Direkt zum Hauptbereich

Nizzamarathon: Mein Lauf

Früh um 5 Uhr aufstehen ist nicht mein Ding. Aber was macht man nicht alles, um zu laufen. Der Bus zum Startplatz in Nizza fuhr um 6:45 Uhr ab und so hatten wir dort genügend Zeit für die letzten Vorbereitungen. Zu denen gehören neben Kleiderbeutel abgeben und am Dixieklo anstellen, auch ein bisschen Philosophieren mit anderen Läufern und Fotografieren. Am Sonntag gab es am strahlendblauen Himmel einen tollen Sonnenaufgang.

Im Startblock dann noch das obligatorische Startbild und schon ging's los. Am Negresco hatte ich schon volles Tempo aufgenommen, wie man es an meine Haaren erkennen kann.
Da dem Höhenprofil nach, die Strecke nicht allzu schwer schien, liebäugelte ich mit einer Zeit um die 4:15 h. Natürlich auch, weil Fahrtorganisator Bernhard Nuss den Nürnberger Bürgermeister Klemens Gsell zu dieser Zeit ziehen wollte. Sollte ich die beiden im Startgewimmel verpassen, lautete meine Marschtabelle 6 Minuten pro Kilometer. Bis Kilometer 10 lief ich alleine, dann liefen die beiden auf mich auf. Bis zum Halbmarathon lief ich mit, doch dann holte mich mal wieder mein Schweinehund ein. Ein kleiner Anstieg und weg waren sie. Bei Kilometer 25 musste ich an der Verpflegung erstmal ordentlich trinken. Es war zwar nicht heiß, aber bis dahin hatte ich für die Temperaturen, 20° und Sonne, zu wenig getrunken. Frisch gestärkt konnte ich mein Tempo wieder aufnehmen und genoss die schöne Landschaft und den Lauf. Bei Kilometer 38 lief ich auf Bernhard und Klemens auf und das gab mir noch einmal einen Schub. Ich überholte die beiden, denn jetzt waren sie mir zu langsam. Und schon kam Km 40 und Zuschauer und dann fliege ich sowieso. Ich weiß gar nicht wieviele Läufer ich ab Km 35 noch überholt habe. Ich weiß nur, dass mich ab Km 35 niemand mehr überholt hat. Bei 4:19:25 blieb meine Zeit stehen.

Überglücklich, denn endlich habe ich einen Marathonlauf wieder mit einer zufriedenstellenden Zeit gefinisht. Für mich war es auch ganz wichtig, dass ich vom ersten bis zum letzten Kilometer einen 6 Minuten Schnitt laufen konnte. Nicht wie sonst am Anfang zu schnell und am Ende geht nichts mehr. Das was über der 4:15 ist, habe ich an der Versorgung gebraucht, aber das war nötig und geht auch so in Ordnung. Leider ist aus der Ergebnisliste nicht ersichtlich wievielte ich bei den Frauen geworden bin. Macht aber im Moment nichts, denn noch bin ich nur stolz auf meine Zeit.

Kommentare

Anett hat gesagt…
Hallö

Boah...das hört sich alles irgendwie sehr gut an. Ich bin grad mal dabei, bei dir etwas rumzulesen. Hoffe, du hast nix dagegen.
Liebe Grüße
Kerstin_unterwegs hat gesagt…
freu mich drüber; viel Spass beim lesen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rund um den Chiemsee

Heute sind wir mit dem Rad rund um den Chiemsee . Ganz ehrlich, muss man nicht machen. Denn die wenigste Zeit fährt man am See entlang. Wobei das Museum Torfbahnhof bei Rottau schon interessant war. Es hatte zwar geschlossen, aber es gab interessante Infos auch Außerhalb des Museums. Ansonsten ... der Radweg geht an der Autobahn entlang, ... viele Radfahrer, die alleine mit Radfahren (E-Bike) überfordert sind. Aber schon auch schöne Aussichten, nicht nur auf den See. Die es natürlich auch gab. " Wer die Chiemsee Umrundung mit dem Rad überlebt hat, den haut nichts mehr um." Originalton von meinem Mann. Und da hat er recht. Manchmal war es schon grenzwertig, wie der ein oder die andere unterwegs war. Ein Hübel, bergauf oder bergab, wurde zur Herausforderung. Selbst beim Überholen hatte ich manchmal den Eindruck, das die Leute überfordert waren. Und wir waren außerhalb der Saison unter der Woche unterwegs. Muss man nicht haben.

Netzwerktreffen am Brombachsee

Ich hatte ein Netzwerktreffen der IG BCE in Pleinfeld am Brombachsee . Wir haben eine Kräuterwanderung bei der Mandlesmühle gemacht. Dort hat es mich ein bisschen an den Spreewald erinnert. Mandlesweiher

Herbstwanderung

Wegen Krankheit mussten wir vorzeitig aus dem Urlaub heimfahren. Am Wochenende ging es wieder besser und so sind wir am Sonntag wandern gegangen. Von Pegnitz nach Horlach und zurück. Nicht weltbewegend weit, aber besser als nichts. Lochstein mit Lochsteinhöhlen