03 September 2010

Eine verfrühte Jahresbilanz

Eigentlich ist ja Montag Lauftag, immer. Aber diesen Montag war gar nicht daran zu denken. Es hat in Strömen geregnet, dass sogar ich zu Hause geblieben bin. Am Dienstag habe ich dann einen weiteren Ruhetag eingelegt. Ich hatte nachmittags einen Termin und wollte danach noch laufen. Doch als ich endlich Zeit hatte, hat es wieder zu regnen angefangen.

Am Mittwoch hat dann endlich alles gepasst. Zeit und Kerstin-Laufwetter. Da hat mich nichts gehalten. Ich bin einen Teil des fränkischen Gebirgsweg gelaufen. Und wie so oft kommen einem ja da die „dümmsten“ Gedanken.
Den
Mauerweg rund um West-Berlin bin ich gelaufen. 38 km des Frankenwegs auch schon. Ultramicha ist am Wochenende am alten Kanal von Beilngries nach Fürth gelaufen. Warum nicht mal ein längeres Stück auf dem fränkischen Gebirgsweg laufen? Ich befürchte, dass mich dieser Gedanke nicht mehr loslässt. Ob ich das dieses Jahr noch mache, weiß ich nicht, denn jetzt fängt ja die Wettkampfsaison an. Und geplant muss das ja auch werden. Außer dem Karlsruhemarathon habe ich noch nichts gemeldet. Dort laufe ich wieder mit dem Laufclub 21. Darauf freue ich mich besonders.

Allerdings bin ich mit meinem Trainingszustand nicht zufrieden. Langsam und lang kann ich laufen, an Tempo ist im Moment aber nicht zu denken. Auch habe ich mein Jahresziel neu definiert. So wie es ausschaut, werde ich in diesem Jahr wohl mehr Radkilometer als Laufkilometer zusammenbringen. Eigentlich wollte ich die 3000 Laufkilometer vom letzten Jahr toppen, nach vier Monaten hatte ich auch 120 Km mehr als zur gleichen Zeit 2009. Mittlerweile habe ich allerdings 150 Km weniger als letztes Jahr zur gleichen Zeit. Ein bisschen deprimiert mich das schon.
Noch sind es vier Monate bis zum Jahresende. So habe ich beschlossen, Jahreskilometer Jahreskilometer sein zu lassen, Bestzeiten Bestzeiten sein zu lassen und bei jedem Training und jedem Wettkampf einfach nur Spaß haben. Ganz ohne Druck. Zeiten egal. Gut fühlen, dabei sein, dass ist wichtig. Und natürlich das „Drumrum“ wahrnehmen und genießen. Das vergesse ich manchmal bei Kilometer- und Zeitenjagd.

Keine Kommentare: