Gerade komme ich von meinem Lauf zurück. Um es gleich zu sagen, es lief wie ich mich fühlte. Schrecklich. Es war, als hätte mir jemand über Nacht die Kraft aus dem Körper gesaugt. Aber jetzt bin ich froh, dass ich mich aufgerafft habe. Leider habe ich meine Kamera nicht mit dabei gehabt. Im Wald, auf dem Laub, die Sonne spitz durch die Bäume, tolle Bilder. Aber leider nur in meinem Kopf. Im Wald habe ich meine Musik ausgemacht, denn ich wollte die Stille bzw. das Rascheln, wenn ich durchs Laub laufe, genießen. Das war wieder so ein Augenblick, wo ich mir sage: deswegen laufe ich. Wegen der Stille im Wald, wegen der Geräusche der Natur, die Sonne genießen oder auch mal den Regen. Seit ich laufe nehme ich die Natur, vor allem auch die Jahreszeiten, wieder viel bewusster wahr. Kaum zu glauben, wie viele Raupen und Käfer immer noch unterwegs sind. So hatte ich, obwohl mir der Lauf wirklich schwergefallen ist, Freude am Laufen. Und jetzt habe ich auch wieder mehr Elan für den Rest des Tages. Immerhin haben wir ja Feiertag.
Heute sind wir mit dem Rad rund um den Chiemsee . Ganz ehrlich, muss man nicht machen. Denn die wenigste Zeit fährt man am See entlang. Wobei das Museum Torfbahnhof bei Rottau schon interessant war. Es hatte zwar geschlossen, aber es gab interessante Infos auch Außerhalb des Museums. Ansonsten ... der Radweg geht an der Autobahn entlang, ... viele Radfahrer, die alleine mit Radfahren (E-Bike) überfordert sind. Aber schon auch schöne Aussichten, nicht nur auf den See. Die es natürlich auch gab. " Wer die Chiemsee Umrundung mit dem Rad überlebt hat, den haut nichts mehr um." Originalton von meinem Mann. Und da hat er recht. Manchmal war es schon grenzwertig, wie der ein oder die andere unterwegs war. Ein Hübel, bergauf oder bergab, wurde zur Herausforderung. Selbst beim Überholen hatte ich manchmal den Eindruck, das die Leute überfordert waren. Und wir waren außerhalb der Saison unter der Woche unterwegs. Muss man nicht haben.
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Jörg