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Ein durchwachsene Laufsaison mit gutem Ende

Dieses Jahr bin ich alle Marathons im Ausland gelaufen. Zwei davon in den Partnerstädten Nürnbergs.

Der erste Marathon 2008 war der Runtayla in der Türkei. Anfang März, frühlingshaftes Wetter, eine schöne Strecke am Meer entlang, aber anspruchsvoll. Ziel: Endlich mal wieder eine Zeit um die 4:15 h. Der Lauf war eine einzige Katastrophe. Bereits ab Kilometer 18 hatte ich schwere Oberschenkel und war dem Aufgeben so nah wie nie zuvor. Nur mein Mann Peter konnte mich dazu bewegen weiterzulaufen. Und nach 4:35 gequälten Stunden war ich endlich im Ziel. Dann aber doch wieder froh, das ich gefinisht hatte.

14 Tage später lief ich dann den 6-Stunden-Lauf in Nürnberg. Ziel: deutlich über 50 Km. Aber hier holte mich der Runtalya ein. Gerade noch habe ich die 50-km-Marke erreicht und bin wieder eine Ultraläuferin geworden.

Beim Metropolmarathon in Fürth, Mitte Juni, hatte ich nur für den Halbmarathon gemeldet. Aus Erfahrung klug geworden, denn 14 Tage später wollte ich den Gletschermarathon im Pitztal in Österreich laufen. Fürth lief einigermaßen zufriedenstellend, wobei ich mir mehr erhofft hatte.

Der Gletschermarathon war dann ganz ok. 35 Km bergab laufen waren nicht das Problem. Knie und Rücken haben das ausgehalten. Nur die 8 Km, die es immer mal wieder bergauf ging, bin ich gegangen. Trotzdem war ich zufrieden mit mir, denn bei heißen 36° kam ich trotz der Gehpausen nach 4:23 ins Ziel.

Den Abschluss des Sommers konnte ich dann doch noch zu meiner Zufriedenheit gestalten. Beim FunRun SüdWest in Nürnberg konnte ich endlich richtig mit mir zufrieden sein. Denn obwohl der Gletschermarathon erst 2 1/2 Wochen her war, konnte ich dort die 11 Km in persönlicher Bestzeit finishen.

In der zweiten Jahreshälfte hatte ich dann nicht mehr so viel geplant. Außerdem war ich vom Saisonstart doch sehr ernüchtert.

Aber ich konnte es dann doch nicht lassen. Anfang Oktober: Stadtlauf Nürnberg. Eine Strecke, die ich nicht mag, weil ich sie einfach schon zu oft gelaufen bin. Und trotzdem, jedes Jahr wieder eine neue Herausforderung. Diese Jahr unter sehr schlechten Vorraussetzungen, denn gerade an diesem Tag, ging es mir gesundheitlich nicht besonders. Aber aus dem Trainingslauf mit Zielzeit „völlig egal, nur ankommen“ wurde ein toller Lauf mit fast Halbmarathonbestzeit. Endlich mal was. Superstolz, ich habe die Strecke bezwungen und nicht, wie so oft, sie mich.

Gute Vorraussetzungen für den Saisonausklang Anfang November in Südfrankreich beim Marathon Nizza-Cannes. Frühlingshaftes Wetter, tolle Stimmung, tolle Strecke am Meer entlang. Meine einzige Vorgabe: Konstant laufen, nicht zu schnell und mal wieder Richtung Bestzeit laufen. Mit diesem Marathon war ich dann wirklich mal richtig zufrieden. Es lief wie geplant, ich konnte konstant und locker laufen, musste keine Gehpausen einlegen und war nach 4:19 h mit meiner zweitbesten Marathonzeit im Ziel. Ein einzigartiges Lauferlebnis. Diesen Marathon kann ich nur empfehlen: Tolle Organisation vor und nach dem Lauf und eine wunderschöne Strecke am Meer entlang und auch reichlich Zuschauer.

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