Diese Woche bin ich auf einem Seminar. Eigentlich schön, denn ich könnte ausschlafen. Aber es ist tagsüber so heiß, dass ich lieber morgens laufen gehe. Das heißt, der Wecker klingelt um 5:15 Uhr. Um 5:40 Uhr bin ich dann in den Laufschuhe, da wird es gerade hell. Ich liebe es in den Tag hineinzulaufen. Und kühler als am Abend ist es allemal. Auch wenn das Thermometer gestern morgen schon 18° angezeigt hat. Kürzer sind die Laufeinheiten auch, denn mehr als eine Stunde laufen geht nicht. Das Seminar beginnt schon um 8 Uhr. Duschen und Frühstück muss ja auch noch reinpassen. Aber egal, ich laufe und das reicht mir völlig.
Der Schmerz geht, der Stolz bleibt. Bei mir ist es eher so: Der Schmerz geht, der Stolz kommt. Erst so nach und nach kann ich mich darüber freuen, dass ich die 100 Meilen von Berlin geschafft habe. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht, dass ich "nur" Angekommen bin. Im Geheimen hatte ich schon mit 24 - 26h geliebäugelt. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich überhaupt angekommen bin. Das habe ich Anton zu verdanken. Bei Km 96 haben wir uns das erste Mal verlaufen, bei Km 102 dann das zweite Mal. Das hat mich mental so runtergezogen, dass ich praktisch nicht mehr laufen konnte. Ohne Anton hätte ich mich in den Bus gesetzt und wäre zum Ziel zurückgefahren. bei der Startnummernausgabe Morgens um 5:30 Uhr war die Welt noch in Ordnung. Herrlicher Sonnenaufgang zu einem anstrengenden Tag Erstmal wurden die Restkilometer zweistellig. Gut ging es uns die ganze Zeit - körperlich zumindest! Die Sympathie der wenigen Zuschauer hat uns getragen. Ein bli...

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