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Jahresrückblick

Ein verrücktes Jahr geht zu Ende. Wenn ich daran denke, was wir dieses Jahr alles gemacht haben, erscheint vieles unglaublich und ewig weit weg. Eben nicht aus diesem Jahr. Wobei ich eigentlich schon letztes Jahr im Dezember anfangen muss. Immer schon wollte ich auf den Striezelmarkt in Dresden. Das haben wir letztes Jahr gemacht. Wobei ich vom Striezelmarkt selbst eher enttäuscht war. Aber es gibt noch genug andere, schönere Weihnachtsmärkte in Dresden. Und für 29 € kann man mit dem Bus schon mal nach Dresden fahren. Günstiger geht es wahrscheinlich nicht. Dieses Jahr geht so einen Tour auf jeden Fall nicht. 

Im Januar habe ich mir den nächsten Traum erfüllt. Biathlon live in Ruhpolding anschauen. Ein Wahnsinn. Schon das Ganze drumherum. Eine logistische Herausforderung, die dort professionell gelöst wird. Aber auch die Wettkämpfe waren sehr beeindruckend. Wenn ich daran denke, das wir Dresden letztes Jahr und Ruhpolding dieses Jahr gemacht haben - gefühlt ist das ewig her. Und alles ohne Maske. Heute unvorstellbar. Und ich freue mich, dass wir das gemacht haben. Dieses Jahr fallen alle Weihnachtsmärkte aus und Ruhpoldung ist auch abgesagt. Und die Sportereignisse, die stattfinden, finden ohne Zuschauer statt.

Februar, das nächste Highlight. Erst ein langes Skifahrwochenende im Alpbachtal zu viert. Und dann mein Geburtstagsgeschenk: selbst Biathlonluft schnuppern in Oberhof. Schießen und Langlaufenkurs. Aber Abfahrtsbretter sind mir lieber. Die sind nicht so schmal.

Im März haben wir den langen Prozess des Wohnmobil suchen und kaufen abgeschlossen. Wobei das Wohnmobil anmelden und holen dann doch nochmal aufregend war. Nach Messebesuch und Internetrecherche hatten wir endlich unser Traummobil gefunden. Dann wollte ich das Mobil zulassen, aber ab dem Tag, an dem ich es anmelden wollte, konnte man auf die Zulassungsstelle nur noch mit Onlinetermin. Und den 
hatte ich nicht. Aber für den nächsten Tag hat es geklappt. Zugelassen und nachmittags abgeholt.Das war der letzte Tag vor dem Lockdown. Und dann ist unser Horschti 7 Wochen im Hof gestanden. Genug Zeit zum Einrichten.

eine Bierbank 

April - Ostern im Lockdown. Wegfahren geht nicht, aber Tagestouren mit dem Rad und wandern. Da niemand weg konnte war es selbst in sonst wenig besuchten Gegenden ziemlich voll. Und Verpflegung musste man auch immer mitnehmen.

Im Mai wurde die Beschränkungen gelockert und wir haben unserer Horschti gepackt, um ein Testwochenende mit dem Wohnmobil zu machen. Zwar hatten noch alle Stellplätze zu, aber auf einem großen Parkplatz haben wir ein ruhiges Plätzchen gefunden. Ein Wochenende können wir ja autark stehen. Und dann hatte wir im Mai ja auch noch Urlaub. Den haben wir im Elbsandsteingebirge und Zittauer Gebirge verbracht. Dort durfte man am meisten ohne Einschränkungen machen und die Stellplätze hatten auch offen.

Im Juni dann Kurzarbeit. Und wieder waren wir im Osten unterwegs. Diesmal waren wir im Spreewald. Da darf natürlich einen Kajakfahrt nicht fehlen. Außerdem haben wir auch immer die Räder mit dabei. So sind wir mobiler und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.


Auch im Juli hatten wir wieder Kurzarbeit. Diesmal sind wir nach Füssen gefahren. Denn endlich hatte auch in Bayern die Stellplätze wieder offen. Wandern, Radfahren und Sightseeing. In Füssen und Umgebung sind die Möglichkeiten praktisch unbegrenzt.

August, Wochenendtrip ins Altmühltal. Ist ja nur einen Katzensprung von uns entfernt. Das war leider der einzige Trip mit dem Horschti. Dafür haben wir ein Gartenhäuschen bei meiner Mama aufgestellt und einige Radtouren in der Umgebung gemacht. 

September: Ende September endlich Urlaub. Aber auch leider eine Verletzung am Knie. Laufen geht gar nicht und gehen tut weh. Mit Kurzarbeit haben wir 4 Wochen frei. Davon waren wir fast drei Wochen in Italien unterwegs. Zwar mit permanenter Maskenpflicht, aber wenig Leuten, so dass wir viel angeschaut haben. Ansonsten war alles recht locker. Ein wunderbarer, erholsamer Urlaub.

Der Oktober war zur Hälfte noch mit dem Italienurlaub verplant. Daheim mussten wir dann erstmal den Horschti wieder auf Vordermann bringen und so langsam winterfest machen. Und eine letzte Motorradtour ins Altmühltal unternommen. Das Mototrad haben wir dann Ende Oktober ins Winterquartier gestellt.

November: teilweise echtes Novemberwetter. Und dann aber auch wieder superschön.Wir waren viel zu Fuß unterwegs. Am kleinen Kulm, hier ist auch das Bild entstanden, und zum 

Kühloch
. Das Rad fahren ist leider zu kurz gekommen. Aber wir haben uns warme Radklamotten gekauft, um auch im Winter Radfahren zu können. Denn Gehen geht immer noch nicht richtig.

Im Dezember kam pünktlich zum 1. Dezember der erste Schnee. Und wir haben unsere Winterradsachen ausprobiert. Wir sind wirklich gut eingepackt. Und es hat Spaß gemacht. Allerdings mit einem Mountainbike auf einer nassen Straße fahren macht braune Sommersprossen.

Auch wenn sich der Rückblick liest, als wären wir das ganze Jahr unterwegs gewesen, es stimmt nicht. Ja, durch die Kurzarbeit in unserer Firma hatten wir viel frei und die Zeit natürlich genutzt. Aber wir haben auch daheim ganz viel unternommen. Gerade im Lockdown im März waren wir viel Wandern und Rad fahren in unserer Heimat, der Fränkischen Schweiz. Das ist Erholung pur. Und wenn man sich auskennt, kann man den Menschenmassen, die in dieser Zeit unterwegs waren, entgehen. Und findet andere schöne Orte, die man noch nicht kannte.

Kommentare

Jörg hat gesagt…
Wenn man es so liest, war es doch ein abwechslungsreiches und schönes Jahr für euch.

Alles Gute für 2020

Jörg
Kerstin_unterwegs hat gesagt…
Ja, wir haben trotz allem sehr viel erlebt

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Jenner

Mit der Gondel auf den Jenner . Unten war Nebel, ab der Mittelstation dann Sonne. Oben war es angenehm warm. Zuerst sind wir zum Gipfelkreuz hoch.  Zurück sind wir über die Mitterkaseralm zur Mittelstation der Jennerbahn gelaufen.  Kurz vor der Mittelstation ging's in die Wolken. Und weiter über den Stufenweg zur Talstation der Jennerbahn.  Der Abstieg war anstrengend, steil, aber schön. Entspannt haben wir uns dann im warmen Pool am Campingplatz.

Almbachklamm

Eigentlich wollten wir mit dem Bus nach Ramsau . Aber der fährt am Sonntag nicht regelmäßig und wir hätten über eine Stunde warten müssen. Denn es sollte ein ruhiger Tag werden. Wir hatten Muskelkater vom Tag vorher. So sind wir mit dem Bus wieder nach Unterau zurück gefahren und sind die Almbachklamm gegangen.   Am Ende der Klamm haben wir entschieden nicht den gleichen Weg zurück zu laufen, sondern weiter nach Maria Gern zu gehen. Diesmal ging's Bergauf. Teils auch über Treppen .  In Hintergern haben wir auf einem Sonnenbänkel Brotzeit gemacht. Glück hatten wir auch, denn der Linienbus kam eine halbe Stunde später. So sind wir nicht mehr bis Maria Gern gegangen, sondern gleich nach Berchtesgaden zurück gefahren. Am Campingplatz sind wir noch in den Pool, aber der Muskelkater ist davon auch nicht besser geworden.

Urlaubsfazit

Berchtesgaden - als Kind war ich da und dann habe ich es irgendwie aus den Augen verloren. Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück, Sonne pur und angenehm warm. Der Campingplatz Allweglehen - nicht ganz billig, aber sehr zu empfehlen. Nettes Personal, alles neu und sauber und ein sehr gutes Restaurant dabei. Die Bushaltestelle ca. 800 m entfernt. Nur am Rückweg muss man den Berg hoch, was nach unseren langen Wanderung nicht immer einfach war. Berchtesgaden und seine Umgebung ist eine Reise wert. Wir fahren da bestimmt wieder hin, denn wir haben in der kurzen Zeit nicht alles machen können, was wir uns vorgenommen haben. Außerdem hat Anfang November das ein oder andere schon zu. Glück hatten wir mit dem Kehlsteinhaus , das ab 1. November zu hat. In der Almbachklamm waren wir am letzten Öffnungstag und die Jennerbahn hat seit 4. November Revision.