26 September 2015

Aschauer-Klamm

Nach der unvollendeten Königsseeumrundung sind wir am Sonntag noch ausgelaufen. Den Tipp durch die Aschauer-Klamm zu laufen, kam von der Wirtin unseres Hotels. Und das war ein wirklich lohnenswerter Tipp. Der Anfang war etwas langweilig. Auf Straße und Schotterweg am Fluss entlang. Aber irgendwie muss man ja zur Klamm kommen. Dann wurde es schöner. Auf Schiefergestein neben dem Fluss. Manchmal etwas rutschig.
Schiefergestein ist kein leichtes Geläuf
Dann ging es in die Klamm und schon die ersten Meter entschädigten für den "Anlauf". Wild romantisch würde ich es mal beschreiben. Nur das Getose des Wassers. Auch hier fast keine Wanderer.
herrlich klares Wasser
und immer wieder kleinen Brücken
ich musste auch drüber
Wasserbecken laden zum Baden ein, aber das Wasser ist eiskalt
Eine wirklich beeindruckende Klamm, durch die ein schöner Trail durchging. Da hat das laufen so richtig Spaß gemacht, obwohl die Beine vom Tag vorher noch schwer waren. Ich konnte gar nicht so viel fotografieren, denn jeder Meter war ein anderer beeindruckender Blick. Und wenn ich mich umgedreht habe, hätte ich gleich wieder fotografieren können. Aber dann wären wir überhaupt nicht weitergekommen.
Blick runter in die Schlucht
Irgendwann ging es dann doch wieder den Berg hoch. Und dann auf einmal die Grenze. Waren wir mit Schleuser Harry unterwegs und wir die Flüchtlinge? Oder war dieser Waldtrail der Schmugglertrail? Ich weiß es nicht, Aber genial zu laufen!
Ausweis? Fehlanzeige!
Dach kam wieder ein eher langweiliges Stück. Es ging auf einer Schotterstraße bergab, zurück in die Zivilisation.
kleine Erfrischung gefällig?
Ab hier ging es steil bergab Richtung Reith. Hier erwartete uns dann noch eine Klamm. Klein aber fein, würde ich mal sagen. Schon das Schild am Beginn war ein Foto wert.
ich wollte eh nicht hüpfen
Die Innersbachklamm, ganz schmal, nur über Stege begehbar.
schmal, aber mit viel Wucht
Auch der Austritt, wo der Innersbach in die Saalach fließt. Spektakulär.
auf einmal kommt aus dem Fels Wasser raus
Danach ging es an der Saalach entlang zurück zum Hotel. Hier ging es zwar fast neben der Bundesstraße entlang, aber der Blick war trotzdem traumhaft.
Kanufahrer
Mit diesem Lauf ging ein lauftechnisch anstrengendes aber ansonsten sehr entspanntes Wochenende zu ende. Ich war dort bestimmt nicht zum letzten Mal. Nicht nur weil ich noch was vollenden muss. Nein, die Landschaft hier fand ich faszinierend. Und zum Laufen ist auch alles dabei.

24 September 2015

unvollendete Königsseeumrundung

Los ging es am Freitag mit ein bisschen Einlaufen im Heutal. Drei Kilometer bergauf und drei wieder runter. Schade das unser Ziel - eine Hütte, was sonst - zu hatte. Aber egal, denn der Blick ins Heutal hinunter war traumhaft und der Trail bergab auch.
Blick ins Heutal

Zwischendrin gab es von Harry von Fidelio-Trailrunning Tipps und Tricks zum Hinunterlaufen mit Stecken. Ist immer gut, das mal wieder zu hören.
Harry erklärt das Bergablaufen
Am Samstag war es dann soweit, die große Tour rund um den Königssee geht los. Ich fand ja von Anfang an, dass 9 Uhr zu spät ist, aber gut. Wir waren ein bunt gemischte Gruppe. Teile meiner ganz persönlichen Boygroup, ein mir bekanntes Pärchen, ein Extremtrailrunner und ein Pärchen, dass so was zum ersten Mal probiert. Die Stimmung war gut, alle waren zuversichtlich, das Wetter Kerstin-Laufwetter: bedeckt und trocken, 17°. Startpunkt Jennerbergbahn. Aber nicht, um die Bahn zu benutzen. Nein, wir machten zuerst einmal Orientierunglauf. Abkürzung durch den Wald. Sprich kein Weg, Wildnis pur. Aber wer will schon auf Wegen laufen. Irgendwann war auch der Königssee in Sicht, ganz weit unten.
erster Blick auf den Königssee
 Fidelio-Trailrunning hatte, wie immer, keine Kosten und Mühen gescheut. Nein, sogar einen Almabtrieb haben wir erlebt. Ich dachte mir noch, die armen Kühe. Aber die Kühe haben sich bestimmt ähnliches gedacht als sie uns sahen. Manche machten doch einen sehr verwirrten Eindruck.
wie es die Tradition will: bunt geschmückt beim Almabtrieb
 Nach diesem Rummel wurde es ruhiger. Jetzt liefen wir Richtung Gotzenalm. Viele Wanderer haben wir auf unserem ganzen Weg nicht getroffen. Immer wieder trafen wir auf wunderschöne Trails runter und auch wieder rauf. Und jedes Mal irgendein anderer toller Ausblick.
Kerstin, Micha, Michel und Petra
 Vor der Gotzenalm ging es dann zum nächsten grandiosen Ausblick. Logischerweise erstmal wieder hoch.
wo geht's jetzt lang?
Blick Richtung Gotzenalm
  Am Aussichtspunkt dann dieser Blick. Tief unten der Königssee mit St. Bartholomä. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass dort für die Meisten das Ende des Laufes sein wird.
Blick auf den Königssee
 Die Gotzenalm ließen wir rechts liegen, leider. Was getrunken hätten wir schon gerne, aber die Rast war woanders eingeplant. weiter ging es auf schön zu laufenden Trails. Einsam und ruhig, einfach herrlich.
steinig, aber schön
Am Abzweig "Saletalm 2 1/2 h" waren wir noch so gut in der zeit, das wir beschlossen, noch Richtung Hochgeschirr zu laufen, wo wir dann auf halber Höhe ankamen. Anstatt 2 1/2 h runter ging es erstmal wieder rauf. Belohnung: schön zu laufender Trail bergab, bis zum Schild "Saletalm 3 1/2 h". Leichte Frustration in der Gruppe. Aber eigentlich logisch. wenn ich eine Stunde bergauf laufe, muss ich wohl auch länger runterlaufen.
Trail Richtung Hochgeschirr
gut laufbar, da hatte ich so richtig Spaß
 Bergab ging es dann durch Sturmwald. Gespenstisch, aber hier sah man deutlich welche Gewalt doch die Natur hat.
Trail durch den Geisterwald
Wir liefen also Richtung Satelalm und Obersee. Der Trail wurde immer schwieriger, an laufen war teilweise nicht zu denken. Ein Teil der Gruppe war mir zu schnell, der andere Teil zu langsam. So lief ich einfach alleine. Sorgen hatte ich nicht, wusste ich doch um die Gruppe, die hinter mir war. Sollte was passieren, würden die mich schon finden. Der Wald gab immer wieder den Blick ins Tal frei. Der Trail war gespickt mit allem was der Trailläufer liebt. Selbst über einen Bach musste ich mehrmal drüber.
da hinunter musste ich
Und irgendwann der erste Blick auf den Obersee. Aber immernoch tief unten.
den Obersee fest im Blick
Ich weiß nicht wie lange ich nach unten gebraucht habe. War auch egal. Als ich von unten zurück schaute, war überhaupt kein Weg erkennbar. nur ein Wand. Wahnsinn wie man da auch noch runter laufen kann. Und dann war ich am Oberssee. erstmal ein Kulturschock. Nach Menschenlosen Stunden auf einmal Touristen. Am Weg vor zum Königssee bin ich doch tatsächlich hinter Flip-Flop Japanern hängen geblieben. Ich völlig genervt von ihnen, sie total begeistert von dem Runner. 
Spiegelung im Obersee. Aber auch die Farbe war hat mich fasziniert
Und dann war auch ich endlich an der Saletalm. Endlich Pause, endlich was anderes trinken als Wasser. das alkoholfrei Weizen war in einem Zug weg. Kurz darauf kam der Rest der Gruppe an. Zwei hörten hier, wie geplant auf. Harry drängte zum weiterlaufen. Wir hatten ja noch einiges vor uns. 
erster ebenerdiger Blick auf den Königssee
Ein kurzes Stück ging es direkt am Königssee entlang, auf einer Kuhweide. Wenigstens ein bisschen "Erholung". Aber nicht lange, schon ging es wieder bergauf. Gefühlt immer steiler.
ein bisschen kann man die Steilheit erkennen. Petra und Alfred kämpfen sich nach oben
 Oben angekommen ging es dann auf halber Höhe in die Saugasse. Und damit bergab Richtung St. Bartholomä.  
immer wieder Königssee. Aber der Blick darauf war einfach zu schön
Es ging auf 17 Uhr zu und so beschlossen wir in Bartholomä aufzuhören und mit dem Schiff nach Schönau zurück zu fahren. Denn von Bartholomä hatten wir noch 3 Stunden vor uns. Der Plan war, am Sonntag mit dem Schiff wieder nach Bartholomä zu fahren und von dort über den Rinnkendl-Steig nach Schönau zu laufen und den Lauf somit zu beenden. Unser Extremtrailrunner hatte aber am Sonntag keine Zeit uns so liefen Harry und Holger mit ihm bis Schönau zurück. Wilfried, Alfred, Petra und ich traten die Heimreise per Schiff an. Wir hätten die Jungs nur aufgehalten. So habe sie die Tour wenigstens noch vor Einbruch der Dunkelheit und vor dem einsetzenden Regen geschafft.
Blick vom Schiff auf St. Bartholomä
Der Regen war es dann auch, warum wir die Königsseeumrundung nicht beenden konnten. Die ganze Nacht hat es geregnet und so haben wir morgens beschlossen, dass es zu gefährlich ist den Rinnkendlsteig zu laufen. wieder eine unvollendete Geschichte. Ähnlich dem Mauerweglauf 2010, beendet 2013 und der Zugspitzbegehung. Angefangen 2014 beendet 2015. Also muss ich nochmal hin und den Rest laufen!
Als Entschädigung haben wir am Sonntag noch einen Lauf durch die Aschauer Klamm gemacht. Nicht so spektakulär wie ein Lauf über den Rinnkendlsteig, aber von der Landschaft bestimmt genauso schön. Davon berichte ich aber gesondert.

20 September 2015

Königsseeumrundung

 


 

Fast ganz geschafft. Lag aber nicht an der körperlichen Fitness, wir wären in die Dunkelheit gekommen. Deshalb war es nur vernünftig, in St. Bartholomä das Boot zu nehmen. Trotzdem war es ein herrliches Wochenende.
Heute haben wir auch noch eine kleine Runde gedreht. Wenn man schon mal da ist. Dazu und zur Umrundung gibt es im Laufe der Woche noch Bilder und einen Bericht.

17 September 2015

Königsseeumrundung


Vorfreude? Ist wohl das falsche Wort. Aufregung? Ja, bin nicht gut trainiert und dann  doch wieder! Respekt? Das auf jeden Fall. Und den sollte man im Gebirge auch nicht verlieren. Ich weiß, dass ich das schaffe, aber aufgeregt bin ich wie schon lange nicht mehr. Und das Höhenprofil ist auch nicht ganz ohne.
Am Freitag habe ich Urlaub und werde ganz gemütlich im Laufe des Tages anreisen. Für Samstag hoffe ich auf schönes Kerstin-Laufwetter und am Sonntag geht es dann schon wieder heim.
Die Kamera liegt bereit, ebenso der Laufrucksack mit allen wichtigen Utensilien. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Der Respekt bleibt, die Freude darauf ist aber auch da.

15 September 2015

Training

Habe letzte Woche in bisschen für die Königsseeumrundung trainiert. Zwar nur kurze Strecken, dafür aber bergauf, bergab am Ossinger. Wir schon werden. Heute gönne ich mir noch eine Massage, damit die müden Beine wieder fit werden. Und dann kann ich nur noch hoffen.
Darauf, dass ich nicht schlapp mache.
Darauf, dass das Wetter passt, also das es nicht regnet und wenn doch, dass es wenigstens nicht so stark regnet.
Aber irgendwie wird es werden.

09 September 2015

Run and Bike

Mit dem MTB zum Laufen gefahren. Einen schönen, anspruchsvollen Trail gelaufen und mit dem MTB wieder heimgefahren. Dabei auf der Wiese noch das Abendessen gesammelt: Champignons. Reicht heute für das Abendessen. Ein erfolgreicher Nachmittag. Schon alleine deshalb, weil ich den Schweinehund überwunden habe. Und das Ganze bei tollem Herbstwetter.

06 September 2015

Kurzurlaub in Rostock

Gerade komme ich von einem Nicht-Lauf-Kurzurlaub aus Rostock zurück. Das Wetter war dafür ganz in Ordnung, zumindest hat es nicht geregnet. Allerdings blies ein mächtig kalter Wind. So ein paar Tage Auszeit bringen mir immer einiges. Ich konnte mich gut erholen und sehen den nächsten Wochen, sowohl läuferisch als auch arbeitstechnisch, optimistisch entgegen. Irgendwie wird alles gehen.
Wie immer hatte ich die Kamera dabei und das ein oder andere gute Foto geschossen. 
Rostocker Rathaus
meine neuen Laufschuhe
und links mein neues Abendkleid
manchmal braucht man auch bei einer Stadtbesichtigung eine Pause
paddeln geht fast schneller
Leuchtturm von Warnemünde
Strandidylle
Molli, von Bad Doberan nach Kühlungsborn
in Kühlungsborn war nicht unbedingt Strandwetter, aber die aufgereihten Strandkörbe sind immer wieder schön
Seebrücke Kühlungsborn, der Schiffsverkehr war allerdings wegen Sturm eingestellt
Strandkörbe in Heiligendamm
Seebrücke bei Heiligendamm undmächtiger Wellengang