26 April 2010

Geheimtipp: Harzquerung

Zurück von der Harzquerung. Und ich muss sagen: Wahnsinn, super, Klasse. So was habe ich noch nicht erlebt. Ich kann sie nur empfehlen.
Die Harzquerung gilt als
Geheimtipp. Komisch, alle kennen sie und trotzdem ist das Feld klein, aber fein. Schon im Vorfeld habe ich gehört wie familiär es dort zugeht. Gemütlich ist aber eher das richtige Wort dafür. Ein bisschen erinnert alles an uralte Zeiten, liebvoll und altertümlich.
Die Turnhalle der Starnummernausgabe erinnert an DDR-Zeiten. Die Startnummernausgabe selbst ohne Hektik. Da wird noch erklärt, wie man zum Start kommt und ich muss erklären wo den
Hainbronn liegt - von soweit kommst ihr???

Morgens kurz vor dem Start kein Gedränge bei der Gepäckabgabe, dann geht es gemütlich zum Start. Vorbei an den "Volks-Lichtspielen" zum "Armeleuteberg".
Den Startschuss verpasse ich fast, so kurz werden wir begrüßt und auf die Strecke geschickt. Handzeitvermessung, Verpflegung alle 10 Km. Perfekt organisiert, aufs Nötigste konzentriert. Einfach liebevoll.

Der Lauf selbst ...

51 Km, 1200 Höhenmeter, aus dem Frankenweglauf habe ich gelernt. Deshalb war meine Zeitvorgabe am Anfang weit gegriffen. 7 Stunden hatte ich geplant, letzte Woche. Kurz vor dem Lauf habe ich die Zielzeit revidiert. Nach dem Studium der Ergebnislisten kam ich zu dem Entschluss, dass ich die Strecke vielleicht doch in 6 Stunden schaffen würde. Aber mehr wollte ich vor allem den Lauf und die Landschaft genießen. Schon allein die Tatsache, das wir nahezu nur auf Wald-, Wiesen- und Schotterwegen liefen zeigt, dass bei diesem Lauf die Landschaft im Vordergrund steht. Und die war wirklich sehenswert. Wenngleich sie mich teilweise an daheim, die fränkische Schweiz, erinnert hat.
Und wieder einmal habe ich an mir eine völlig neue Läuferseite entdeckt. Verwundert stellte ich fest, dass es keine Kilometerangaben gibt. Wie sollte ich da kontrollieren, wie ich in der Zeit lag und wann die Verpflegungsstelle kommt?? Aber so konnte ich ganz entspannt laufen und irgendwann war die Verpflegungsstation dann einfach da. Eine Blick auf die Uhr ... ach ist doch egal ... Ich hatte den ganzen Lauf über Spaß, nicht ein Gedanke wie weit ich noch laufen muss, warum ich das tue oder in welcher Zeit ich im Ziel bin. Und als ich dann ins Stadion einlief, hatte ich sogar noch die Körner für einen Spurt. Und siehe da ohne Druck eine 6:03 h gelaufen. Für die Berglaufpremiere eine ordentlich Zeit. Ich bin damit jedenfalls zufrieden. Und mit mir. Man muss nicht immer nur die Sekunden jagen.

Und hier noch Fotos.

Kommentare:

Jörg hat gesagt…

Sag ich doch!
Und das du meinen Artikel noch zitiert hast. Lohnt sich doch so was zu schreiben. Ich überlege immer, ob die Harzquerung mein schönster Landschaftslauf war oder nur einer der schönsten.

Grüße

Jörg

marathonwoman hat gesagt…

... auf jeden Fall besser als der Frankenweglauf und der Fränkische Schweiz Marathon. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort

Laufend durchs Leben hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch, Kerstin!
Dein Outfit schaut ja auch sehr fesch aus. Kannst du einen Laufrock empfehlen? Von welchem Hersteller ist deiner?

Etwas über 6 Stunden... Sehr beachtlich. Das sind für mich Zeiten und Entfernungen jeglicher Vorstellungskraft...