Im neuen Runnersworld, das heute rausgekommen ist, geht es unter anderem um "Die 14 größten Nervfaktoren beim Laufen". Musste ich gleich lesen, logisch. Bei manchen Punkten habe ich gesagt, ok das trifft bei mir auch zu. Zum Beispiel bei dem Punkt "blöde Sprüche". Da hatte ich heute in der Nähe des Bahnhofs auch mal wieder so ein Prachtexemplar: Übergewicht und hochroter Kopf und dann: " Na, wohl den Zug verpasst". Da ich mit Musik laufe, kann ich zum Glück so tun, als würde ich es nicht hören. Aber was mich noch mehr nervt als blöde Sprüche sind Fußgänger, die zu zweit auf einem 3 Meter breiten Fußweg gehen und alles blockieren. Ich laufe dann schon von hinten mit einem Megaschlurfschritt heran, hab kurz vorher noch einen Hustenanfall und was nützt es? Nichts! Die drehen sich nicht mal um, geschweige denn das sie Platz machen. Bleibt mir nur das Überholen auf der Strasse übrig. Da kann ich nur hoffen, dass ich nicht irgendwann mal aus den Laufschlappen gefahren werde. Manch Autofahrer meint nämlich, dass ganz nah am Läufer vorbeifahren das Beste ist. Das ist auch noch ein Nervfaktor.
Der Schmerz geht, der Stolz bleibt. Bei mir ist es eher so: Der Schmerz geht, der Stolz kommt. Erst so nach und nach kann ich mich darüber freuen, dass ich die 100 Meilen von Berlin geschafft habe. Am Anfang war ich doch ein wenig enttäuscht, dass ich "nur" Angekommen bin. Im Geheimen hatte ich schon mit 24 - 26h geliebäugelt. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich überhaupt angekommen bin. Das habe ich Anton zu verdanken. Bei Km 96 haben wir uns das erste Mal verlaufen, bei Km 102 dann das zweite Mal. Das hat mich mental so runtergezogen, dass ich praktisch nicht mehr laufen konnte. Ohne Anton hätte ich mich in den Bus gesetzt und wäre zum Ziel zurückgefahren. bei der Startnummernausgabe Morgens um 5:30 Uhr war die Welt noch in Ordnung. Herrlicher Sonnenaufgang zu einem anstrengenden Tag Erstmal wurden die Restkilometer zweistellig. Gut ging es uns die ganze Zeit - körperlich zumindest! Die Sympathie der wenigen Zuschauer hat uns getragen. Ein bli...
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