10 November 2008

Nizzamarathon: Mein Lauf

Früh um 5 Uhr aufstehen ist nicht mein Ding. Aber was macht man nicht alles, um zu laufen. Der Bus zum Startplatz in Nizza fuhr um 6:45 Uhr ab und so hatten wir dort genügend Zeit für die letzten Vorbereitungen. Zu denen gehören neben Kleiderbeutel abgeben und am Dixieklo anstellen, auch ein bisschen Philosophieren mit anderen Läufern und Fotografieren. Am Sonntag gab es am strahlendblauen Himmel einen tollen Sonnenaufgang.

Im Startblock dann noch das obligatorische Startbild und schon ging's los. Am Negresco hatte ich schon volles Tempo aufgenommen, wie man es an meine Haaren erkennen kann.
Da dem Höhenprofil nach, die Strecke nicht allzu schwer schien, liebäugelte ich mit einer Zeit um die 4:15 h. Natürlich auch, weil Fahrtorganisator Bernhard Nuss den Nürnberger Bürgermeister Klemens Gsell zu dieser Zeit ziehen wollte. Sollte ich die beiden im Startgewimmel verpassen, lautete meine Marschtabelle 6 Minuten pro Kilometer. Bis Kilometer 10 lief ich alleine, dann liefen die beiden auf mich auf. Bis zum Halbmarathon lief ich mit, doch dann holte mich mal wieder mein Schweinehund ein. Ein kleiner Anstieg und weg waren sie. Bei Kilometer 25 musste ich an der Verpflegung erstmal ordentlich trinken. Es war zwar nicht heiß, aber bis dahin hatte ich für die Temperaturen, 20° und Sonne, zu wenig getrunken. Frisch gestärkt konnte ich mein Tempo wieder aufnehmen und genoss die schöne Landschaft und den Lauf. Bei Kilometer 38 lief ich auf Bernhard und Klemens auf und das gab mir noch einmal einen Schub. Ich überholte die beiden, denn jetzt waren sie mir zu langsam. Und schon kam Km 40 und Zuschauer und dann fliege ich sowieso. Ich weiß gar nicht wieviele Läufer ich ab Km 35 noch überholt habe. Ich weiß nur, dass mich ab Km 35 niemand mehr überholt hat. Bei 4:19:25 blieb meine Zeit stehen.

Überglücklich, denn endlich habe ich einen Marathonlauf wieder mit einer zufriedenstellenden Zeit gefinisht. Für mich war es auch ganz wichtig, dass ich vom ersten bis zum letzten Kilometer einen 6 Minuten Schnitt laufen konnte. Nicht wie sonst am Anfang zu schnell und am Ende geht nichts mehr. Das was über der 4:15 ist, habe ich an der Versorgung gebraucht, aber das war nötig und geht auch so in Ordnung. Leider ist aus der Ergebnisliste nicht ersichtlich wievielte ich bei den Frauen geworden bin. Macht aber im Moment nichts, denn noch bin ich nur stolz auf meine Zeit.

Kommentare:

Anett hat gesagt…

Hallö

Boah...das hört sich alles irgendwie sehr gut an. Ich bin grad mal dabei, bei dir etwas rumzulesen. Hoffe, du hast nix dagegen.
Liebe Grüße

marathonwoman hat gesagt…

freu mich drüber; viel Spass beim lesen