kilometer, nur um zu laufen.


Diese Woche bin ich deshalb nur einmal, am Montag, gelaufen. Jetzt fühle ich mich auch nicht mehr so müde, wie noch zu Wochenbeginn. Ich denke, es wird ein herrlicher Herbstlauf. Ich werde die Kamera mitnehmen und viele Bilder machen. Der Erlebnisbericht folgt dann nach dem Lauf.

01 November 2010

Mühsam (Teil 2)

Gerade komme ich von meinem Lauf zurück. Um es gleich zu sagen, es lief wie ich mich fühlte. Schrecklich. Es war, als hätte mir jemand über Nacht die Kraft aus dem Körper gesaugt. Aber jetzt bin ich froh, dass ich mich aufgerafft habe. Leider habe ich meine Kamera nicht mit dabei gehabt. Im Wald, auf dem Laub, die Sonne spitz durch die Bäume, tolle Bilder. Aber leider nur in meinem Kopf. Im Wald habe ich meine Musik ausgemacht, denn ich wollte die Stille bzw. das Rascheln, wenn ich durchs Laub laufe, genießen. Das war wieder so ein Augenblick, wo ich mir sage: deswegen laufe ich. Wegen der Stille im Wald, wegen der Geräusche der Natur, die Sonne genießen oder auch mal den Regen. Seit ich laufe nehme ich die Natur, vor allem auch die Jahreszeiten, wieder viel bewusster wahr. Kaum zu glauben, wie viele Raupen und Käfer immer noch unterwegs sind. So hatte ich, obwohl mir der Lauf wirklich schwergefallen ist, Freude am Laufen. Und jetzt habe ich auch wieder mehr Elan für den Rest des Tages. Immerhin haben wir ja Feiertag.

Mühsam ...

... so beschreibt es Marco. Ja, so könnte ich es auch beschreiben. Liegt es an der Jahreszeit? Aber es ist doch herrliches Laufwetter. Und trotzdem fällt es mir schwer, zu laufen.Oder liegt es daran, dass ich mir nach dem Alb Marathon nur zwei Ruhetag gegönnt habe?
Ich bin körperlich und mental total ausgepowert. Radfahren und laufen fällt schwer, selbst das morgendliche Aufstehen ist eine Qual. Und zu wissen, dass es ab jetzt abends eher dunkel ist, wirkt sich nicht unbedingt förderlich aus. Da kann ich bei meinen Läufen nicht "mal schnell" hier und da noch eine Schleife einbauen.
Drei Läufe waren es letzte Woche, einer davon über 20 Km. Und einmal Radfahren. Auch heute kann ich mich nicht so recht aufraffen. Aber so war es schon am Samstag. Erst hatte ich keine Lust, als ich dann unterwegs war, hat es doch gut getan. Wie so oft geht es nur um's Loslaufen. Draußen scheint die Sonne und ich habe fest vor, gegen Mittag loszulaufen. Langsam und wenn's nicht läuft, dann nur kurz. Aber wie ich mich kenne, wenn ich mal unterwegs bin, wird es auch kein kurzer Lauf.
Immer wieder lese ich über Streakrunning, gerne bei Ramona, und überlege, ob das auch was für mich wäre. Jeden Tag laufen, manchmal halt nicht so lang. Aber so recht kann ich mich dazu nicht aufraffen. Manchmal bin ich ganz froh, nichts zu machen oder eben auch mal eine längere Tour mit dem MTB zu machen. Und an so Tagen wie heute, an denen der Schweinehund so gar nicht mag, habe ich eben nicht das Muss zu laufen. Und gerade deswegen gehe ich jetzt laufen!