29 Dezember 2012

Jahresrück- und ausblick

Dieses Jahr war läuferisch nicht eines der Besten. Trotzdem habe ich viel neue Erfahrungen gesammelt und einige sehr emotionale Momente erlebt.
Geplant hatte ich, mich Kilometertechnisch nicht mehr so sehr unter Druck zu setzen. Also nicht die 2900 Km vom letzten Jahr überbieten. 200 Km pro Monat sollten langen und dafür wieder mehr Mountianbike fahren. Außerdem mal wieder einen Marathon finishen.
Weniger zu laufen fiel mir schwer, aber ich habe es ganz gut geschafft. Dieses Jahr stehen "nur" 2500 km im Laufkalender, viele kürzere Einheiten, weniger Tage, aber auch viele ganz lange Einheiten. Eine gute Mischung wie ich finde. Obwohl ich nur das erste Vierteljahr wirklich schnell unterwegs war. 
Mit 1600 Mountainbikekilometern habe ich etwas mehr als letztes Jahr. Ich merke einfach, dass ich wieder ganztags arbeite und einfach Laufen und Radln nicht mehr an einem Tag unter den Hut bringe.


Das "endlich mal wieder einen Marathon finishen", habe ich geschafft. Leider nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Hamburg hatte ich gemeldet. Den Winter über hatte ich gut trainiert und war zuversichtlich an die 3:45h ranlaufen zu können. Leider erwischte mich kurz vor Hamburg die Grippe und am Marathontag war mir nicht wirklich zumute, einen Marathon zu laufen. Gestartet bin ich und habe eine wunderschöne Sightseeingtour durch Hamburg gemacht. Ich bin langsam gelaufen, habe mich mal massieren lassen und war nach 4 1/2 Stunden im Ziel. 
Danach dann der Rennsteig, der wird wohl ein fester Termin werden. Er ist einfach nur schön. Die Organisation, der Lauf, das Feiern danach. Die Zeit konnte ich auch nochmal verbessern.
 
Sportlicher Höhepunkt war wohl der 24h Lauf in München. Dort habe ich und ein Lauffreund, Anton, einen blinden Läufer, begleitet. Am Ende sogar zum Weltrekord der Blinden im 24h Lauf. 
Wenn man so überlegt sind 24 Stunden im Alltag ja gar nichts. Man schläft, geht in die Arbeit, macht seine täglichen Arbeiten und schon ist es Abend und der Tag vorbei. Beim Laufen merkt man erst wie lange 24 Stunden wirklich sind. Verdammt lang, vorallem wenn einem irgendwann alles weh tut. Das war eine interessante Erkenntnis für mich. Auch einen blinden Läufer zu begleiten und immer wieder festzustellen, daß man als Sehender weniger sieht als als Blinder. Die Wahrnehmung ist einfach anders, für uns Sehenden ist vieles selbstverständlich, man nimmt es nicht war. Erst wenn du danach gefragt wirst, fällt es dir auch auf!

 



Emotionaler Höhepunkt war der Fackellauf von Fürth nach München und vor allem die Eröffnungsfeier der Special Olympcis. Dies alles durfte ich mit meinen Freunden vom Laufclub 21 erleben. Ganz selbstverständlich dürfen wir dort als "Normale" mitmachen. Wir sprechen von Inklusion, Menschen mit (geistiger) Behinderung akzeptieren dich einfach wie du bist!






Für den Herbst hatte ich mir viel vorgenommen, konnte mich aber zu nichts auffraffen. Das lag vielleicht auch daran, dass ich nichts gemeldet hatte. Der Fehler passiert mir nicht mehr. Dafür habe ich aber drei wunderschöne Genussultraläufe gemacht und viele neue Lauffreunde gefunden. Das ist mehr wert als eine Urkunde bei irgendeinem Wettkampf.

Und nächstes Jahr?

Der Höhepunkt des Jahres werden die Hundert Meilen von Berlin sein. Und als würden nicht schon 160 Km am Stück laufen genug sein, mache ich das ganze wieder mit Anton. Diesmal aber nur wir beide. Total verrückt, aber ich freue mich drauf.
Außerdem laufe ich im März von Bonn nach Wiesbaden. Ein Etappenlauf für einen gute Zweck. Das wollte ich schon lang einmal, aber einen Etappenlauf im Wettkampf traue ich mir nicht zu. Warum weiß ich auch nicht. Aber jetzt fange ich halt mal so an. 

Dazwischen bastel ich mir verschiedene Läufe rein, die irgendwie dazu passen. Wobei, wenn ich meine Liste so anschaue, sind das nur Ultras: Der Rennsteig ist fest im Visier, Harzquerung wäre mal wieder toll. Thüringen Ultra oder wieder Biel? Bilstein Ultra schon im April. Es gibt so viel und vieles ist so schön. Dabei müsste ich auch dringend was für's Tempo machen. Also die sogenannten Unterdistanzen. Auf die habe ich allerdings so gar keine Lust. Ich hoffe, das kommt noch.


Außerdem werde ich auch für den Herbst planen und melden. Nicht das ich wieder nur so vor mich hin laufe. Aber dann vielleicht der ein oder andere Marathon.
Und als Ausgleich natürlich Moutainbiken. Der Anfang ist schon geplant. Ein verlängertes Wochenende Ende April im Schwarzwald. Also nichts gemütliches, sonder gleich was Richtiges, zum Eingewöhnen.

1 Kommentar:

Jörg hat gesagt…

Das war doch ein erfolgreiches Jahr. Ich habe das Gefühl, wir sehen uns im kommenden Jahr bei dem einen oder anderen Lauf.
Alles Gute

Jörg